Anzeige

Jürgen Kaube als Schirrmacher-Nachfolger? Spiegel schreibt von Unruhe im FAZ-Feuilleton

Nachdem Wunsch-Kandidat Florian Illies der FAZ einen Korb gegeben hat, galt FAZ-Literaturchefin Felicitas von Lovenberg lange als aussichtsreichste Kandidatin für den Posten an der Spitze des FAZ-Feuilletons. Laut Spiegel soll nun aber Wissenschaftsredakteur Jürgen Kaube favorisiert sein. In der Redaktion sorgt dies offenbar für einige Unruhe.

Anzeige
Anzeige

Kaube, ein renommierter und ausgezeichneter Wissenschaftsredakteur, gilt einigen Kulturredakteuren als zu konservativ. Laut Spiegel wird gefürchtet, dass das von Frank Schirrmacher gepflegte Debatten-Feuilleton im Falle seiner Berufung leiden könnte. Und auch der bei der FAZ lange Zeit zelebrierte Gegensatz von konservativem Politik-Teil und fortschrittlichem Feuilleton könnte unter Umständen in Zukunft nicht mehr so ausgeprägt sein. Andererseits hatte Schirrmacher das Feuilleton immer wieder um wissenschaftliche Themen erweitert. Insofern hätte die Berufung eines Wissenschaftsredakteurs auch eine gewisse Logik. Bis zur Aufsichtsratssitzung am 9.Dezember könnte die Personalie bereits entschieden sein, so der Spiegel. Kaube sei der Favorit vom früheren Politik-Herausgeber Günther Nonnenmacher, der Schirrmachers Aufgaben nach dessen überraschendem Tod übergangsweise übernommen hat.

Gegenwind vom Aufsichtsrat ist nicht zu erwarten. Der Aufsichtsratsvorsitzende Karl Dietrich Seikel habe bereits klar gestellt, dass das Gremium eine Entscheidung der Herausgeber akzeptieren wird. Der FAZ-Feuilleton-Herausgeber Frank Schirrmacher starb dieses Jahr im Juni  überraschend an einem Herzinfarkt.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Es ist sicherlich auch eine Kostenfrage. Debattenbeiträge sind kostengünstiger zu beschaffen als wenn ein Mitarbeiter der FAZ Veranstaltungen besucht mit Fahrtkosten, Hotelkosten usw. Andererseits ist in der FAZ in den letzten Jahren und Jahrzehnten über so viele Themen debattiert worden, dass es schwer sein wird, so viel in der FAZ ungesagtes zu publizieren.

  2. Was geht es den „Spiegel“ an, wen die „FAZ“ zu einem ihrer Herausgeber ernennt? Der „Spiegel“ soll sich doch um seinen eigenen Dreck kümmern.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*