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Der große Abgesang auf „Wetten, dass..?“: die Deutschen werden die Show vermissen

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Alle Zeitungen haben zum Ende von "Wetten, dass..?" einen kleinen oder großen Abgesang formuliert. Das Zeit Magazin widmet der letzten großen Samstagabendshow ihre Titelgeschichte. Verfasst von Nick Kulish, dem ehemaligen Berlin-Chef der New York Times. Der hatte einst mit einem Artikel über die Show für Aufsehen gesorgt.

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Kulish, heute Redakteur im Hauptquartier der New York Times, beschreibt in seinem Text eine Show in Baden-Baden, die er besucht hatte. Damals schon moderiert von Markus Lanz. Der im Gespräch „klüger und weniger glatt“ als in der Show rübergekommen sei. Geliefert habe Lanz dem Journalisten dann doch ein Zitat: „Es heißt, wenn irgendwas einen Atomschlag überlebt, dann Kakerlaken und Wetten, dass..?“

Die Überschrift des Artikels – „Stupid German Tricks“ – sei dann auch überbewertet worden. Für Amerikaner war sie ein Wortspiel mit einem regelmäßigen Act in der Letterman-Show. Für deutsche Ohren klang sie nach: „New York Times beleidigt unser Wetten, dass..?“ Kulish: „Die Heftigkeit der Reaktion verblüffte mich.“ Artikel über den Holocaust hätten für weniger bzw. keine Aufregung gesorgt.

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Kulish konnte sich der Faszination der Show, die diese einst auf die Deutschen ausübte, letztlich offenbar auch nicht entziehen. Zum Schluss seines Textes im Zeit Magazin schreibt er: „Eine Prognose: Eines Tages werden die Deutschen ihre Sopranos  haben. Aber Wetten, dass..?  werden sie dann mehr vermissen, als sie heute ahnen.“

 

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