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Steve Jobs-Film: Hollywoods Fegefeuer der Eitelkeiten


Christian Bale (r.) war lange als Steve Jobs-Darsteller im Gespräch
Christian Bale (r.) war lange als Steve Jobs-Darsteller im Gespräch

Die unendliche Posse um den Film über das Leben des legendären Apple-Gründers will einfach kein Ende nehmen. Neue Leaks enthüllen nicht nur, dass Leonardo DiCaprios Absage Sony zum Ausstieg aus dem Projekt veranlasste, sondern vor allem, mit welcher Eitelkeit hinter den Kulissen um jede möglich Besetzung gerungen wird.

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Die vermeintliche Rolle des Lebens blieb drei lange Jahre unbesetzt. Seit 2011 sucht Sony tatsächlich nach einem Darsteller, der den ikonischen Apple-Gründer Steve Jobs im Biopic verkörpert, das auf der Biografie von Walter Isaacson basiert, doch keiner wollte sie am Ende spielen: Leonardo di Caprio ebenso wenig wie Christian Bale, der vor wenigen Wochen seinen Verzicht erklärt hatte.

Der vielfach prämierte Drehbuchautor Aaron Sorkin („The Social Network“, „The West Wing“), der das Skript schreibt, verkündete immer mal wieder Wasserstandsmeldungen, doch am Ende kam es dann doch immer wieder anders – selbst der sicher geglaubte Starregisseur David Fincher gab schließlich entnervt auf.

Email-Korrespondenz von Sony-Managern gehackt

Spätestens an dieser Stelle wurde klar, dass irgendetwas in Hollywood grandios schief laufen musste. Über die Ausmaße informiert nun einer der massivsten Hacks der vergangenen Jahre, dem das Filmstudio Sony Pictures zum Opfer fiel. Nicht nur, dass die Geschäftsentwicklung und zukünftige Filmproduktionen öffentlich wurden, sondern auch und vor allem Interna zu vergangenen Filmprojekten und solchen, die geplant waren.

Dazu zählte bekanntlich auch der Steve Jobs-Film, der auf der Biografie von Walter Isaacson basiert und sich seit drei Jahren in Planung befindet. Warum das Projekt einfach nicht aus der Brainstormingphase kam, enthüllt der Emailverkehr der beiden Sony-Manager Amy Pascal und Steve Mosko, die sich sehr deutlich über mögliche Kandidaten und potenzielle Problemfälle ausgelassen haben.

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Projekt-Verhindererin Angelina Jolie: „minimal talentierte, verzogene Göre

So wird Hollywood-Ikone Angelina Jolie, deren Name zum ersten Mal im Zusammenhang mit dem Jobs-Projekt fällt, plötzlich als echte Belastung empfunden, weil sie Produzent David Fincher für ihren Film „Cleopatra“ binden wolle, der ebenfalls von Sony finanziert wird. So wird Jolie in einer Mail von Produzent Scott Rudin an Amy Pascal  als „minimal talentierte, verzogene Göre“ bezeichnet.

Der Ausgang ist bekannt: David Fincher dreht inzwischen weder „Cleopatra“ noch den Steve Jobs-Film, während Sony nach dem zermürbenden Besetzungsprozess bekanntermaßen das Handtuch geschmissen hat, weil man Umsatzeinbußen von 25 Prozent nach der Absage von Leonardo DiCaprio erwartete.

Die Filmrechte sicherte sich vor wenigen Wochen nun bekanntermaßen Universal Pictures. Dort soll der Film über das Leben des Apple-Gründers nun von Oscar-Preisträger Danny Boyle („Slumdog Millionäre“) realisiert und von Michael Fassender („Shame“) in der Hauptrolle gespielt werden.

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