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Weihnachtsquartal: Samsungs Gewinne brechen weiter ein

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Das neue Jahr beginnt bei Samsung wie das alte endete: Im steilen Abwärtstrend. Beim Ausblick auf das abgelaufene Weihnachtsgeschäft, den Samsung traditionell zu Jahresbeginn gewährt, kündigte der wertvollste Konzern Südkoreas einen Rückgang des Nettogewinns um 37 Prozent an. Die Smartphonesparte fährt wohl die schwächsten Gewinne seit vier Jahren ein.

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Kein Ende der Gewinnerosion in Sicht: Für den Dreimonatszeitraum zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember stellte Samsung einen Konzerngewinn von 4,7 Milliarden Dollar in Aussicht. Damit lag der südkoreanische Techpionier immer noch über den Analystenschätzungen, die bei 4,4 Milliarden Dollar gelegen hatten.

Was an und für sich nach einem stolzen Gewinn klingt, entspricht einem erneuten Rückgang des Nettogewinns im wichtigsten Quartal des Jahres um happige 37 Prozent. Auch die Erlöse gaben nach und dürften um 12 Prozent auf 47 Milliarden Dollar zurückgegangen sein, wie Samsung in seinem Bilanzausblick mitteilte.

Samsung verdient nur noch 1,5 Milliarden Dollar mit Mobile-Sparte
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Die gesamte Bilanz des Mischkonzerns verschleiert jedoch Samsungs Achillesferse, die weiterhin keine Anzeichen zur Besserung erkennen lässt. Auch wenn der bedeutendste Konzern Südkoreas keine Angaben zur individuellen Sparten-Entwicklung machte, errechneten Analysten, dass Samsung auch im Weihnachtsquartal mit seiner Mobile-Sparte, in der Smartphones den Löwenanteil ausmachen, weniger verdient habe als drei Monate zuvor.

Nach Bloomberg-Angaben waren es nur noch 1,5 Milliarden Dollar, das wäre das schwächste Niveau seit vier Jahren. Nach Einschätzungen von Greg Roh von HMC Investment Securities dürfte Samsung im vierten Quartal auch stückzahlenmäßig weniger verkauft haben – nach 79 Millionen Smartphones nun nur noch 75 Millionen Einheiten.

Anleger nahmen den anhaltenden Aderlass ziemlich gelassen hin und schickten die Aktie sogar um 0,5 Prozent nach oben. In Euro notiert die Samsung-Aktie auf dem höchsten Stand seit Sommer. Der Grund: Aktionäre waren in den vergangenen Monaten noch schlechtere Nachrichten gewohnt.

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