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Stichtag 30. April: Funke will sich offenbar nicht mehr von Welt beliefern lassen

Arbeiten (noch) zusammen:  Funke-Titel Abendblatt und Morgenpost sowie Springers Welt.
Arbeiten (noch) zusammen: Funke-Titel Abendblatt und Morgenpost sowie Springers Welt.

Der Springer-Funke-Deal im vergangenen Jahr sorgte für eine engere Verflechtung beider Medienhäuser. Neben der Zusammenarbeit bei der Vermarktung ist Funke als neuer Inhaber der Berliner Morgenpost und des Hamburger Abendblatts zum Lieferanten lokaler Inhalte für Springers Welt. Im Gegenzug kommen aus dem Springer-Haus Texte mit überregionaler Relevanz. Jetzt droht dem Deal das Aus. Denn Funke will zukünftig offenbar eigene Sache machen.

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Das berichtet Kai-Hinrich Renner, selbst ehemaliger Abendblatt-Redakteur, im aktuellen Handelsblatt. Funke wolle die Kooperation zum 30. April kommendes Jahres beenden – zumindest einseitig. Denn die Funke-Chefredakteure „arbeiten an einem Konzept zur Zusammenarbeit der Blätter“, so ein Sprecher zum Handelsblatt. Eine Belieferung durch die Welt soll laut Handelsblatt überflüssig werden. Entschieden sei zwar noch nichts. Allerdings gebe es unter anderem Überlegungen der Aufstockung des Berliner Funke-Büros. Die Redaktionsgemeinschaft gelte intern bereits als tot, so Renner.

Wie Springer auf die Absage einer weiteren Zusammenarbeit reagiert ist ungewiss. „Wir prüfen derzeit verschiedene Optionen“, so eine Sprecherin gegenüber dem Handelsblatt. Die Wirtschaftszeitung will aus Verlagskreisen erfahren haben, dass Springer von Funke rund 500.000 Euro pro Jahr für Inhalte erhält. Für 1,5 Millionen Euro kauft Springer in Essen ein. Für Springer könnte sich das Geschäft trotzdem weiter lohnen. Vor der Einführung der Redaktionsgemeinschaft soll die Produktion des Hamburger Weltteils allerdings rund drei Millionen Euro gekostet haben.

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