Für Ukraine-Berichterstattung: ARD-Reporterin Golineh Atai wird als „Journalistin des Jahres“ 2014 ausgezeichnet

 Golineh Atai (Foto: medium magazin)
Golineh Atai (Foto: medium magazin)

Publishing Golineh Atai wird vom medium magazin als "Journalistin des Jahres" 2014 ausgezeichnet. Die 40 Jahre alte Russland-Korrespondentin von WDR und ARD wurde von einer rund 80-köpfigen Jury vor allem auch wegen ihrer Berichterstattung über die Ukraine-Krise gewählt. Auszeichnungen gibt es außerdem u.a. für "Reporter ohne Grenzen", Ex-Spiegel-Chef Georg Mascolo, Jan Böhmermann und postum für Frank Schirrmacher.

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Die Jury des medium magazins begründete die Wahl von Golineh Atai zur „Journalistin des Jahres“ folgendermaßen: „Golineh Atai hat es geschafft, in der seit über einem Jahr andauernden Debatte über die Ukraine-Krise eine herausragende Berichterstattung zu bieten. Der Russland-Korrespondentin der ARD gelingt es, keine vorgefertigte Meinung zu reproduzieren. Sie bleibt immer genau, erklärt sich, wenn sie etwas nicht beantworten kann, zeigt außergewöhnliches Einfühlungsvermögen im Umgang mit ihren Interviewpartnern. Sie ist fair und präzise, stellt sich der Kritik, ist souverän im Umgang mit Hassbloggern und Meinungsagenten.“

Für sein Lebenswerk wird postum der verstorbene FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher geehrt. „Redaktion des Jahres“ ist das Team des Sportmagazins 11 Freunde.

In den acht Fachkategorien werden ausgezeichnet:

Chefredaktion überregional: Kurt Kister, Süddeutsche Zeitung

Chefredaktion regional: Stephan-Andreas Casdorff, Lorenz Maroldt, Tagesspiegel

Politik: Georg Mascolo, Rechercheverbund NDR/WDR/SZ

Wirtschaft: Bastian Obermayer,  Süddeutsche Zeitung

Kultur/Unterhaltung: Jan Böhmermann, ZDFneo

Sport: Moritz Müller-Wirth, Die Zeit

Wissenschaft: Amrai Coen/Malte Henk, Die Zeit

Reporter überregional: Annette Ramelsberger, Süddeutsche Zeitung

Reporter regional: Julius Tröger, Berliner Morgenpost

Newcomer: David Schraven, Correctiv

Die Preise werden am 23. Februar 2015 im Deutschen Historischen Museum in Berlin verliehen. Die kompletten Jury-Begründungen gibt es unter www.mediummagazin.de.

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Alle Kommentare

  1. Das ist eine Frechheit diese Frau in der Öffentlichkeit sprechen zu lassen. Aber sie wird ihre Anweisungen haben und versucht uns ihre Meinung glaubhaft zu machen. Mein Blutdruck steigt wenn sie spricht

  2. Der zweite Journalismuspreis für Atai in diesem Jahr für die Ukraine-Berichterstattung. Ein erneuter Schlag ins Gesicht für alle Zuschauer und vor allem für alle Kritiker, die nebenbei noch als „Hassblogger und Meinungsagenten“ beleidigt werden.

  3. Selten so gelacht, wie beim Lesen der Begründung. Bezeichnend der letzte Satz, wo von Hassbloggern und Meinungsagenten die Rede ist. Dieses Vokabular steht verdammt nahe zu „Volksschädlingen“ und „Entarteten“. Die Böcking wird zur Gärtnerin. Ich kann es nicht fassen!

  4. In der Tat: eine köstliche Realsatire!!
    Steht die Qualiätssonne niedrig genug, wirft auch eine „Journalistin des Jahres“ lange Schatten 🙁
    Aber prämiert wird ja nur EINE Jubelperserin als primus inter pares,
    der ZAPP-Report erfährt nun noch im Nachhinein seine Bestätigung.

  5. Das Vertrauen in die Medien hat abgenommen, vor allem auch wegen Journalismus-Leistungen wie ihren. In spätestens zehn Jahren wird man sich für diese Preisverleihung schämen, am meisten die Preisträgerin selbst. Der Tagesjournalismus lebt davon, eine Grundtatsache des Lebens zu ignorieren: Die Wahrheit kommt leider nur langsam ans Licht, dafür aber unaufhaltsam. Lügen zerschmelzen wie Schnee.

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