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I like Blogs: Heimeliger und hübscher wurde das Internet noch nie ausgedruckt

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Es ist sehr einfach, das neue Burda-Magazin I like Blogs doof zu finden. Die Grundidee, das Internet auszudrucken und Blog-Texte noch einmal auf Papier zu veröffentlichen, ist immerhin nicht gerade sexy. Das Cover ist öde und viel zu rosa und den Machern fehlt es an jedweder Web-Credibility. Sie sind keine hippen Szene-Stars. Das Erstaunliche aber ist: Wer die Titelseite umblättert, erlebt eine echte Überraschung. Und das im positivsten Sinne.

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Denn der Redaktionsleiterin Marion Winnen-Martin und ihrem kleinen Team ist es gelungen, ein höchst heimeliges und hübsches Magazin zu komponieren, das vor allem von seinen vielen sympathischen Fotos lebt.

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Unterteilt ist I Like Blogs in die Rubriken „Kind & Kegel“, „Zucker & Salz“, „Herz & Seele“, „Hier & Da“ und „Schein & Sein“. Bis auf Medien-, Nachrichten- und Technik-Themen bildet es also fast die gesamte Bandbreite der Blogosphäre ab. So wird unter „Herz & Seele“ Alicia Rosello aus Barcelona vorgestellt, die mit Hilfe von Stricken und Häkeln die Welt schöner machen will. In „Zucker & Salz“ verraten Food-Blogger ihre besten Rezepte und bei „Kind & Kegel“ erfahren die Leser oder genauer wohl die Leserinnen, wie sie selbst Lavendelsäckchen nähen können. Klingt profan, passt aber perfekt zur Zielgruppe, die ansonsten wohl zu Flow, Happinez oder dem Lovemag von DaWanda greift.

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Bei der Auswahl begeht Winnen-Martin nicht den Fehler, sich unnötig nur auf deutsche Seiten zu beschränken. Die Offenburgerin hat in ihrem Notizbuch, dort notiert sie die Adressen von guten Blogs per Hand, auch die schönsten internationalen Online-Journale gesammelt.

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Damit der Leser bei der ganzen Masse an Blogs und Bloggern auch weiß, mit wem er es zu tun hat, werden den jeweiligen Artikel immer erst ein kurzer Erklärtext vorangestellt. Wichtig ist den Machern dabei, dass alle Blogger wie freie Autoren behandelt wurden und ein entsprechendes Honorar für ihre Texte und Fotos bekommen haben.

I like Blogs zeigt einmal mehr, dass Blogs ausschließlich von der Persönlichkeit ihrer Macher leben. Dem Heft gelingt es dabei, den Lesern ein Gefühl davon zu vermitteln, wie es wäre, am vermeintlich schönen, kreativen und interessanten Leben der Blogger teilzuhaben. Vor allem durch die Bilder entsteht eine Nähe, die der emotionalen Intimität von Web-Journalen und Instagram-Foto-Streams tatsächlich sehr nahe kommt.

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Dadurch, dass die Fotos und Text so sorgsam komponiert auf gutem Papier gedruckt wurden, erfahren die Inhalte tatsächlich eine erhebliche Aufwertung. Blogtexte sind kurze Content-Happen für den Moment. Ob in der U-Bahn, am Schreibtisch oder auf der Couch. Durch das neue Burda-Magazin liegen sie im Idealfall nun aber sogar ein paar Tage oder gar Wochen auf den Wohnzimmertischchen oder neben der Badewanne der Leserinnen. Das ist mehr als ein durchschnittliches WordPress-Posting zu träumen wagt.

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Alle Kommentare

  1. Sowas. Das klingt ja schon mal vielversprechend. Doch entweder habe ich es überlesen oder es wurde nicht erwähnt, was mich bei Burda erstaunen würde: Gibt es eine Kategorie Mode- Schein&Sein? Denn auch wenn es noch oft so behandelt wird, ist Modebloggen längst erwachsen geworden und damit keine Domäne der 20-Somethings mehr. International und auch im deutschprachigen Raum vernetzen sich die Ü30/Ü40 Modebloggerinnen immer stärker und präsentieren elegant und lässige Mode von erwachsene Frauen für erwachsene Frauen. Wäre vielleicht auch mal ein Thema Wert? Viel Erfolg wünscht Sabina @Oceanblue Style

  2. Eine tolle Idee und so hübsch gestaltet!!

    Wohin muß man denn winken, um auch in dem schönen Magazin vorgestellt zu werden.. 😉

    Neugierige Grüße von Pia vom Blog „Frau E. notiert..“

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