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Die erfolgreichsten Internetaktien 2014: Alibaba und Facebook trumpfen auf

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Alibaba: Bereits einer der zehn wertvollsten Konzerne der Welt

Ein furioses Börsenjahr neigt sich dem Ende entgegen: Nie hat das Internet die Wirtschaft und den Alltag mehr bestimmt als 2014. Entsprechend waren Internet-Unternehmen nie wertvoller als heute. Google und Facebook zählen bereits zu den wertvollsten Konzernen der Welt. Die Erfolgsgeschichten des Jahres schrieben jedoch chinesische Internet-Unternehmen – ein Überblick über die erfolgreichsten internationalen Internetaktien des Jahres.

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5: Yahoo: + 26 Prozent

Was das Kerngeschäft betrifft, geht das Warten bei Yahoo weiter. Auch zweieinhalb Jahre nach der Amtsübernahme kann CEO Marissa Mayer nicht die Ergebnisse präsentieren, die sich die Wall Street wünscht: Der Ende 1999 noch wertvollste Internet-Konzern der Welt stagnierte auch 2014 in seiner Geschäftsentwicklung.

Aktionäre konnten sich dennoch über sattes Plus von 26 Prozent freuen. Wie kommt das? Seit 2005 ist Yahoo am aufstrebenden chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba beteiligt, der 2014 an selbst an die Wall Street strebte. Für Marissa Mayer waren die steigenden Bewertungen Alibabas auch 2014 willkommener Rückenwind, der die Yahoo-Aktie immer weiter nach oben trieb. Gleichfalls jedoch bleibt die Frage, was nach einer weiteren Veräußerung der Anteile kommt: Streckenweise bewertete die Wall Street Yahoos Kerngeschäft bereits negativ.

4. Expedia: + 29 Prozent

Es blieb auch in diesem Jahr dabei: Die Reisebuchung im Internet boomt. Davon profitierte nicht nur Branchenprimus Priceline, der mit einem Börsenwert von über 60 Milliarden Dollar weitgehend unbeachtet noch vor Yahoo zu den zehn wertvollsten Internetkonzernen der Welt zählt, sondern auch der kleinere Herausforderer Expedia.

Die frühere Microsoft-Tochter, die schon in den Jahren 2009, 2010 und 2012 mit enormen Kurszuwächsen für Furore gesorgt hatte, zog 2014 auf neue Allzeithochs ab! Die Gewinne und Umsätze legten weiter zweistellig zu, bleiben dabei indes deutlich hinter Platzhirsch Priceline zurück. Aktionäre goutierten die dynamischere Geschäftsentwicklung allerdings mit Kursaufschlägen von 29 Prozent, während die Anteilsscheine von Priceline 2014 unverändert tendierten.

3. Baidu: +32 Prozent

Chinesische Internetaktien erlebten 2014 einmal mehr einen großen Boom – nicht zuletzt durch den enormen Hype um den Börsenkandidaten Alibaba. Auch Tencent, das „Facebook Chinas“, kann sich dieses Jahr über zweistellige Kurszuwächse, Milliardengewinne und einen erstaunlichen Börsenwert von 135 Milliarden Dollar freuen.

Die chinesische Suchmaschine Baidu, die bereits 2005 an der Technologiebörse Nasdaq debütierte und lange Zeit als der wertvollste Internetkonzern des asiatischen Riesenreichs von sich reden machte, ist 2014 nach dem Börsenwert zwar hinter Alibaba und Tencent zurückgefallen. Aktionären dürften über die vergangenen 12 Monate dennoch glücklich sein: Mit einem Kursplus von immerhin 32 Prozent performte Baidu unter den hochkapitalisierten Internetkonzernen am drittbesten.

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2. Facebook: + 48 Prozent

Schöne Bescherung für Facebook-Aktionäre: Pünktlich zu Weihnachten sprintete das weltgrößte Social Network auf den höchsten Stand aller Zeiten. Zeitweise 82 Dollar wurden für Anteilsscheine von Facebook vergangene Woche bewilligt – Freitag waren es noch knapp 81 Dollar. Das zehn Jahre alte Internet-Unternehmen ist damit 225 Milliarden Dollar wert – so viel wie nie. Aktionäre, die seit Januar investiert sind, konnten sich über spektakuläre Zuwächse von 48 Prozent freuen.

Daran hat auch das boomende Foto-Netzwerk Instagram, das in diesem Jahr erst die Marke von 200 und dann sogar 300 Millionen Nutzern durchbrach, seinen Anteil. Für gerade mal 715 Millionen Dollar riss sich Facebook das Foto-Netzwerk vor zweieinhalb Jahren unter den Nagel. Heutiger Wert nach Meinung der Investmentbank Citigroup: Enorme 35 Milliarden Dollar – eine Verfünfzigfachung des Wertes also!

Dass Konzernchef Mark Zuckerberg grundsätzlich kein Problem damit hat, großes Geld in die Hand zu nehmen, machte der 30-Jährige gleich zu Jahresbeginn deutlich: Facebook schnappte sich die boomenden Messenger-App WhatsApp für enorme 22 Milliarden Dollar und leistete sich damit die größte Internet-Übernahme des Jahres.

1. Alibaba: + 56 Prozent

Geschlagen geben musste sich Mark Zuckerberg dennoch gleich doppelt: Nicht nur der Platz für die größten Kurszuwächse geht an den Internet-Auftsteiger Alibaba – der E-Commerce-Riese aus China ist mit einem Börsenwert von 263 Milliarden Dollar auch schon deutlich mehr wert als das weltgrößte Social Network.

Tatsächlich ist Konzernchef Jack Ma 2014 der totale Triumphzug gelungen: Alibaba legte im September mit einem Emissionsvolumen von über 25 Milliarden Dollar den größten Börsengang aller Zeiten hin. Aktionäre, die das Glück hatten, bei der Zeichnung berücksichtigt zu werden, konnten sich nicht nur aus dem Stand über spektakuläre Kurszuwächse freuen, sondern sogar bis Jahresende ein weiteres Kursplus verbuchen: Die Alibaba-Aktie legte von 68 auf 106 Dollar zu – ein Wertzuwachs von 56 Prozent.

Morgen: Die schwächsten internationalen Internetaktien des Jahres 2014. Deutsche Internet-Unternehmen finden zudem in einem gesonderten Artikel im weiteren Wochenverlauf ihre Berücksichtigung.  

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