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Media-Markt-Werbung: Masturbation im TV? Nicht mit den Schweizern!

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Das ging den Schweizern zu weit: In einem Spot für Media Markt masturbiert Reto, der Sohn der Werbe-Familie Löli, unter der Bettdecke, während er einen Pixel-Porno schaut. Es hagelte Beschwerden, woraufhin der Spot aus dem Programm genommen und eine Aufklärung der ach-so-pikanten Situation veröffentlicht wurde.

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„Ich bin doch kein Löli!“ Mit diesem neuen Slogan hat die Elektronik-Fachmarktkette Media Markt in der Schweiz eine Werbekampagne gestartet, in deren Zentrum die Familie Löli steht. Löli, das heißt auf switzerdütsch so viel wie Trottel und genau die zeigt die Kampagne: Die vierköpfige Familie erinnert stark an die Flodders und hat außerdem absolut keine Ahnung von Technik.

Eine ganz bestimmte Szene der Werbeclips sorgte in der Schweiz für große Aufregung: Der heranwachsende Sohn der Lölis liegt in seinem Bett, schaut eine Mischung aus Computerspiel und verpixeltem Porno – und masturbiert unter der Bettdecke. Zumindest wird dieser Eindruck beim Zuschauer ausgelöst. Über 50 Beschwerden gingen laut dem Schweizer Newsportal „20 Minuten“ ein, woraufhin der Spot aus dem Programm genommen und eine Aufklärung veröffentlicht wurde:

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Die Kampagne „Ich bin doch kein Löli“ kommt von der Wiener Agentur Demner, Merlicek & Bergmann. In einem Interview mit der Werbewoche äußerte sich einer der Verantwortlichen, Harry Bergmann, gezielt ironisch zu den Vorwürfen und antwortete auf die Fragen mit Aussagen wie „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“ oder „Der eisige Wind, den Sie verspüren, hat mehr mit der Jahreszeit als mit der Kampagne zu tun“.

Der masturbierende Sohn war außerdem nicht der erste Aufreger der neuen Werbung: In der Südschweiz wählte die Agentur den Namen Baluba anstatt Löli – und die Baluba sind eine Ethnie in Zentralafrika. Zum Vorwurf der Diskriminierung sagte Bergmann im Gespräch mit der Werbewoche, da habe wohl „leider irgendein Löli einen Fehler gemacht“.

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Alle Kommentare

  1. Ich fand den Clip super! Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele humorlose Menschen es auf diesem Planeten gibt!
    Wegen 50 Beschwerden den Clip nicht mehr am TV zeigen … Da sparen Sie sich die teuren TV Zeiten und jeder sucht den Clip nun auf YouTube! WinWin, Geld gespart und Reichweite erhöht.. 🙂

  2. Wenn eine Agentur so einen Mist abliefert, dann pfeift sie in puncto Kreativität auf dem letzten Loch. Und der Marketingverantwortliche von Media-Markt muß dumm wie ein Brot sein, wenn er so etwas durchwinkt. Das Niveau passt aber ganz gut zur allgemeinen Verprollung. Demnächst präsentieren die uns noch ihre versiffte Unterwäsche, um Waschmaschinen zu verkaufen oder zeigen uns echte Testimonials beim Gebrauch von Dildos mit Longlife-Akkus. Der Weg vom Produkt zum Verbraucher scheint nicht mehr über den Kopf sondern über den Arsch zu führen. Not so sophisticated!

  3. Extrem polarisierend für Aufmerksamkeit sorgen und dabei auch witzig unterhalten. Das waren stets die Ziele der MediaMarkt-Werbung. Auch schon zu meiner Zeit als Werbeleiter. Dieser schweizer Spot ist ein wunderbares Beispiel dafür. Kompliment, Kollegen: Super Job!

  4. Wie soll eine Österreichische Werbeagentur die Seele der Schweizer Konsumenten verstehen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich eine ausländisch Agentur auf dem Schweizer Markt in Stil und Tonalität gegenüber den Zielgruppen vergreift. Der Spot widerspiegelt einfach nur die Unfähigkeit der Werbeagentur und der Auftraggeberin, die sinnlosen Klamauk um jeden Preis produzieren, nur um aufzufallen. Schön dass es noch Konsumenten gibt, die sich dagegen wehren. Shitstorm lässt grüssen.

  5. 50 Beschwerden und dann den Spot zurücknehmen? Es gibt bestimmt noch mehr humorlose Langweiler in der Schweiz aber muss man sich immer den Miesepetern beugen? Na, ja, die ganze Sache war ja ein prima Erfolg wenn nun überall darüber berichtet wird das ein Spot verboten wurde, ist am Ende des Tages die Medialeistung größer als wenn man weiter gesendet hätte.

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