Anzeige

„The Wire“: So genial sieht die Kultserie in HD und 16:9 aus

060412-celebs-the-wire-funny-pr-die-musical.png

Darauf haben Fans lange gewartet: Der US-Pay-TV-Sender HBO hat am vergangenen Freitag sein Versprechen gehalten und die Kult-Krimiserie "The Wire", die auch zwölf Jahre nach der Erstausstrahlung als eine der besten Serien der Welt gilt, als HD-Remake in 16:9 ausgestrahlt. Dem vorausgegangen waren aufwändige Nachbearbeitungen, wie der Erfinder der TV-Show verrät.

Anzeige
Anzeige

Nötig waren extrem aufwändige Arbeiten am Originalmaterial, das auf 35mm-Film gedreht worden war. Mit dem 4:3-Bild hatte die Serie fast schon journalistischen Charakter. Einstellungen waren auf das fast quadratische Format abgestimmt. Der Bezahlsender HBO konnte deswegen nicht einfach das Bild auf 16:9 aufziehen, sondern musste teils mühsam Equipment und Teile der Filmcrew nachträglich aus den Aufnahmen entfernen.

Showrunner David Simon beschreibt in seinem Blog ausführlich den Prozess. So mussten teilweise Fehler im Bild, die nur bei höheren Auflösungen zu sehen sind, nachträglich am Computer behoben werden. Außerdem hätte das Team schnell erkannt, das nicht jede Einstellung einfach in 16:9 funktionieren würde, wenn man das Material einfach um mehr Details am linken und rechten Bildschirmrand ergänzt. So hätten teilweise Ausschnitte größer gezogen werden müssen.

Das lässt sich gut am folgenden Ausschnitt aus der Pilotfolge begutachten. Beim ersten Clip handelt es sich um das 4:3-Originalmaterial, das zweite Video zeigt die unbearbeitete 16:9-Fassung, im dritten Clip ist die angepasste Aufnahme zu sehen, die der Szene einen cineastischeren Look verpasst.

Anzeige

Wer keinen HBO-Zugang hat, muss bis zum 5. Januar warten. Dann ist die Serie bei Google Play, Amazon und iTunes verfügbar. Ein Blu-ray-Release ist für Mitte 2015 geplant.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Cineastischerer Look…? Das ist eher spekulativ, glaube ich. Simon selbst weist jedenfalls nur darauf hin, dass im 1. und 3. Beispiel die Akteure unter einem Neonzeichen „Burger“ und „Chicken“ stehen: im 1. Beispiel, weil das 4:3-Format alles andere wegschneidet. Im zweiten Fall (16:9) sieht man zusätzliche Neon-Leuchten, die zu sehen nie beabsichtigt war, weshalb sie in der Nachbearbeitung (3.) wieder rausgeflogen sind. Das wiederum durch einen Crop, der nun macht, dass wir näher an Bey und D’Angelo dran sind, als ursprünglich intendiert. Diese drei Ausschnitte belegen also eher die Schwierigkeiten im Editing eines 4:3-Formats auf 16:9 als dass sie die cineastische Verbesserung illustrieren.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*