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Trotz Drei-Tages-Streik: Amazon verspricht pünktliche Weihnachtslieferung

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So langsam könnte es für den Weihnachtsmann doch knapp werden. Nach dem in der vergangenen Woche bereits im größten deutschen Versandzentrum von Amazon in Bad Hersfeld gestreikt wurde, wollen die Ver.di-Mitglieder nun gleich an fünf Standorten für drei Tage die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft versucht mittlerweile alles, um das Weihnachtsgeschäft des US-Unternehmens zu stören und Amazon zu Gesprächen zu bewegen.

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Den Streik-Auftakt machte der Standort in Bad Hersfeld um kurz nach Mitternacht. Mitarbeiter in Leipzig, Graben, Rheinberg und Werne folgten mit Beginn der Frühschicht.

“Solange Amazon den Beschäftigten den Respekt und Schutz durch Tarifverträge verweigert, werden wir den Druck aufrechterhalten“, sagt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Die Gewerkschaft fordert Amazon seit über einem Jahr auf, seine rund 9.000 Mitarbeiter in Deutschland nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels zu bezahlen. Seitdem kam es zu mehreren Streiks. Bislang zählt sich der Versandhändler jedoch zur Logistikbranche und verweigert die Aufnahme von Tarifverhandlungen.

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Amazon zeigt sich jedoch weiter unbeeindruckt und verspricht, trotz Weihnachtsstress alle Zustellungen pünktlich einzuhalten. „Wir liefern zuverlässig“, zitiert Zeit Online die Amazon-Sprecherin Anette Nachbar. So würden an den Ausständen immer nur eine Minderheit der Mitarbeiter teilnehmen.

Tatsächlich war es Amazon bislang immer gelungen weitestgehend pünktlich zu liefern, weil das Unternehmen sein europaweites Netzwerk aus 28 Logistikzentren in sieben Ländern dementsprechend aussteuern konnte. So beruhigt der Standortleiter des größten Versandzentrums in Bad Hersfeld: „Streiks sind ein Szenario, auf das wir vorbereitet sind.“

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