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Baukasten-Smartphones, schlaue Kontaktlinsen und WhatsApp-Klon: neun Projekte, an denen Google für 2015 arbeitet

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Ob Smartphones aus dem Baukasten, Smart Home oder Gesundheitsvorsorge: Google hat auch im kommenden Jahr einiges in der Mache. Hier sind neun neue Google-Projekte, von denen wir 2015 vermutlich noch mehr hören werden.

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Die Technologie-Website Arstechnica hat auch dieses Jahr wieder ihren Google Tracker veröffentlicht: eine Jahres-Zusammenfassung der Google-Aktivitäten und daraus abgeleitete Ausblicke auf das kommende Jahr.

1. Smart-Home

In diesem Jahr kaufte Google zum einen Nest, einen Hersteller für Connected Home-Geräte, welcher seitdem mehr oder weniger als die Google-Abteilung für vernetztes Wohnen fungiert. Mit dazu kam Revolv, ein Unternehmen, das Smart Hubs entwickelt. Über sie lassen sich im besten Fall alle intelligenten Technologien und Geräte eines Hauses steuern. Die beiden Einkäufe sprechen dafür, dass Google in diesem Segment noch einiges vorhat.

So liegen bislang die größten Herausforderungen zum einen in der Verknüpfung unterschiedlichster Hardware, da noch keine standardisierte Kommunikation zwischen Geräten existiert. Zum anderen fehlt es an einer intelligenten Lösung zur Steuerung: Bisher funktionieren die Geräte entweder automatisiert – was zu Ungenauigkeiten und Problemen führen kann, wenn Lichter und Heizungen sich willkürlich an- und ausschalten – oder manuell, was bedeutet, dass Nutzer erst eine App starten müssen, um einen Lichtschalter zu betätigen.

2. Android M

Gerade erst ist Android 5.0 Lollipop auf den Markt gekommen, da reden manche schon von einer neuen Version – Android M. Anzunehmen sei, laut Arstechnica, dass Google einen eigenen Fingerabdruck-Sensor einführen wird. Geplant war das wohl schon beim Nexus 6, wurde dann aber verworfen. Ebenfalls experimentiert hat das Unternehmen in diesem Jahr mit auswählbaren App-Optionen. Nutzer können dabei individuell festlegen, welche App wann und an wen Informationen weitergeben und nutzen darf. Spekuliert wird außerdem über erweiterte Funktionen rund um die Instant Massaging-App Emu und Google Hangouts. Dabei geht es in erster Linie um personalisierte Aktivitätsvorschläge basierend auf den Konversationen, die über die beiden Apps abgehalten werden.

3. Material Design

Material Design debütierte in Android 5.0 Lollipop, soll in Zukunft aber als Vorlage der kompletten Google-Welt dienen. Laut Arstechnica arbeitet das Unternehmen an einer Integration in iOS und Google-Websites.

4. WhatsApp-Konkurrenz

Google plant im nächsten Jahr eine neue Messaging-App als Konkurrenz zu WhatsApp auf den Markt zu bringen. Wie The Economic Times berichten, soll das Produkt zunächst in Indien eingeführt werden, wo WhatsApp derzeit 70 Millionen Nutzer verzeichnet. Im Gegensatz zu WhatsApp soll das Google-Pendant kostenfrei sein und Nutzer keinen Google-Account benötigen.

5. Chromecast 2
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Eine zweite Version des Streaming-Mediaplayers von Google soll 2015 mit neuen Funktionen kommen. Geplant seien unter anderem Second Screen-Optionen wie Apps, die parallel zum TV-Programm passende Inhalte zeigen oder Informationskarten über Schauspieler, wie sie Google Play Movies & TV app 2013 einführte.

6. Virtuelle Realität

Mit Cardboard ist Google in die Welt der virtuellen Realität eingestiegen. Das Smartphone wird dabei in eine Pappvorrichtung eingelegt, diese wiederum vor die Augen gehalten. Mit der zugehörigen App funktioniert Cardboard dann wie eine Virtual-Reality-Brille. Ein Beschleunigungssensor im Handy übersetzt die Kopfbewegungen in Steuerbefehle der virtuellen Realität. Google gründete kürzlich eine komplette Abteilung für solche Technologien. Andrew Engadget, Produktmanager der neuen „Cardboard-Abteilung“ sagte in einem Interview: „Wir wollen jedem zeigen, was virtuelle Realität sein kann. Cardboard ist ein guter Start, um Leute in diese Welt einzuführen.“

7. Google X Life Sciences

Google will auch die Medizin verändern. Die Abteilung Google X Life Sciences plant eine Reihe von Innovationen, die Gesundheit fördern sollen. Intelligente Kontaktlinsen sollen beispielsweise kontinuierlich den Glukosegehalt von Diabetikern über die Tränenflüssigkeit messen oder altersbedingter Weitsichtigkeit teilweise bekämpfen. Dafür arbeitet Google mit dem Pharmakonzern Novartis zusammen. Ein Armband soll Nanopartikel im Körper messen und dessen Zustand so stetig kontrollieren – das Gerät wüsste demnach, dass man krank wird, bevor es tatsächlich soweit ist. Bereits auf dem Markt ist ein sich selbst-stabilisierender Löffel, der an Parkinson erkrankten Menschen beim Essen hilft.

In Zusammenarbeit mit der Duke und Stanford Universität sammelt Google zudem Daten für eine sogenannte Baseline Studie, die den Prototypen eines gesunden Menschen definieren soll. „Die Mission von Google X Life Science ist, Gesundheitsmanagement proaktiv statt reaktiv zu gestalten. Letztlich soll es dazu dienen, Krankheiten vorzubeugen und die durchschnittliche Lebenserwartung zu steigern (…)“, fasst Andrew Conrad, Head of Google X Life Sciences zusammen.

8. Selbstfahrende Autos, Google Glass und Display Division

Der Rest bei Google X arbeitet daran, die Zukunft zu erfinden. Die erste fertige Version eines selbstfahrenden Autos stellte das Unternehmen kurz vor Weihnachten vor. Sicherlich ist die Entwicklung damit aber noch nicht abgeschlossen. Zudem soll Google Glass mit einem neuen Modell auf den Markt kommen – diesmal mit Technologie von Intel, wie das Wall Street Journal berichtet. Geplant sei außerdem ein modulares Display-System, bei dem kleine Screens wie Legosteine zu größeren zusammengesetzt werden können.

9. Project Ara: Das Baukasten-Smartphone

Unter Project Ara verbirgt sich ein neues Smartphone-Modell, welches aus einem Basis-Gerät und verschiedenen Modulen zusammengesetzt wird. Komponenten wie Displays oder Kameras lassen sich dabei individuell auswählen, das eigene Telefon wird wie aus einem Baukasten zusammengesteckt. Weitere Infos zu dem geplanten Modell sollen auf der Project Ara Developer Conference im Januar bekannt gegeben werden.

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