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Prinzip Wachsen auf Pump: Rocket Internet gründet 2015 zehn neue Start-ups

Rocket Internet-Chef Oliver Samwer
Rocket Internet-Chef Oliver Samwer

Entscheidend ist nach Oliver Samwer nicht, dass sein Inkubator Rocket Internet AG im ersten Halbjahr ein Minus von 13,26 Millionen Euro schrieb. Es ist demnach auch nicht entscheidend, dass die Unternehmen, die der Inkubator als Muttergesellschaft hochziehen will, alle unprofitabel sind. Entscheidend sei, dass sich die Kennziffern in die richtige Richtung entwickeln. 2015 will Rocket weitere zehn Start-ups ins Rennen schicken.

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Samwer beschrieb am Montag, wie es bei Rocket weitergehen soll. Der Inkubator ging vor sechs Wochen an die Börse, schmierte dort zunächst ab, berappelte sich dann aber wieder. Einige Analysten raten nun zum Kauf. Der Börsenwert liegt derzeit bei rund 7 Milliarden Euro.

Rocket muss nicht alle Details zu seinen Geschäften offenlegen. Wichtige Kennziffern für Samwer sind eine gestiegene Rentabilität der von Rocket identifizierten „proven winners“, also der Start-ups, die sich bisher am weitesten entwickelt haben. Die Ebitda-Marge liegt zwar weiterhin deutlich im negativen Bereich, aber, so formulierte es das Handelsblatt: „Die Firmen verbrennen Geld, aber nicht mehr so viel wie früher.“ Auch das Volumen der verkauften Produkte – die Samwers machen vor allem in E-Commerce – verbesserte sich. Die Zahl der Beschäftigten wuchs auf 25.000 weltweit.

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Rocket investiert vor allem in Schwellenländern. Besonderes Augenmerk gilt derzeit der Reisebranche, so gebe es etwa Chancen für Online-Buchungsportale auf Märkten wie Indien und Indonesien. Laut Samwer wolle Rocket Internet auch „Weltmarktführer bei Werbung auf Facebook“ werden. Die Wachstumschancen der Rocket-Start-ups schätzt Seriengründer Samwer als „enorm“ ein. „Langfristige Marktführerschaft“ gehe vor „kurzfristiger Profitabilität“.

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