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Quartalszahlen: RTL in Deutschland auf Rekordkurs, aber im Ausland bleibt es schwierig

RTL Group CEOs Guillaume de Posch und Anke Schäferkordt präsentieren zum Abschied von Schäferkordt aus dem Gesamtvorstand starke Zahlen
RTL Group CEOs Guillaume de Posch und Anke Schäferkordt präsentieren zum Abschied von Schäferkordt aus dem Gesamtvorstand starke Zahlen

Im 3. Quartal war der Umsatz der RTL Group stabil bei 1,259 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,257 Mrd. Euro) und auch der operative Gewinn blieb in etwa gleich mit einem EBITA von 160 Mio. Euro (VJ: 161 Mio. Euro). Wachstumsmotor bleibt der deutsche Markt. In den ersten neun Monaten des Jahres legte Deutschland mit 418 Mio. Euro EBITA einen Rekordgewinn vor (plus 5 Prozent). In anderen Ländern läuft es nicht ganz so rund.

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So musste die RTL Group in Ungarn wegen der dortigen, umstrittenen Werbesteuer eine Wertberichtigung vornehmen. In den ersten neun Monaten 2014 nahm die RTL Group eine Firmenwertabschreibung auf RTL Hungary in Höhe von 77 Millionen Euro vor. U.a. darum sank der Nettogewinn der RTL Group in den ersten neuen Monaten um 42,8 Prozent auf 306 Mio. Euro. In Frankreich stagniert der TV-Werbemarkt, Belgien war mit 0,7 Prozent Minus leicht rückläufig. Die anderen europäischen TV-Werbemärkte wuchsen jedoch im Berichtszeitraum.

In den ersten neun Monaten ging der Umsatz der RTL Group von 4,012 Mrd. auf 3,946 Mrd. Euro zurück. Schuld waren niedrigere Einnahmen in Frankreich, Wechselkurseffekte und geringere Erlöse beim Produktionsgeschäft von Fremantle Media und UFA Sports. Die Digitalumsätze der Gruppe stiegen um 16 Prozent auf 180 Mio. Euro. Der operative Gewinn in den ersten neun Monaten ging wegen der beschriebenen Effekte von 713 auf 679 Mio. Euro zurück. Trotzdem reicht es noch für eine enorme Umsatzrendite von 17,2 Prozent (VJ: 17,8 Prozent).

Deutschland ist und bleibt das El Dorado der RTL Group. Hierzulande kletterte der operative Gewinn (EBITA) um satte 5 Prozent auf 418 Mio. Euro in den ersten neun Monaten. Deutschland alleine steuert also gut über die Hälfte des Gesamt-Gewinns bei. Wenn nichts Schlimmes passiert, wird RTL Deutschland das Jahr 2014 mit Rekordzahlen abschließen. Gut laufen die Geschäfte auch in den Niederlanden. Hier legte der operative Gewinn (EBITA) um 6,9 Prozent auf 62 Mio. Euro zu.

Fazit: Die Lokomotive RTL Deutschland hält die gesamte RTL Group auf Kurs. Das Produktionsgeschäft bleibt schwierig. Die Digitalisierung läuft, könnte aber noch deutlich an Gewicht und Dynamik zulegen. Wichtigste Aufgabe bleibt die immens schwierige Suche nach attraktiven, neuen TV-Formaten, die die in die Jahre gekommenen Hits ablösen können.

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