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„Stets unbequem und kritisch“: NZZ-Chefredakteur Markus Spillmann muss seinen Posten räumen

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NZZ-Chefredakteur Markus Spillmann räumt seinen Posten

In einer reichlich geschraubten Mitteilung hat die Neue Zürcher Zeitung die Trennung von ihrem Chefredakteur Markus Spillmann verkündet. Die NZZ wolle "ihre publizistische Leitung neu organisieren". Spillmann ist mit dem Verwaltungsrat des Verlags uneins über die Umsetzung der Strategie.

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Über die „grundsätzliche Stoßrichtung“ der Strategie seien sich der Verwaltungsrat der NZZ-Mediengruppe und Chefredakteur Spillmann zwar einig gewesen. Doch an der „konkreten Umsetzung“ seien die Gespräche, die man „seit längerem“ geführt habe, letztlich gescheitert. So stellt es jedenfalls der Verlag dar.

Nun tritt Spillmann zum Jahresende – also vermutlich sofort – zurück. Die Jobs des Chefredakteurs und des „Leiter Publizistik“, die Spillmann in Personalunion bekleidet hatte, werden getrennt, bzw. „auf mehreren Schultern verteilt“. Spillmann, laut Verlag „stets unbequem und kritisch“, aber auch „umsichtig und verständnisvoll“, war seit zwölf Jahren in der Chefredaktion von NZZ und NZZ am Sonntag. Er solle möglichst weiter im Unternehmen bleiben, heißt es offiziell.

Unklar jedoch, ob der überhaupt will. Der ehemalige NZZ-Digitalchef Peter Hogenkamp twitterte:

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Der „Transformationsprozess“ soll auch bei der NZZ „im geplant hohen Tempo“ vorangetrieben werden. Ein Nachfolger für den Chefredakteur steht aber noch nicht unmittelbar in den Startlöchern, bzw. wurde vom Verwaltungsrat noch nicht abgenickt.

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