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Schwächster „Menschen“-Rückblick der Geschichte, auch RTLs „Hits des Jahres“ erfolglos wie nie

Markus Lanz im ZDF-Jahresrückblick „Menschen 2014“
Markus Lanz im ZDF-Jahresrückblick "Menschen 2014"

Haben die Leute keine Lust mehr auf Jahresrückblicke oder ist es einfach noch zu früh für solche Shows? "Menschen" im ZDF und "Die ultimative Chart Show - Die erfolgreichsten Hits des Jahres" bei RTL fielen zumindest auf die schwächsten Zuschauerzahlen ihrer Geschichte. Ein Stück zurück nach oben ging es hingegen für "The Voice of Germany".

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. „Menschen“ und „Hits des Jahres“ mit so wenigen Zuschauern wie nie zuvor

Nur 3,28 Mio. Leute wollten ab 21.30 Uhr „Menschen 2014“ mit Markus Lanz sehen. Der Marktanteil war mit 14,5% allenfalls ordentlich, die Zuschauerzahl war die geringste, die die „Menschen“-Rückblicke seit ihrem Start 1982 erreicht hat. Waren es in den 1980ern zum Teil noch mehr als 20 Mio., die zuschauten, 1994 noch mehr als 10 Mio., ging es danach Stück für Stück bergab. 2014 nun gab es einen neuen Minusrekord. 2013 waren immerhin noch 4,47 Mio. dabei, 2014 nun, zu etwas späterer Sendezeit, noch 3,28 Mio. Der bisherige Minusrekord aus dem Jahr 2003 (3,85 Mio.) wurde deutlich unterboten. Ähnlich das Schicksal der „ultimativen Chart Show“ mit den „Hits des Jahres“: Auch sie sahen 2014 so wenige wie nie. 2013 sahen noch 2,61 Mio. zu – auch das war damals schon ein Tiefstwert. Der wurde in diesem Jahr nun von ganzen 2,00 Mio. Sehern locker unterboten. Der Marktanteil lag bei desaströsen 7,8%, auch bei den 14- bis 59-Jährigen und den 14- bis 49-Jährigen lief es mit 11,3% und 11,5% alles andere als gut.

2. „The Voice“ legt wieder ein Stück zu und besiegt RTL und ProSieben

Durchatmen können hingegen die Macher von „The Voice of Germany“. Nachdem die Show in der vergangenen Woche noch rund 1 Mio. Zuschauer einbüßte, verlor sie diesmal zumindest nicht noch weiter. Aus 2,43 Mio. wurden hingegen 2,71 Mio., aus 1,28 Mio. 14- bis 49-Jährigen wurden 1,57 Mio. Bei den 14- bis 59-Jährigen und den 14- bis 49-Jährigen gewann die Sat,1-Show auch den Tag, besiegte „Die ultimative Chart Show“ von RTL und die „Pirates of the Caribbean“ auf ProSieben recht klar. Damit lag das „Voice“-Halbfinale auch in etwa auf Vorjahresniveau: Damals sahen 2,75 Mio. zu, sowie 1,64 Mio. 14- bis 49-Jährige.

3. 770.000 sehen Dortmunder Sieg bei Sky

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Apropos „durchatmen“. Das kann auch Borussia Dortmund nach dem verdienten 1:0 gegen die TSG Hoffenheim. Auch diesmal war das Interesse am Dortmunder Bundesliga-Spiel überaus groß: 770.000 Fans sahen das Match live bei Sky – ein toller Prime-Time-Marktanteil von 2,7%. Für den Freitagabend war das sogar die beste Bundesliga-Zuschauerzahl seit August 2013: Damals sahen am 3. Spieltag der Saison 2013/14 sogar 950.000 Fans das Spiel der Dortmunder gegen Werder Bremen. Doch zurück zum aktuellen Freitagabend: Die 2. Liga sahen um 18.30 Uhr schon 230.000 (1,0%), „Mein Stadion“ ab 22.45 Uhr noch 80.000 (0,4%).

4. Ordentliche „Pirates of the Caribbean“, schwache kabel-eins-Serien, ARD-Zahlen liegen noch nicht vor

Vor der „ultimativen Chart Show“ landete in den jungen Zielgruppen auch noch ProSieben. Mit den oft wiederholten „Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2“ lockte der Sender 1,61 Mio. 14- bis 59-Jährige, bzw. 1,31 Mio. 14- bis 49-Jährige – gute Marktanteile von 10,8% und 13,6%. In der zweiten Privat-TV-Liga drehte die Vox-Serie „Law & Order: Special Victims Unit“ hingegen wieder erst nach 23 Uhr auf: Nach 5,4% und 6,3% um 20.15 Uhr und 21.10 Uhr erzielte die Serie um 22.05 Uhr bei den 14- bis 49-Jährigen schon 7,9%, nach 23 Uhr dann mit 750.000 jungen Zuschauern grandiose 10,1%. RTL II erreichte mit „Cop Out“ unterdessen 700.000 und 7,0%, kabel eins blieb mit „Elementary“ und „The Mentalist“ bei 4,0% bis 4,7% hängen. Verzichten müssen wie in unserer Analyse vorerst auf die Zahlen des Ersten: Sie liegen noch nicht vor.

5. 3sat holt mit „System Tupperware“ 2%, mdr mit Volksmusik über 3%

Bei den kleineren Sendern tat sich in der Prime Time u.a. 3sat mit deutlich überdurchschnittlichen Zahlen hervor. 590.000 Leute sahen dort die Doku „System Tupperware“ – der Marktanteil von 2,0% liegt deutlich über dem 12-Monats-Durchschnitt des Senders von derzeit 1,1%. Das mdr Fernsehen knackte sogar die Mio.-Marke. Zunächst sahen um 20.15 Uhr 900.000 (3,1%) „Musik bei uns“, danach sogar 1,12 Mio. (3,8%) „Das Magazin zum Adventsfest“. Auch der WDR kann sich freuen: Den „Rhein von oben“ wollten diesmal 910.000 (3,1%) erleben.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums, der 14- bis 49-Jährigen und der 14- bis 59-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Tja, wundert der Jauch sich etwa?
    Dieser Jauch, der jüngst im anderen dubiosen Sender dem Putin ein baldiges biologisches Ende wünschte?
    Eher wird der ganze Jauch- TV- Müll verenden.
    Lanz und Menschen? Was soll denn das?

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