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Kein „wilder Luxus“ mehr: Margit J. Mayer verlässt Burdas Harper’s Bazaar

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Kerstin Schneider (l.) übernimmt Harper's Bazaar von Margit J. Mayer

Kerstin Schneider übernimmt von Margit J. Mayer die Chefredaktion der Luxus-Modezeitschrift Harper's Bazaar. Das gab Burda am Dienstag bekannt. Die knappe Mitteilung ist für die kleine Welt der Hochglanzzeitschriften keine wirkliche Überraschung. Zu lange schwelte es schon. Dennoch: mit Mayer tritt ein zuweilen exzentrischer Star ab.

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Dass Margit J. Mayer, die lange die deutsche Ausgabe des Architectural Digest für Condé Nast leitete, keine besonders pflegeleichte Chefredakteurin ist, wusste vermutlich auch Burda-Vorstand Philipp Welte. Mit sehr sehr warmen Worten hatte Welte Mayer im Juni vergangenen Jahres zu einer Art modernen Diana Vreeland (v)erklärt. Vreeland hat die amerikanische Bazaar-Ausgabe geprägt. Mayer sei so legendär wie stilprägend, hatte Welte auf einer Party zur Fashion Week gesagt.

Mayer selbst hatte ihren Anspruch damals so formuliert: sie wolle „wilden Luxus“ im Blatt. Burda hatte die Redaktion der „schillernden Highend-Marke“ (Welte) extra nach Berlin verlegt. was wohl auch nicht nur Weltes Wunsch, sondern auch der von Margit Mayer war.

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Eine IVW-gemeldete Auflage hat Bazaar (noch) nicht vorzuweisen. Insofern ist der Erfolg oder Misserfolg der Neueinführung nicht zahlenmäßig zu belegen. Die Druckauflage liegt nach Angaben des Verlags bei 170.000 Exemplaren.  Tatsache ist, dass Mayer nach nur etwa zwei Handvoll Ausgaben geht. Hinter den Kulissen hatte es dem Vernehmen nach einmal zu oft gerumpelt. Vermutlich hat man sich in München auch etwas mehr von der Einführung des Klassikers der Modemagazin-Marken versprochen. Mayer gebühre „Dank für ihr Engagement bei der Aufbauarbeit für die deutsche Ausgabe“, heißt es kurz in einer Pressemitteilung.

Kerstin Schneider ist Fashion Director der deutschen Ausgabe von Elle, die ebenfalls von Burda verlegt wird. Über sie sagt BurdaStyle-Geschäftsführerin Manuela Kampp-Wirtz: „Kerstin Schneider ist eine Journalistin mit großem stilistischem Gespür, mit exzellentem handwerklichen Können und einer beeindruckenden Fähigkeit, Mode zu inszenieren – ob auf Hochglanz oder digital. Sie steht ebenso für Haute Couture wie für Streetstyle, sie verkörpert Klassik und Trendbewusstsein.“

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