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Apple: Die 1-Billion-Dollar-Diskussion ist zurück

Apple-CEO Tim Cook
Apple-CEO Tim Cook Muss an der Wall Street kämpfen

iPhone-Hersteller Apple schwimmt in diesen Tagen an der Wall Street auf einer bemerkenswerten Erfolgswelle: Die Allzeithochs werden fast täglich überboten, Analysten wedeln mit immer höheren Kurszielen. Tatsächlich eröffnen einige Fondsmanager wieder eine Diskussion, die 2012 nach dem Börsenabsturz jäh verstummt war – wird Apple der erste Konzern, der die 1-Billion-Dollar-Grenze knackt?

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Hoch, höher, Apple: das ist das tägliche Bild, das Börsenbeobachtern beim Blick auf die Wall Street geboten wird. Die Apple-Aktie klettert fast fahnenstangenartig auf immer neue Rekordniveaus. Allein in den vergangenen fünf Wochen seit der iPad-Keynote Mitte Oktober hat die Apple-Aktie 20 Prozent an Wert gewonnen und dabei mehr als 120 Milliarden Dollar Börsenwert zugelegt.

Enorme 678 Milliarden Dollar ist der Koloss der Wall Street nun schon wert – mehr als je ein Unternehmen auf dem Erdball. Kein Wunder, dass angesichts dieser historischen Dimensionen nun eine alte Diskussion wieder angestoßen wird, die nach dem dramatischen Börsenabsturz vor zwei Jahren im Keim erstickt schien.

Carl Icahn: „Apple ist eines der besten Unternehmen der vergangenen Jahrzehnte“

Könnte Apple doch noch das erste Unternehmen sein, dass die 1 Billion Dollar-Grenze knackt? Bei Kursen von 170 Dollar wäre es rechnerisch so weit – Kursniveaus, die noch kein Analyst offiziell auf seinem Zettel hat. Nur Großinvestor Carl Icahn ist mit seinem Kursziel von 203 Dollar noch optimistischer.

Der Wall Street-Veteran erneuerte seine Fanfare für Apple erst am Montag: „Apple ist eins der besten Unternehmen der vergangenen Jahrzehnte“, erklärte der berüchtigte Investor am Montag im Rahmen des Reuters Global Investment Outlook Summit in New York. „Weil Apple unterbewertet ist und 135 Milliarden Dollar auf der Bank hat, ist es ein Selbstläufer, dass das Unternehmen seine Aktien zurückkauft“, erklärte Icahn.

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Geht Cody Willards Langzeitprognose aus 2011 im nächsten Jahr auf?

Andere Investoren pflichteten dem 78-Jährigen bei. „Uns gefällt Apple, wir besitzen Apple“, erklärte Steve Einhorn vom Hedgefonds Omega Advisors, der es für gut möglich hält, dass der iPhone-Hersteller „irgendwann“ die Bewertungsgrenze von einer Billion Dollar erreicht. Fondsmanager Michael Corcelli von Alexander Alternative Capital hält es für möglich, dass Apple die magische Hürde bereits nächstes Jahr nehmen könnte.

In diesem Fall würde ein anderer Vermögensverwalter erneut recht bekommen, der die beeindruckendste Investment-Geschichte mit dem Kultkonzern aus Cupertino vorzuweisen hat. Im Frühjahr 2003 baute Cody Williard seine ersten Positionen in Apple auf – zu einem splitbereinigten Kurs von heute 1 Dollar.

Vor drei Jahren sagte Williard voraus, dass Apple im Jahr 2015 die 1000 Dollar-Marke erreichen würde, die vor dem Aktiensplit (heute: 142 Dollar) und -rückkäufen in etwa dem Bewertungsniveau von 1 Billion entsprochen hätte. Geht Williards Prognose im kommenden Jahr auf,  wäre das nach der turbulenten Achterbahnfahrt der Apple-Aktie in den vergangenen zwei Jahren damit die wohl bemerkenswerteste Langzeitprognose des Jahrzehnts und hätte sich genau in dem vorhergesagten Zeitfenster erfüllt.

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