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Alternative zu LeFloid & Co: Friedrich Küppersbusch macht YouTube-News mit „probono Magazin“

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Es müssen nicht immer schnelle Schnitte und hektische Moderationen sein. Journalist und Fernsehproduzent Friedrich Küppersbusch zeigt, wie News-Sendungen auf YouTube auch aussehen können: mit seinem "probono Magazin" – einem ebenso unterhaltsamen wie intelligentem Online-Format.

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Wenn es um Beispiele für den Medienwandel geht, um junge News-Formate im Internet, kommt man an einem Namen nicht vorbei: Florian Mundit aka LeFloid. Der YouTuber präsentiert auf seinem Channel die Reihe „LeNews“, in der er gesellschaftliche Themen aufgreift und diskutiert. Was ihn dabei auszeichnet, sind vor allem das Tempo, die schnellen Schnitte und die ebenso schnelle Moderation. Das klassische Fernsehen und „LeNews“ scheinen Welten zu trennen. Doch es gibt auch noch etwas dazwischen – wie Friedrich Küppersbusch und seine Kölner Produktionsfirma probono tv seit Oktober 2014 beweisen.

Ein Marktforschungsinstitut fand in diesem Jahr heraus, dass mehr als die Hälfte der YouTube-Nutzer 35 Jahre und älter ist – eine Zielgruppe, die bedient werden will. Küppersbusch und sein Team zeigen mit dem „probono Magazin“, wie unterhaltsame Online-News für die über 20-Jährigen aussehen können. Das Magazin trägt eindeutig Küppersbuschs Handschrift – und erinnert sowohl an seine Wahlkampf-Sendung „Tagesschaum“ von 2013 als auch das satirisch-politische ARD-Magazin „Zak“, das der Journalist von 1990 bis 1996 moderierte. Dabei wirkt die YouTube-Sendung mit ihren ruhigen Schnitten, der unaufgeregt ironisch-bissigen Moderation und der langsamen Titelmusik wie ein Gegenentwurf zu LeFloid & Co. – und ist dabei trotzdem modern und mit seiner Sendezeit von acht bis zehn Minuten ein typisches Web-Format.

Das junge Moderationsteam kommentiert im „probono Magazin“ einmal in der Woche das Nachrichtengeschehen und greift die aktuellen Themen in kurzen, oft satirischen, Einspielern auf. Gegenstand der Sendung vom 13. November sind zum Beispiel unter anderem der Neustart von RT Deutsch und die „Generation Merkel“ vom Spiegel: „Außerdem ist die Generation Merkel natürlich viel doofer als die Generation des Autors, denn der gehört der Generation Spiegel an. Das sind die Leute, die sich jeden Montag so richtig aufgeilen, dass in unserem Land was schief geht“, erklärt der Moderator trocken.

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Wie auch schon „Tagesschaum“ ist das „probono Magazin“ ein klassisches Nischenprodukt – und wird wahrscheinlich nicht so schnell an die Reichweite eines LeFloid herankommen. Zurzeit steht der YouTube-Channel der Kölner Produktionsfirma bei einer Abonnenten-Zahl von 1.029, die neueste Folge wurde bislang knapp 1.200 mal aufgerufen. Dennoch: Friedrich Küppersbusch zeigt einmal mehr, wie zeitgemäße und unterhaltsame Information online aussehen kann.

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