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Bertelsmann macht Gruner + Jahr zur GmbH – und verlängert Vertrag von Julia Jäkel um 5 Jahre

G+J-Topmanager Oliver Radtke, Julia Jäkel, Stephan Schäfer (vl.): Konzentration auf Kernmärkte Deutschland und Frankreich
G+J-Topmanager Oliver Radtke, Julia Jäkel, Stephan Schäfer (vl.): Konzentration auf Kernmärkte Deutschland und Frankreich

Bertelsmann verlängert die Verträge der G+J-Vorstände vorzeitig um fünf Jahre bis 2020. Julia Jäkel, Oliver Radtke und Stephan Schäfer müssen in Bälde allerdings auch ihre Funktionsbezeichnungen in "Geschäftsführer" ändern. Denn G+J wird zur GmbH & Co. KG.

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Der für den Verlag formal entscheidende Schritt ist die Umwandlung der Rechtsform von der AG & Co. KG zur GmbH & Co. KG. Seit dem 1. November gehören Bertelsmann 100 Prozent der Anteile an dem Medienunternehmen. Der bisherige Minderheitsgesellschafter, die Familie Jahr, hatte ihre Beteiligung an den Gütersloher Konzern verkauft. Der Schritt wurde allgemein als Signal verstanden, dass Bertelsmann nun bei G+J „durchregieren“ wolle.

Inhaltlich-strategisch ist der wichtige Teil der Mitteilung von Bertelsmann aber auch: die drei Vorstände Julia Jäkel, Stephan Schäfer und Oliver Radtke haben neue Verträge bekommen, die bis Ende 2019 laufen. Jäkel wird Vorsitzende der Geschäftsführung. „An der eigenverantwortlichen Führung von G+J durch das Management ändert sich nichts“, betont Bertelsmann. Den strategischen Rahmen gibt freilich Bertelsmann-Chef Thomas Rabe vor. Was G+J künftig sein kann, wo man investieren darf und wo nicht, liegt letztlich in seinem Ermessen. Eine Expansion, gar ein Vorstoßen in neue Geschäftsfelder scheint für G+J jedenfalls nicht vorgesehen zu sein.

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Die Verlängerung ist auch insofern bemerkenswert, als dass in den vergangenen Monaten über einen Umbau im G+J-Vorstand spekuliert und Julia Jäkel als neue Chefin von Penguin Random House gehandelt worden war.

In eine GmbH wandele man G+J um, weil „Entscheidungsprozesse vereinfacht und der Verwaltungsaufwand erheblich reduziert“ werden könne. Der Schritt war bereits erwartet worden. Der Beschluss zur Änderung der Rechtsform soll noch in diesem Jahr auf der Hauptversammlung von G+J gefasst werden.

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