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Mit Geld von Google und Guardian: Charlie Hebdo erscheint in Millionenauflage

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Das französische Satiremagazin Charlie Hebdo soll in der nächsten Woche mit einer Millionen-Auflage erscheinen, kündigte Kolumnist Peter Pelloux an. Er war dem Attentat auf die Redaktion mit Glück entkommen. Mehrere Medien hatten der Zeitschrift ihre Hilfe zugesagt, darunter auch die britische Zeitung "The Guardian".

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Patrick Pelloux ist freier Kolumnist bei Charlie Hebdo – und Arzt. Am Mittwoch, als drei bewaffnete und vermummte Männer das Redaktionsgebäude der Satirezeitschrift stürmten und zehn Mitarbeiter sowie zwei Polizisten erschossen, war Pelloux 200 Meter von dem Anschlag entfernt bei einem Treffen mit der Feuerwehr. Wie Pelloux gegenüber einem französischen Digitalsenders berichtet, waren er und der Chef der Feuerwehr als erste vor Ort. Der Grafiker des Magazins hätte ihn angerufen.

Dann sagt Pelloux: „Ich bin gekommen, um zu sagen: Die Zeitschrift wird weitermachen.“

Konkret soll die nächste Ausgabe von Charlie Hebdo am kommenden Mittwoch erscheinen. Während die Zeitschrift normalerweise rund 60.000 Exemplaren verkauft, kündigte der Verlag diese Ausgabe mit einerAuflage von einer Millionen an.

Mehrere französische Medien hatten der Zeitschrift in den vergangenen zwei Tagen bereits Hilfe zugesagt. Wie das Magazin Wired berichtet, steuern sie insgesamt 250.000 Euro in Form eines Fonds der Vereinigung „Presse et Pluralisme“ bei, die von Redakteuren der französischen Presse getragen wird. Den gleichen Betrag soll Google über seinen Fonds „Innovation numérique de la presse“ spenden. Auch The Guardian-Chefredakteur Alan Rusbridger kündigte via Twitter 100.000 Pfund Unterstützung an. Die Redaktion von Charlie Hebdo wird übergangsweise, so wie nach dem Brandanschlag 2011, von der Tageszeitung Libération beherbergt.

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Auf ihrer Website hat Charlie Hebdo mittlerweile eine Stellungnahme zum Attentat und der weiteren Vorgehensweise veröffentlicht. Vor schwarzem Hintergrund ist eine gezeichnete Faust zu sehen, die einen Stift umgreift. Daneben steht geschrieben, weil „der Stift der Barbarei immer überlegen“ sein werde, Freiheit „ein allumfassendes Recht“ sei und „weil sie uns beistehen“ werde die Redaktionen weitermachen.

Unter dem Hashtag #jesuischarlie twittern seit dem brutalen Anschlag am Mittwochvormittag Menschen weltweit ihre Solidaritätsbekundungen. Künstler veröffentlichten dazu eigene Karikaturen als Symbol für den Kampf um Meinungs- und Pressefreiheit.

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Alle Kommentare

  1. bigotry porn vom Feinsten. Schon Solidaritäts-Show mit Silbereisen und Helene Fischer geplant? Raab oder ARD? Joko-Klaas zwingend …

    „Solidaritäts-Stadl aus Jeddah“?

    1. Abbas und das jordanische Königspaar sind die einzigen Teilnehmer der arabischen Welt.
      Ein Trauerspiel ist das. Und es zeigt einmal mehr, was die islamische Welt von den Christen hält.

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