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Serien-Offensive: Netflix will in fünf Jahren 20 Eigenproduktionen anbieten

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"House of Cards": Türöffner für Netflix' Welterfolg

Ambitionierte Ziele bei Netflix: Der boomende Video-on-Demand-Anbieter, der mit Eigenproduktionen wie “House of Cards” und “Orange is the new Black” von sich reden macht, will in den nächsten fünf Jahren schon bemerkenswerte 20 eigene Serien anbieten. Die Wall Street fürchtet sich unterdessen vor den Kosten.

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Stehen Kevin Spacey als skrupelloser US-Politiker Frank Underwood, der es in Washington buchstäblich bis nach ganz oben schafft, noch fünf weitere Staffel bevor? Das wäre die Logik, wenn man die Kultserie „House of  Cards“ an anderen US-Erfolgsserien wie „Mad Man“ oder „Californication“ misst – sie alle enden nach sieben Staffeln.

Und es würde ins Konzept passen, das der Streaming-Anbieter Netflix gestern durchblicken ließ: Die mit „House of Cards“ gestarteten Eigenproduktionen sollen in Zukunft massiv ausgeweitet werden. Bis zu 20 Serien aus dem eigenen Schneideraum sollen Kunden in fünf Jahren pro Saison erwarten dürfen, ließ Netflix-Manager Theodore Sarandos gestern auf einer Branchenkonferenz durchblicken.

Künftig mehr Inhalte- als Streaming-Anbieter
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Damit wird deutlich, dass sich das 17 Jahre alte US-Unternehmen, das 1997 noch als DVD-Versender begann, immer wieder mehr als Inhalte- denn als Streaming-Anbieter versteht und damit in Konkurrenz zu Seriensendern wie HBO (“Sex and the City”, “True Detective”) tritt, der seinerseits im kommenden Jahr einen Streaming-Dienst im Internet anbieten will.

Das von CEO Reed Hastings geführte US-Unternehmen ist an der Wall Street eine der größten Erfolgsschichten der vergangenen Jahre – die Aktie legte binnen 24 Monaten um fast 1.000 Prozent zu, ehe Aktionäre Gewinne einstrichen. Seit den jüngsten Quartalszahlen ist der Wind jedoch gedreht – das Papier verlor an nur einem Handelstag mehr als 25 Prozent.

Auch gestern reagierten Anleger skeptisch und schickten die Aktie nach der Eigenproduktionsankündigung um 3 Prozent nach unten. Ausschlaggebend dürfte dafür die Sorge vor hohen Produktionskosten sein: Allein die ersten beiden Staffeln von “House of Cards” sollen 100 Millionen Dollar verschlungen haben.

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