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Auf der Überholspur: Uber strebt 10 Milliarden Umsatz an

Uber-CEO Travis Kalanick
Uber-CEO Travis Kalanick

Der Gegenwind außerhalb der USA nimmt durch Protestaktionen zu, doch an der Dynamik verliert der boomende Mitfahrdienst Uber deswegen nicht. Im Gegenteil: Wie am Wochenende bekannt wurde, strebt das gerade mal fünf Jahre alte US-Start-up 2014 einen Umsatzsprung auf 10 Milliarden Dollar an, bei dem nach Zahlungen an die Fahrer immer noch Erlöse in Höhe von 2 Milliarden Dollar überblieben. Business Insider-Chefredakteur Henry Blodget sieht weiter erhebliches Bewertungspotenzial.

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Uber zählt zu den ganz großen Erfolgsstories der „Shared Economy“. Die fünf Jahre alte Plattform vermittelt mit Hilfe einer Taxi-App Fahrgäste und Fahrer. Die Fahrer sind dabei entweder professionelle Mietwagen-Fahrer (Uber Black) oder private Autobesitzer (Uber Pop).

Bei den Nutzern ist Uber vor allem des niedrigen Preises beliebt. Die Zahlung findet vor Fahrtantritt  über die App statt; der Nutzer hat im Vorfeld entweder seine Kreditkarten- oder PayPal-Informationen hinterlegt. Uber finanziert sich, indem 20 Prozent des jeweiligen Fahrpreises einbehalten werden.

Finanzierungsrunde zu 30 Milliarden Dollar denkbar…

Obwohl diesseits des Atlantik die Protestwelle seitens des Taxi-Gewerbes nicht abebben will und erwirkte und wieder aufgehobene Verbote nicht abreißen, boomt die Bewertung der Fahrvermittlers immer weiter. Nach Investments in Höhe von 1,2 Milliarden Euro (unter anderem Google) wurde Uber im Sommer bereits mit 18 Milliarden Dollar bewertet.

In der vergangenen Wochen berichteten das Wall Street Journal und die Financial Times nun, dass das US-Start-up in einer neuen Finanzierungsrunde frische Mittel zwischen ein bis zwei Milliarden Dollar einsammeln könnte. Während das Techblog re/code dabei eine Bewertung von 25 Milliarden Dollar kolportiert, hält das Wall Street Journal sogar 30 Milliarden Dollar für möglich.

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Börsengang zu 50 bis 100 Milliarden Dollar?

Geht es nach dem früheren Internetaktienanalysten Henry Blodget, der heute das Blogkonglomerat Business Insider verantwortet, sind langfristig noch ganz andere Summen vorstellbar. „Nach meinen Informationen soll Uber dieses Jahr schon 10 Milliarden Dollar umsetzen, 10 Milliarden Dollar!“ kann es Blodget kaum glauben, zumal die Erlöse um 300 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt haben.

Um die Geschäftsentwicklung in der richtigen Perspektive zu lesen: Von den 10 Milliarden Dollar kommen bei Uber durch die Transaktionsgebühr 2 Milliarden Dollar an, der Rest geht an die Fahrer. Trotzdem ist die Größenordnung enorm: Uber erlöst damit in etwa doppelt soviel wie Twitter und etwa genauso soviel wie LinkedIn. 2015 dürfte der Mitfahrdienst in der Überholspur vorbeiziehen, denn Zuwächse von erneut 300 Prozent werden erwartet.

Das enorme Tempo, mit dem Uber wächst, führt für Blodget entsprechend zur einer einfach Schlussfolgerung: „Wenn die  Werte auch nur halbwegs stimmen, ist die Bewertung vom letzten Sommer bzw. der jüngsten Finanzierungsrunde absolut gerechtfertigt.“ Tatsächlich erwartet Blodget in Zukunft noch weitaus mehr vom hochgewetteten Start-up: „Investoren erwarten, dass  Uber in einigen Jahren zu einer Bewertung von 50 bis 100 Milliarden Dollar an die Börse geht.“

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