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Neue FB-Suche: Facebook verbannt Microsofts Suchmaschine Bing

Hat ein Fake-News-Problem: Facebook-CEO Mark Zuckerberg
Hat ein Fake-News-Problem: Facebook-CEO Mark Zuckerberg

Mark Zuckerberg lässt schon wieder die Muskeln spielen: Eine Woche nach seiner Breitseite gegen Apple-Chef Tim Cook hat er nun einen anderen Techpionier brüskiert. Und der ist auch noch Investor: Microsoft muss sich damit abfinden, dass die Suchergebnisse beim weltgrößten Social Network nicht länger von Bing kommen, sondern von Facebook selbst.

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Knapp zwei Jahre nach der Ankündigung hat Facebook weiter seine Suche revolutioniert: In der vergangenen Woche rollte Facebook in den USA seine neue Schlagwort-Suche aus, die in erster Linie dazu dient, aus den unzähligen Datenmengen, die 1,3 Milliarden Mitglieder und unzählige Fanpages jeden Tag produzieren, Posts nach Stichworten finden zu können.

Bislang war genau das ja der große Malus: Im Gegensatz zu Twitter war es bislang extrem schwierig, Postings, Kommentare oder Videos bei Facebook zu finden. Nun ist es zumindest im Mutterland USA möglich, den eigenen Newsfeed nach Keywords zu durchforsten. Die Eingabe eines entsprechenden Begriffs fördert alle passenden Inhalte aus der eigenen Timeline zu Tage. So ließen sich beispielsweise bei einer Suche nach „Leistungsschutzrecht“ alle Postings, Kommentare und Link-Verweise mit dem entsprechenden Schlagwort finden.

Bing fliegt aus Facebook: Satya Nadellas erster Rückschlag als Microsoft-CEO
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Darüber hinaus verwies Facebook bislang auf die interessanten Suchergebnisse im Web, die natürlich nicht vom Erzrivalen Google, sondern seit zwei Jahren vom Investor Microsoft über die Suchmaschine Bing bereitgestellt wurden. Microsoft ist an Facebook seit 2007 über ein 1,6 Prozent-Engagement beteiligt, für das der Software-Riese seinerzeit 240 Millionen Dollar überwies – fraglos eines der besten Investments der Ballmer-Ära, das seinen Wert bis heute um den Faktor 15 gesteigert hat.

Trotzdem lässt sich Zuckerberg nicht ins Kerngeschäft reinreden und hat nun eine Entscheidung getroffen, die dem neuen Microsoft-Boss Satya Nadella nicht schmecken kann. Bing spielt in Facebooks Social Graph keine Rolle mehr – die Suche spuckt keine Ergebnisse von Microsofts Suchmaschine mehr aus. Das Social Network begründete den Schritt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters damit, dass künftig einzig und allein eigene Suchergebnisse angezeigt werden sollen.

Auch wenn Facebook sofort gegenüber Reuters betonte, weiter mit Microsoft in strategischer Form zusammenzuarbeiten, ist der Facebook-Ausschluss der erste große Rückschlag für Satya Nadella in seinem ersten Jahr als Microsoft-CEO. Facebook verzeichnet pro Tag über eine Milliarde Suchanfragen, während sich Bing mit einem Marktanteil von immerhin 20 Prozent als zweitgrößte Suchmaschine  etabliert hat.

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