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Unnötigste Negativ-PR des Jahres: Nach Geiselnahme erhöht Uber in Sydney erst einmal die Preise

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Es gibt zur Stunde wohl kein Unternehmern, dem es spielender gelingt, sich ständig unbeliebt zu machen, als den Taxi-App-Anbieter Uber. Neuer Negativ-Coup des Startups: Als erste Reaktion auf die Geiselnahme in der Innenstadt von Sydney erhöhten die US-Amerikaner die Preise. Immerhin war die Nachfrage nach Taxis sprunghaft gestiegen. Die Nutzer reagierten allerdings entsetzt. Selten war ein Shitstorm so vorprogrammiert.

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Wie es sich für ein echtes Silicon-Valley-Startup gehört, bestimmt bei Uber ein Algorithmus die Preisgestaltung. Stellt der Computer fest, dass die Nachfrage steigt, erhöhen sich auch die Tarife. So weit so logisch.

Nachdem in Sydney ein Islamist rund 20 Menschen in einem Café als Geiseln genommen hatte, stellte die Polizei einen Teil des öffentlichen Nahverkehrs in der Stadt ein. Die Menschen sahen sich gezwungen, teilweise auf Taxis umzusteigen. Also hob der Algorithmus gleich einmal die Preise an.

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Die Folge war ein Sturm empörter Kunden. In einer ersten Reaktion lieferte Uber noch die lahme Rechtfertigung, dass man mit den höheren Preisen mehr freie Fahrer motivieren wollte, in die Innenstadt zu fahren. Als die massive Kritik nicht nachließ ruderten die US-Amerikaner dann doch zurück und boten an, die Menschen aus dem Stadtzentrum „kostenlos sicher nach Hause zu bringen“ und die zuvor kassierten Wuchertarife zurückzuzahlen.

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