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Banner statt Bomben: Bundeswehr will Werbe-Etat massiv aufstocken

Ursula von der Leyen (Foto: dpa) gilt als Meisterin der Ego-PR
Ursula von der Leyen (Foto: dpa) gilt als Meisterin der Ego-PR

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zieht ihre Lehren aus den diversen PR-Desastern des Jahres 2014. Über die Frage, ob es die richtigen Lehren sind, ließe sich vortrefflich streiten. Statt das gesamte Geld in die Renovierung des maroden Heers oder der klapprigen Flugkisten zu investieren, will das Ministerium – laut Spiegel - den Werbe-Etat um 18 Prozent steigern.

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Geplant sei an erster Stelle eine Image-Kampagne. Im Frühjahr soll diese international ausgeschrieben werden. Laut Spiegel ist für die Personalwerbung ab dem kommenden Jahr ein Budget von 35,3 Millionen Euro vorgesehen. Ziel sei es, die Bundeswehr für junge Menschen wieder attraktiver zu machen.

Zum Vergleich: Im Jahr 2011 lag der Etat für Personalwerbung noch bei 5,7 Millionen Euro. Damals waren die Ziele allerdings schon dieselben. Seit Jahren wirbt das Militär mit TV-Spots, Print-Anzeigen und viel Banner-Werbung um junge Rekruten, die im Heer Karriere machen wollen. Die ständigen Negativ-Berichte über kaputtes altes Gerät konterkariert in schöner Regelmäßigkeit jedoch das von der Werbung gezeichnete Bild einer modernen und zeitgemäßen High-Tech-Armee.

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Mit Schrecken dürften sich die Marketing-Profis im Ministerium allerdings noch an den letzten Versuch erinnern, das Image der Truppe in Sachen Frauenförderung aufzupolieren. Unter dem Claim “Ihr Leben ist bunt und abwechslungsreich. Ihr neuer Job ist es auch” wollte die Bundeswehr zeigen, wie vielfältig das Arbeiten für Frauen bei der Armee sein kann. Nach deftiger Kritik am Frauenbild, das die Kampagne transportierte und massiven technischen Problemen mit der Webseite, stampfte das Ministerium die gesamte Werbung wieder ein. Statt PR-Offensive marschierte die Armee in ein PR-Desaster. Mit einem massiv erhöhten Etat soll sich gerade das nun nicht mehr wiederholen.

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