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Leiter der Henri Nannen-Schule: „In fünf Jahren gibt es keine General-Interest-Magazine mehr“

Andreas Wolfers, Leiter der Henri-Nannen-Schule
Andreas Wolfers, Leiter der Henri-Nannen-Schule

Diese Aussagen dürften vielen seiner Ex-Schüler bei stern & Co. nicht gerade gefallen. Für ein Videoformat von NextMedia denkt Andreas Wolfers, Chef der Henri Nannen-Schule, über die Frage nach, wie Journalismus im digitalen Zeitalter funktionieren könnte. Sein Ausgangspunkt: "In fünf Jahren gibt es keine General-Interest Magazine mehr".

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Auch seine weiteren Überlegungen garantieren nicht wirklich ein Überleben vieler großer Verlagshäuser, so wie wir sie heute kennen. So meint Wolfers, dass Journalisten heute neben guten Rechercheuren und Autoren, auch Künstler und Kuratierer sein müssen, die immer gezwungen sind, sich zu fragen, welche ihrer unterschiedlich produzierten Inhalte gerade refinanzierbar sind.

„Die Zukunft liegt in Special-Interest-Angeboten im Netz“, meint der ehemalige Textchef des stern. „Kleine Zielgruppen erhalten hochwertige Inhalte, die genau auf ihre Interessen zugeschnitten sind“. Dann wären sie auch bereit, hohe Preise zu zahlen. Klingt wie aus der Selbstbeschreibung von Politico.

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„Wir leben in einer Phase des Übergangs“, sagt Wolfers im Interview aus der „Backyard TV“-Reihe weiter. Zudem befinde sich nicht der Journalismus, sondern die Geschäftsmodelle dahinter in einer Krise. Neben dem Leiter der Henri Nannen-Schule befragen die Autoren der Kurz-Doku noch Medienwissenschaftler Stephan Weichert und die Hostwriter-Macherin Christina Mühlparzer.

Wann die Krise der Geschäftsmodelle beendet sein wird, wissen alle Drei nicht. Doch Wolfers glaubt fest daran, dass es dann „wieder florierenden, sich selbst finanzierenden Journalismus geben wird“.

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