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Gute Nachrichten, schlechter Traffic: Das passiert, wenn nur positive Meldungen veröffentlicht werden

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Ein russisches Nachrichtenportal veröffentlichte einen Tag lang nur positive Nachrichten – die fast niemand lesen wollte. Das Ergebnis des Experiments war ein massiver Traffic-Einbruch.

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Schlechte Nachrichten klicken besser. Zu dieser Erkenntnis ist das russische Nachrichtenportal City Reporter nach einem Sozial-Experiment gekommen: Auf der Homepage der Webseite wurden für einen Tag nur schöne Meldungen veröffentlicht – aus allen negativen Nachrichten wurde immer noch das Positive herausgefiltert. So hieß es zum Beispiel: „Trotz Schnee gab es keine Störungen auf den Straßen.“

Das Ergebnis des Experiments: 2/3 weniger Traffic auf der Seite als sonst. Offensichtlich lesen die Menschen lieber negative Meldungen als positive – und die Faszination mit dem Schlechten und dem Bösen scheint groß zu sein.

Es dürfte sich jedoch als erheblicher Nachteil erweisen, dass City Reporter so schwach im Social Web aufgestellt sind. Bei Facebook & Co. laufen gute Nachrichten nachweislich besser als schlechte News. So kommt eine Analyse von Fanpagekarma zu dem Ergebnis, dass Freude weit häufiger bei Facebook geteilt wird, als Wut oder Ärger. Nach dieser Logik hätte das russische Portal mit seinem Good-News-Day bei Facebook richtig abräumen können.

Fanpage Karma

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So bekamen die Köpfe hinter City Reporter gleich zwei schlechte Nachrichten serviert: Sie müssen mehr ins Social Web investieren und der Good-News-Day war keine gute Idee.

Wir lernen also: Je mehr Freude man am Traffic seiner Seite haben will, desto schlechter müssen die Nachrichten sein. Es sei denn, man zielt auf Social-Traffic ab. Dann sorgen freudige Nachrichten auch für viel gute Laune bei den Machern.

 

(Via)

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