Anzeige

Snapchat: mit Credit Suisse-Topbanker an die Börse?

snapchat.jpg

Die Anzeichen verdichten sich: Snapchat, eine der großen Erfolgsstories des Internet-Jahres 2014, feilt offenbar hinter den Kulissen an seinem Börsengang. Darauf deuten einige Personalien auf oberster Management-Ebene hin. So verpflichtete der Foto-Dienst den Credit Suisse-Topbanker Imran Khan, der gerade erst Alibaba einen Traumstart an der Börse beschert hat, als neuen Strategiechef.

Anzeige
Anzeige

Wer ist der Nächste? Spätestens nach der spektakulären Übernahme von WhatsApp durch Facebook für 22 Milliarden Dollar rätselt die Tech-Branche, welcher hochgewettete Internet-Überflieger nun für viele Milliarden  übernommen werden könnte. Dabei scheint angesichts der Bewertungsdimensionen, die inzwischen genannt werden, ein anderes Szenario wahrscheinlicher: Uber, Xiaomi, Dropbox oder Snapchat könnten selbst den Sprung an die Wall Street wagen, anstatt ihre Unabhängigkeit in einer Akquisition zu verlieren.

Vor allem beim boomenden Foto-Message-Dienst Snapchat verdichten sich die Anzeichen für die IPO-Strategie. Wie die Financial Times berichtet, ist dem streitbaren Gründer Evan Spiegel ein großer Coup gelungen: So verpflichtete der 24-jährige Snapchat-Chef den Goldschmied des größten Börsengangs der Wirtschaftsgeschichte als neuen Strategiechef  – Imran Khan, der als Topmanager der Schweizer Investmentbank Credit Suisse für das IPO von Alibaba verantwortlich zeichnete.

Credit Suisse-Banker Imran Khan brachte schon Alibaba, King und Groupon an die Börse
Anzeige

Enorme 25 Milliarden Dollar konnte der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba Ende September einsammeln und aus dem Stand zum zweitwertvollsten Internetkonzern der Welt aufsteigen. Khan führte ebenfalls den Spiele-Anbieter King Entertainment („Candy Crush“) und Groupon an die Wall Street.

Wann Snapchat, das vor gerade mal vor drei Jahren gegründet wurde und bislang keine nennenswerten Umsätze bzw. Gewinne verbucht, börsenreif sein könnte, zeichnet sich bislang noch nicht ab. Wohl aber das Vertrauen der Investoren: Bereits 163 Millionen Dollar konnte der App-Anbieter, der das „Sexting“ salonfähig gemacht hat, bereits von Wagnisfinanzierern einsammeln – zuletzt zu einer Bewertung von bereits 10 Milliarden Dollar. Es wäre indes eine Überraschung, wenn sich Imran Khan damit zufrieden geben würde.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*