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Werbung auf der Apple Watch: So soll Reklame am Handgelenk aussehen

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Hyperlokal und ganz nah am Körper: So soll Werbung auf der Apple Watch künftig sein - zumindest nach den Vorstellungen von TapSense, einem US-Spezialisten für Mobilwerbung. Das Ziel: Die erste "Programmatic Ad Platform" für die Uhr aus Cupertino im Frühjahr zu starten.

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So sollen unter anderem Vollbildbanner auf dem Display der Smartwatch ausgeliefert werden, die hyperlokal – also standortbasiert – ausgeliefert würden. Läuft der Träger an einem Kino vorbei, bekommt er Gutscheine für einen Film angezeigt. Ähnliches Spiel beim Gang durch ein Kaufhaus. Das GPS-Signal bekommt die Apple Watch übrigens vom iPhone, mit dem sie verbunden ist.

Aber mit Bannern allein ist es laut TapSense nicht getan: Werbung auf der Apple Watch soll interaktiv sein. Auf einem Demobild lässt sich etwa ein Kaffee-Gutschein von der Uhr in die Passbook-App von iOS übertragen und anschließend einlösen.

Apple Pay und eigenes SDK

Apple Pay, der mobile Bezahldienst von Apple, ist hierzulande mit deutschen Kreditkarten noch nicht funktionsfähig, ein Launch ist dennoch geplant. TapSense plant deswegen eine Integration des Bezahlfeatures in das mobile Couponing.

Um zum Start eine breite Basis an Unternehmen und Nutzern zu erreichen, hat der Werbespezialist bereits eine SDK für Entwickler bereitgestellt, das über die Möglichkeiten informiert. Die Werbung könnte anschließend in den Anwendungen der Apple Watch ausgespielt werden. TapSense selbst würde Geld über das Makeln der Werbeplätze verdienen.

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Ist das überhaupt erlaubt?

Einen Haken hat die Sache mit der Werbung am Handgelenk allerdings: Ob sie überhaupt erlaubt bzw. von Apple zugelassen wird, ist fraglich. Bislang hat sich der Konzern aus Cupertino nicht dazu geäußert. Gut möglich, dass das Unternehmen die User Experience auf seiner Smartwatch durch Werbeeinblendungen gefährdet sieht.

Ein weiteres Problem: Apple selbst hat bislang nur ein eingeschränktes SDK für Entwickler zur Verfügung gestellt, das bislang nur die Kommunikation von iPhone-Apps mit der Apple Watch ermöglicht. Drittanbieter-Apps sollen erst in naher Zukunft zugelassen werden.

Als wären die Aussichten nicht schon ungewiss genug und das Produkt der Begierde selbst noch nicht mit einem offiziellen Verkaufsstart versehen, muss man sich auch die Frage stellen: Hat geobasiertes Marketing bisher überhaupt funktioniert? Die knappe Antwort: Nein. Foursquare hat nie wirklich den Durchbruch geschafft, Facebook hat seinen Konter namens „Places“ lange Zeit nicht weiterentwickelt. Ob die Apple Watch das ändern kann, muss sich erst noch zeigen.

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