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„Müsste man mal machen, aber…“: Neue Crowdfunding-Plattform will Investigativ-Recherchen finanzieren

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Neue Crowdfunding-Plattform von Correctiv

Wer immer schon eine Investigativrecherche in Auftrag geben wollte, sie aber nicht selbst finanzieren konnte oder wollte, den interessiert möglicherweise eine neue Plattform des Recherchebüros Correct!v. Auf der Crowdfunding-Plattform können Bürger Geld für ihre Geschichten direkt bei den Lesern sammeln.

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Alle Vorschläge für Recherchen, die bei Crowdfunding.Correctiv.Org eingehen, werden zunächst von den Journalisten des Recherchebüros Correct!v geprüft. Erst dann werden sie auf der Plattform freigeschaltet. Erreicht ein Projekt über die eingehenden Geldbeträge die erforderliche Finanzierung, kann der Einreicher loslegen. Wichtig, auch als Anreiz: Jede finanzielle Unterstützung kann von der Steuer abgesetzt werden, weil Correct!v gemeinnützig ist.

Der Rechercheur wird jeweils durch einen Correct!v-Reporter unterstützt, der das Projekt bis zum Ende begleitet. Die Correct!v-Macher um Bürochef David Schraven garantieren, dass jedes erfolgreich finanzierte Projekt auch zuende geführt wird. Falls der oder die Einreicher selbst nicht weiterkommen, führt Correct!v die Recherche weiter. Correct!v wurde in diesem Jahr gegründet – finanziert wird das gemeinnützig operierende Büro maßgeblich von der Brost-Stiftung.

Schraven sagt: „Intensive Recherchen sind unverzichtbar, um unsere Gesellschaft aufzuklären. Ideen für Geschichten gibt es genug. Nur müssen diese auch finanziert werden. Wer über unsere Plattform seine Geschichte finanziert bekommt, kann unabhängig arbeiten.“

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In erster Linie werden vermutlich (freie) Journalisten ihre eigenen Geschichten über die Plattform finanzieren wollen. Andererseits wird es nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis viele Bürger geben, die Ansätze für interessante Recherchen haben, diese aber oft nicht selber verfolgen, weil ihnen dazu Zeit und Mittel fehlen. Klassisch wenden die sich an „ihre“ Zeitung am Ort – denen aber oft ebenfalls die Ressourcen fehlen. So gesehen, könnte die Plattform tatsächlich helfen, bisher unveröffentlichte Fehlentwicklungen aufzuklären und zu veröffentlichen.

Beim Aufbau und dem Betrieb der Plattform arbeitet Correct!v mit dem Netzwerk Startnext zusammen, der nach eigenen Angaben größten deutschsprachigen Crowdfunding-Community.

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