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Tim Cook erklärt jetzt auch deutschen Kunden wie es Apple mit dem Datenschutz hält

Apple CEO Tim Cook
Apple CEO Tim Cook

Mitte September sorgte Apple-Chef Tim Cook für gehöriges Aufsehen, als er in einem sehr deutlichen Brief die Apple-Sicht der Dinge in Sachen Datenschutz formulierte. Viele Aussagen waren weit aggressiver und strenger, als man es von Facebook & Co. kennt. Auch weil Cook sich sehr klar von den Web-Companys und ihren Geschäftsmodellen abgrenzte. Jetzt veröffentlichte Apple den Brief auch auf deutsch.

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Beim lesen des Briefes – auch der deutschen Übersetzung – wird noch einmal klar, dass Apple das „Vertrauen der Kunden“ wirklich „viel zu bedeuten“ scheint. Deshalb hätte man auch noch nie einer staatlichen Organisation direkten Zugang zu seinen Servern gegeben oder Behörden durch eine “Hintertür” ermöglicht, auf Informationen zuzugreifen. „Sicherheit und Datenschutz sind die Basis, wenn wir Hardware, Software und Dienste entwickeln, inklusive iCloud oder neuer Dienste wie Apple Pay“, schreibt Cook.

Bildschirmfoto 2014-11-20 um 10.26.00Auszug aus dem Cook-Brief

Im Vergleich zu anderen US-Tech-Unternehmen scheinen auch die Behörden wesentlich seltener vom iKonzern Kunden-Auskünfte zu verlangen. So sollen in den ersten sechs Monaten 2014 weniger als 250 Anfragen, sog. „National Security Orders“, bei Apple eingegangen sein. Das sind viel weniger als bei den großen Web-Companys aus dem Silicon Valley.

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Den Grund dafür nennt Cook auch und funktioniert ihn gleich zu einer Attacke in Richtung Google, Facebook, Dropbox & Co. um: „Vor einigen Jahren begannen die Nutzer von Internetdiensten zu verstehen, dass sie bei kostenlosen Diensten nicht der Kunde sind. Sondern das Produkt. Bei Apple sind wir aber überzeugt, dass ein tolles Benutzererlebnis nicht mit einem Verlust an Privatsphäre bezahlt werden darf.“

Weiter schießt er gegen die Konkurrenz: „Unser Geschäftsmodell ist sehr einfach: Wir verkaufen großartige Produkte. Wir erstellen keine Profile aus den E-Mail-Inhalten oder Surfgewohnheiten unserer Kunden, um sie dann an Werbetreibende zu verkaufen. Und wir ‚monetisieren‘ die Informationen nicht, die auf dem iPhone oder in iCloud gespeichert werden.“

Der Brief selber ist nur das Vorwort zu einem mittlerweile recht umfangreichen Info-Bereich, den das US-Unternehmen – nun auch auf deutsch – zum Thema Datenschutz zur Verfügung stellt.

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