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Kooperation von BR, SZ-Magazin und Ufa: zweiter Teil des Films zum NSU-Prozess ab Neujahr online

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Süddeutsche Zeitung, Bayerischer Rundfunk und UFA Fiction setzen ihre Verfilmung des NSU-Prozesses fort. Am 1. Januar wird "Der NSU-Prozess. Die Protokolle des zweiten Jahres" im Internet veröffentlicht. Vier Schauspieler lesen dabei die Mitschriften von Autoren des Süddeutschen Zeitung Magazins in verteilten Rollen.

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172 Verhandlungstage und beinahe zwei Jahre dauert der Strafprozess um um die rechtsextreme Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund nun bereits an. Viele Fragen sind noch immer offen. Das Oberlandesgericht München hat weitere Termine bis Mitte 2015 gesetzt. Es geht um zehn Morde, zwei Bombenanschläge, 15 Banküberfälle und die Frage: Wie konnten die Täter so lange unentdeckt bleiben?

Die Suche nach der Wahrheit ist nicht aber nicht nur für die Justiz unabdinglich, auch die Öffentlichkeit hat ein besonderes Interesse daran. Ein offizielles Gerichtsprotokoll gibt es aber nicht. Die Gerichtsreporter des Süddeutsche Zeitung-Magazins, des Bayerischen Rundfunks und der ARD schreiben daher an jedem Verhandlungstag mit. Mehr noch: In Kooperation mit Ufa Fiction und der Filmakademie Baden-Württemberg haben der BR und das SZ-Magazin den Prozess verfilmt. „Originalton NSU-Prozess: Die Protokolle des ersten Jahres“ war bereits im Januar 2014 erschienen. Am ersten Januar 2015 folgt nun der zweite Teil. Er wird um 16 Uhr zeitgleich auf den Internetseiten des BR und der SZ veröffentlicht. Parallel dazu erscheint am 2. Januar das SZ-Magazin mit einem NSU-Spezial.

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„Der NSU Prozess: Die Protokolle des zweiten Jahres“ dauert 1 Stunde und 52 Minuten. Als Grundlage dienen die Mitschriften der SZ-Magazin-Autoren Annette Ramelsberger, Tanjev Schultz und Rainer Stadler. Die vier Schauspieler Judith Zyan, Franziska Benz, Johannes May und Thomas Zerck lesen die Protokolle in verteilten Rollen. Die zitierten Aussagen der Opfer, Angeklagten und Angehörigen sollen dabei für sich sprechen. Da während der Verhandlungen im Gerichtssaal nicht gefilmt werden darf, runden Illustrationen des englischen Gerichtszeichners Georg Butler die Dokumentation ab. Regie führte Sollen Youssef.

Bettina Reitz, Fernsehdirektorin des Bayerischen Rundfunks: „Nur 50 Zuschauer haben außer Nebenklägern, Anwälten und Medienvertretern an jedem Tag des NSU-Prozesses Platz im Gerichtssaal. Deshalb erklären wir ausführlich den Fortgang des Prozesses in unseren Nachrichten. Filmische Mittel haben aber noch eine andere Kraft, sie machen den Prozess unmittelbar erlebbar und erinnern an die Leiden der Hinterbliebenen und der NSU-Opfer.“

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