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Neuer Vermarkter-Champion: DuMont Schauberg wechselt von OMS zu Ströer

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Das Zeitungshaus M. DuMont Schauberg lässt seine digitalen Angebote künftig von Ströer Digital unter der neuen Dachmarke DuMont Newsnet vermarkten. Den Vertrag mit dem Wettbewerber OMS hatte der Kölner Verlag bereits im Februar gekündigt. Noch war allerdings unklar, ob die Kündigung nur aus taktischen Gründen ausgesprochen worden war. Die Antwort lautet nun: nicht mehr. Für Ströer ist der Kundengewinn ein Coup mit Folgen.

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Bei DuMont heißt es, der Wechsel habe auch damit zu tun, dass Ströer „innovative“ Werbevermarktungs-Lösungen auf mobilen Endgeräten anbiete und entwickle. Der Anteil der mobilen Visits der DuMont-Angebote soll bei über 40 Prozent liegen. Ströer Digital hat sich auch als Technologie-Dienstleister positioniert – ein weiteres Plus für DuMont. Dem Vernehmen nach plant der Vermarkter mit Sitz in Hamburg den Aufbau eines News Verticals. Der Zugewinn der DuMont-Marken (u.a. Kölner Stadt-Anzeiger, Berliner Zeitung, Express) ist für Ströer also entsprechend wichtig.

Der Wechsel von DuMont, deren Angebote auf rund 40 Millionen Visits bzw. gut drei Millionen Unique User im Monat kommen, macht Ströer Digital voraussichtlich zur neuen Nummer eins im Agof-Vermarkterranking. Im Juli lag der Vermarkter auf Platz 3 – hinter Axel Springer Media Impact und der Telekom-Tochter Interactive Media. Ströer hat sich im Laufe von zwei Jahren durch die Übernahme einiger Online-Vermarkter eine Top-Marktposition erarbeitet bzw. erkauft.

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Für die OMS, die der klassische Online-Vermarkter von Regionalzeitungsverlagen ist, ist der Verlust von DuMont ein Rückschlag. Bereits die Funke-Gruppe hatte sich von der OMS verabschiedet. Bei der OMS sind 38 Gesellschafter engagiert, darunter als Regionalzeitungsverlag auch DuMont Schauberg. Das Handelsblatt hatte im Februar spekuliert, mit der Kündigung hätte DuMont eine Neuaufstellung der OMS erzwingen wollen. Die Vielzahl der Gesellschafter scheint aber genau das zu erschweren. Angesichts der steigenden Konzentration unter den Online-Vermarktern – über Interactive Media heißt es, der Vermarkter stünde zum Verkauf – steigt nun der Druck auf die OMS-Chefs.

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