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40 bis 45 Milliarden Dollar: Xiaomi und Uber im Bewertungswettkampf

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Das Börsenjahr 2014 befindet sich auf der Zielgeraden. Besitzer von Tech- und Internetaktien konnten gut verdienen, wenn sie rechtzeitig investiert waren. Dank des IPOs des chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba entwickelte sich 2014 zum besten Jahr für Börsengänge seit der Millenniumswende. 2015 könnte es so weiter gehen, sofern die beiden wertvollsten privat geführten Unternehmen aufs Börsenparkett streben: Uber und Xiaomi.

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Ein weiteres Jahr der Kurszuwächse neigt sich dem Ende entgegen: Wenn nichts ganz Gravierendes mehr passiert, werden die großen US-Börsenindizes Dow Jones und Nasdaq 2014 im Plus beenden. Während die größten Jahresgewinner unter den Technologie- und Internetaktien noch prozentual zu ermitteln sind, steht der mit Abstand größte Börsengang bereits fest: Alibaba gelang im September nicht weniger als das größte IPO aller Zeiten.

25 Milliarden Dollar erlöste der chinesische E-Commerce-Riese aus dem Stand und konnte Anleger, die am ersten Handelstag kauften, trotzdem bis heute noch mit zweistelligen Kurszuwächsen glücklich machen.

Uber 2014 schon mit 2 Milliarden Umsatz

Stellt sich die Frage, welches Tech- bzw. Internet-Unternehmen für 2015 in die Pole-Position fahren kann. Zwei mögliche Kandidaten drängen sich an zwei verschiedenen Enden des Globus auf, sofern sie denn in den kommenden zwölf Monaten schon so weit sind, an die Kapitalmärkte zu streben.

Da ist auf der einen Seite das am höchsten bewertete Start-up des Silicon Valleys: Der Online-Fahrvermittlungsdienst Uber erlebte trotz einer PR-Panne nach der anderen ein Jahr auf der Überholspur. Das fünf Jahre alte US-Unternehmen, das mit seiner Taxi-App Fahrgäste und Fahrer zusammenbringt, soll  2014 einen Umsatzsprung auf 10 Milliarden Dollar anpeilen, bei dem nach Zahlungen an die Fahrer immer noch Erlöse in Höhe von 2 Milliarden Dollar überbleiben, berichtete der Business Insider zuletzt.

Uber wird bereits mit 41 Milliarden bewertet …
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Lohn der Umsatzexplosion: Die Bewertung legte 2014 ebenso exponentiell zu und zog in der jüngsten Finanzierungsrunde bis auf enorme 41 Milliarden Dollar an, obwohl nur einen Monat zuvor noch eine Maximalbewertung von 30 Milliarden Dollar möglich schien.

Geht es nach dem früheren Internetaktienanalysten Henry Blodget, der heute das Blogkonglomerat Business Insider verantwortet, sind im Falle eines IPOs noch ganz andere Summen vorstellbar: „Investoren erwarten, dass Uber in einigen Jahren zu einer Bewertung von 50 bis 100 Milliarden Dollar an die Börse geht“, bemerkte Blodget unlängst. 2015 könnte es schon soweit sein, wenn der Fahrvermittler aufs Tempo drückt.

Xiaomi sogar schon mit 45 Milliarden Dollar

In ganz ähnliche Bewertungsdimensionen könnte unterdessen auch ein Tech-Emporkömmling aus dem Reich der Mitte schießen – Xiaomi!  Xiaomi? Der erst 2010 gegründete Smartphone- und Tablet-Hersteller positioniert sich als aggressiver Apple-Klon höchst erfolgreich auf dem Heimatmarkt. Das fünf Zoll große Smartphone Mi4, das mit 250 bis 300 Euro nicht mal halb so viel kostet wie das Galaxy S5, steht Samsungs Flaggschiff technisch in kaum etwas nach.

Die Nachfrage nach Xiaomi-Smartphones ist dann auch eine der ganz großen Erfolgsstories des Jahres: Die Chinesen überholten auf dem heimischen Markt gleichermaßen Apple und Samsung und schwangen sich nach Absatzzuwächsen von fast 300 Prozent zur neuen Nummer eins im Reich der Mitte auf – weltweit ist Xiaomi bereits die Nummer drei.

Soviel Aufwärtsmomentum macht begehrlich: Wie das Wall Street Journal am Wochenende enthüllte, konnte Xiaomi gerade erst eine Finanzierungsrunde über eine Milliarde Dollar abschließen – zu einer Bewertung von 45 Milliarden Dollar. Die Gewinne fallen dabei noch erstaunlich überschaubar aus – im vergangenen Jahr verdiente Chinas Smartphone-Riese gerade mal 56 Millionen Dollar, wie aus dem Börsenzulassungsantrag hervorgeht.

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