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Schwache Zahlen für den „ARD-Jahresrückblick“ und den „Goldenen Umberto“

Der „ARD-Jahresrückblick“ mit Caren Miosga und Thomas Roth
Der "ARD-Jahresrückblick" mit Caren Miosga und Thomas Roth

Die Unlust der Menschen auf Jahresrückblicke traf am Montag auch Das Erste: Nur 2,56 Mio. wollten den "ARD-Jahresrückblick" sehen - schwache 7,9%. Unter dem Soll blieb später auch die ProSieben-Show "Circus Halligalli" mit der leidlich witzigen Verleihung des "Goldenen Umbertos" - 9,8% bei den 14- bis 49-Jährigen sind wenig.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Montag wissen müssen:

1. „ARD-Jahresrückblick“ stößt auf wenig Interesse, ZDF punktet mit Ehekomödie

2,56 Mio. „Jahresrückblick“-Zuschauer sind für ein solches Format ein deutlich zu geringer Wert. Der Marktanteil von 7,9% liegt meilenweit unter dem 12-Monats-Durchschnitt des Ersten von 12,6%. Auch „Hart aber fair“ landete danach mit 3,32 Mio. und 10,4% unter diesem Wert, in die Nähe kamen erst die „Tagesthemen“ um 22.20 Uhr – mit 2,98 Mio. Sehern und 12,2%. Besser lief es am Abend im ZDF. Zunächst sahen stolze 5,36 Mio. die Ehekomödie „Meine Frau, ihr Traummann und ich“ – 16,2%. Später kam die Free-TV-Premiere von „Safe House“ mit Denzel Washington und Ryan Reynolds mit 2,36 Mio. zwar nur auf solide 12,5%, der Thriller punktete dafür mit 11,0% bei den 14- bis 49-Jährigen.

2. RTL holt dreifachen Doppelsieg mit „Bauer sucht Frau“ und „Wer wird Millionär?“

Nicht allzu oft sehen die Tages-Charts der drei wichtigsten Zuschauergruppen – Gesamtpublikum, 14-49 und 14-59 – an der Spitze so aus wie heute. Alle drei Rankings werden von „Bauer sucht Frau“ und „Wer wird Millionär?“ angeführt. Inka Bauses Bauern gewannen dabei dreimal: mit 6,41 Mio. Gesamt-Zuschauern, 3,63 Mio. 14- bis 59-Jährigen und 2,45 Mio. 14- bis 49-Jährigen, sowie extrem ähnlichen Marktanteilen von 20,1% bis 20,2%. Platz 2 geht jeweils an Günther Jauch: mit 6,13 Mio. Gesamt-Zuschauern, 2,77 Mio. 14- bis 59-Jährigen und 1,78 Mio. 14- bis 49-Jährigen und Marktanteilen von 14,7% bis 18,7%.

3. ProSieben mit „Circus Halligalli“ und „Big Bang Theory“ unter 10%, Sat.1 punktet mit „Hugo Cabret“

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Klar unter dem Soll blieb den ganzen Abend lang ProSieben. Holten „Die Simpsons“ ab 20.15 Uhr bei den 14- bis 49-Jährigen wenigstens noch 10,5% und 10,2%, ging es für die beiden „The Big Bang Theory“-Wiederholungen danach auf unschöne 9,3% und 9,6% herab. Auch der „Circus Halligalli“ mit der Verleihung des „Goldenen Umbertos“ blieb auf dem Niveau: 820.000 14- bis 49-Jährige reichten nur für 9,8%. Klar über die Sender-Normalwerte ging es erst danach für „TV total“: 570.000 junge Zuschauer entsprachen guten 12,8%. Zufrieden sein kann Sat.1: „Die Entdeckung des Hugo Cabret“ erzielte bei den 14- bis 49-Jährigen und den 14- bis 59-Jährigen 11,5% und 11,0%.

4. kabel eins stark mit „Lethal Weapon“, RTL II mit „Geissens“ und „Trödeltrupp“

Gute Zahlen gab es auch bei kabel eins und RTL II. kabel eins lockte mit „Lethal Weapon 3“ diesmal 810.000 14- bis 49-Jährige an – ein guter Marktanteil von 7,0%. Auch RTL II landete weit über dem eigenen Sender-Soll: Zunächst lockten „Die Geissens“ genau 1,00 Mio. junge Zuschauer an und erreichten damit 8,4%, im Anschluss erzielte „Der Trödeltrupp“ mit 990.000 sogar starke 9,3%. Blass blieben hingegen die beiden Vox-Serien „Arrow“ und „Grimm“ – mit 820.000 und 710.000 14- bis 49-Jährigen, sowie 6,8% und 5,8%.

5. zdf_neo stark mit Krimi, SWR mit Quiz

Wie an jedem Montag erkämpfte sich zdf_neo auch diesmal eindrucksvolle Zahlen mit der Krimiserie „Inspector Barnaby“. 1,11 Mio. und 1,21 Mio. sahen die beiden 90-Minüter ab 20.15 Uhr – grandiose Marktanteile von 3,4% und 4,8%. Auf ähnlichem Niveau befand sich ab 22 Uhr das SWR Fernsehen: Die Quiz- und Spielshows „Sag die Wahrheit“ und „Meister des Alltags“ schalteten dort 750.000 bis 920.000 Leute ein – tolle 3,3% bis 4,2%. Klar über dem Soll landete auch der NDR mit „Markt“ und dem „Weihnachts-Check“: 1,14 Mio. und 1,08 Mio. entsprachen 3,5% und 3,2%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums, der 14- bis 49-Jährigen und der 14- bis 59-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Die Analyse ist falsch. Es gäbe schon ein Interesse an Jahresrückblicken. Aber sie kommen viel zu früh – früher waren sie „zwischen den Jahren“ oder um Dreikönig herum. Und sie waren peppiger, stets mit einem Ausblick. Heute merkt man ihnen an: Pflichtaufgabe. Lustlos, ideenlos, seelenlos wirken sie zusammengeschoben und herunter geleiert. Da friert man vor Gemütlichkeit.

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