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WSJ-Spekulation: Steigt Carl Icahn bei Twitter ein?

Carl Icahn
Carl Icahn

Twitter war DIE Internet-Enttäuschung des Börsenjahres 2014 – Aktionäre haben fast die Hälfte ihres Einsatzes verloren. Keine Frage: 2015 muss etwas passieren. Nur was? Während Wall Street-Veteranen wie James Cramer seit Monaten den Abgang von CEO Dick Costolo fordern, machte im gestrigen Handelsverlauf ein spektakuläres Gerücht die Runde – Großinvestor Carl Icahn könnte im großen Stil bei Twitter aufräumen und den 140-Zeichen-Dienst wieder auf Spur bringen.

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Das neue Börsenjahr ist angebrochen, doch in was investieren? Star-Investor Carl Icahn hat bekanntlich immer einen Plan. 2013 arbeitete der inzwischen 78-Jährige mit dem Einstieg bei Netflix und prompt darauf folgenden Kurssteigerungen von mehr als 500 Prozent an seiner Legende, im vergangenen Jahr strich Icahn eine dicke Rendite mit Apple ein – und blieb investiert.

Doch es muss ja immer weitergehen. Wer könnte also als nächstes Unternehmen auf die Kaufliste des Multimilliardärs rücken? Glaubt man dem renommierten Wall Street Experten Doug Kass, der 2012 den Absturz von Apple voraussagte, könnte sich Icahns nächstes Groß-Investment wieder im Internetsektor befinden – Twitter!

Bieten Facebook und Google um Twitter?

Wie Anlagestratege Byron Wien, der seit dreißig Jahren seine „10 Überraschungen“ zu Jahresbeginn formuliert, macht sich auch Kass seit Jahren an ungewöhnliche Prognosen gegen die vorherrschende Marktmeinung. Eine davon für 2015 lautet: Carl Icahn steigt bei Twitter ein und erwirbt einen 9,9-prozentigen Anteil am Mikroblogging-Dienst, der nach aktuellem Marktniveau mehr als zwei Milliarden Doller wert wäre.

Der Aktionärsaktivist Icahn werde Twitter „das neue Netflix“ nennen – also ein chancenreiches Investment, das seinen Wert vervielfachen könnte. Kass spekuliert, dass Icahns Einstieg ein Bietergefecht zwischen Facebook und Google auslösen könne, bei dem sich Google mit einem Gebot von 60 Dollar je Anteilsschein durchsetzen würde. Das wäre gegenüber dem heutigen Kurs, der wegen der Gerüchte um sieben Prozent anzog, ein marktkonformer Aufschlug von mehr als 50 Prozent.

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Carl Icahn twittert seit 2013: „Es ist ein großartiges Medium“

Carl Icahn äußerte sich selbst bisher nicht zu möglichen Kaufabsichten. Überliefert ist aber zumindest ein Statement vor einem Jahr, in dem sich der Großinvestor wie folgt äußerte: „Ich habe bisher keine Aktie besessen, was aber nicht bedeutet, dass ich das Unternehmen mag oder nicht. Ich halte wenige Einzel-Aktien. Mir gefällt , was ich auf Twitter machen kann, es ist ein großartiges Medium.“

Icahn ist seit Mitte 2013 begeisterter Twitterer und verkündete seinen Apple-Einstieg in einem inzwischen historischen Tweet. Doug Kass‘ Spekulationen über einen Icahn-Einstieg beim gefallenen Social Media-Liebling sollten unterdessen auch vor dem Hintergrund seines eigenen Investments betrachtet werden: Kass, ein noch viel größerer Twitterer als Icahn, hält seit einigen Wochen selbst Twitter-Aktien…

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