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Deutsche Telekom will T-Online an Axel Springer verkaufen

Der Verlagssitz des Axel Springer Konzerns in Berlin
Der Verlagssitz des Axel Springer Konzerns in Berlin

Die Telekom will offenbar ihr Internet-Portal T-Online an Axel Springer verkaufen. Das berichten übereinstimmend der Spiegel und die WirtschaftsWoche. Auch mit der Burdas Online Tochter Tomorrow Focus AG habe die Telekom verhandelt. Die ToFo Ag sei aber in erster Linie nur an dem T-Online Vermarkter Interactive Media interessiert gewesen und die Gespräche hätten zu keinem Ergebnis geführt. Die Verkaufsgespräche mit Springer befänden sich allerdings noch in einem frühen Stadium, heißt es.

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Die Telekom hat bereits vor einiger Zeit ihr Geschäft als Internet-Zugangsprovider von T-Online getrennt. T-Online ist in erster Linie das bekannte Portal gleichen Namens sowie ein E-Mail-Anbieter. Außerdem gehört noch der Online-Werbevermarkter Interactive Media dazu. Unklar ist laut Spiegel, ob im Falle eines Deals die Telekom die T-Online-Mailadressen weiterbetreibt. Vorstellbar sei, dass Springer den Namen T-Online nutzt und dafür Lizenzgebühren an die Telekom zahlt.

Die WirtschaftsWoche weist darauf hin, dass ein Verkauf von T-Online an Springer auch kartellrechtliche Probleme mit sich bringen könnte – immerhin würden in dem Fall eines Zusammenschlusses das laut AGOF reichweitenstärkste (T-Online) und das dritt-reichweitenstärkste Portal (Bild.de) in Deutschland zu einem Unternehmen gehören. Der T-Online Vermarkter Interactive Media ist der größte Online-Vermarkter in Deutschland. Für Springer wäre der Deal ein großer Schritt. Die Telekom dürfte allerdings hohe Preisvorstellungen haben.

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T-Online ist mit rund 100 Mio. Euro Jahresumsatz und einem ein- bis zweistelligen Mio-Gewinn ein profitables Geschäft. Laut Spiegel betont die Telekom-Seite darum auch, dass kein Verkaufsdruck besteht. Für die Telekom ist der Verkauf eine strategische Frage: Der Konzern trennt sich schrittweise von seinem Mediengeschäft. Auch den Musikservice Musicload und die Scout24-Gruppe (Kleinanzeigen) hat die Telekom bereits abgestoßen. Im Fall von Scout 24 war Springer auch lange Zeit interessiert, ein Deal scheiterte letztlich an den Preisvorstellungen der Telekom. Schließlich ging die Scout 24 an einen Finanzinvestor.

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Alle Kommentare

  1. Die Agof-Zahlen zur Grundlage eines Kartellverfahrens zu machen, wäre nun wirklich lächerlich – die meistbesuchten Webseiten in Deutschland heissen weder T-Online, noch Bild.de oder Spiegel Online, sondern Google, Facebook, Amazon und eBay, nur sind die nicht Agof-gemeldet.

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