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FDP im Shitstorm: „Herr Katja Suding“ und das Peinlich-Plakat zur Bürgerschaftswahl

Gender-Mainstreaming bei der FDP?
Gender-Mainstreaming bei der FDP?

Am 15. Februar 2015 wird in Hamburg die das Stadtparlament, die Bürgerschaft, gewählt. Für Gesprächsstoff im Wahlkampf sorgt einmal mehr FDP-Kandidatin Katja Suding. Bei der vorigen Wahl 2011 posierte sie im Friesennerz auf Plakaten. Diesmal tritt sie für die FDP ganz offiziell als "unser Mann für Hamburg an". Der Shitstorm ließ nicht lange auf sich warten - und war wohl auch kalkuliert.

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„Wie Conchita Wurst ohne Bart“ oder „“War ‚Inhalte überwinden‘ nicht der Slogen von Die Partei?“,“ (gemeint ist die Satire-Partei von Martin Sonneborn, Anm.d.Red.) oder „schwarze PR-Hexe Suding“ war u.a. auf Facebook zu lesen, als Hamburgs FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding ihr Plakatmotiv vorstellte. Wie ist das gemeint mit „Unser Mann für Hamburg? Gegenüber der Hamburger Morgenpost sagte Suding: „Das Plakat darf man mit einem ironischen Augenzwinkern sehen. Es geht darum, dass wir Entschlossenheit und Durchsetzungsstärke signalisieren wollen. Es ist der Auftakt einer Kampagne, über die zunächst einmal geredet werden soll. Das ist uns gelungen. Die weiteren Motive werden dann unsere inhaltlichen Kernbotschaften vermitteln.“

Dass darüber geredet wird – diese Ziel wurde auf jeden Fall erreicht. So schaut zum Beispiel die heutige Titelseite der Mopo in Hamburg aus:

Bildschirmfoto 2014-12-10 um 12.10.16

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Das bringt einen zur alten Frage, ob wirklich jede PR gute PR ist. Ironie in der öffentlichen Kommunikation ist jedenfalls nicht immer einfach. Auch bei Facebook gibt es zahlreiche Stimmen, die nicht genau wissen, wie das mit dem Plakat gemeint ist. Manche halten es für einen Witz, andere loben dagegen den Mut und die Intelligenz der Kampagne. Bereits bei der vorigen Hamburger Bürgerschaftswahl sorgte FDP-Kandidatin Katja Suding für Aufsehen als sie im Friesennerz posierte.

Bildschirmfoto 2014-12-10 um 12.12.18

Bild: FDP Hamburg

Kritiker werfen Suding und der FDP Hamburg vor, dass die Plakat keine Inhalte – außer der Person Katja Suding – transportieren. 2011 war die Partei damit erfolgreich. Trotz desaströser Stimmungslage für die Partei bundesweit, schaffte die FDP damals mit 6,7 Prozent den Einzug ins Hamburger Stadtparlament.

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Alle Kommentare

  1. Vieleicht war es ein satirischer Seitenhieb auf den unsäglichen politisch korrekten Gender-Wahn-Mainstream? 🙂
    Das darf man wohl noch vermuten dürfen…….

  2. Frau Suding will Entschlossenheit und Durchsetzungsstärke signalisieren, indem sie sich als Mann präsentiert?
    Hab ich das jetzt richtig verstanden?
    Ich glaube, die FDP hat ein großes Problem mit ihrem Frauenbild. Ich hab ja mal gehört, das sollen neuerdings auch Frauen haben. Nagut. Ist vielleicht nur ein Gerücht.

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