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G+J startet Salon: „Ein Heft, das Traditionen liebt, ohne altmodisch zu sein“

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Salon-Eröffnung: Redaktionschefin Anne Petersen und Art-Director Thomas Niederste-Werbeck

Weniger Hipster und Business Punk, dafür mehr gediegener Stil. Gruner + Jahr entdeckt eine neue alte Zielgruppe und bringt Salon, ein Magazin für "Gastlichkeit, Tischkultur und Lebensart" an die Kioske. Konservatives Motto der neuen Kreation des Beef-Erfinders und Multi-Chefredakteur aller G+J-Food-Titel, Jan Spielhagen: "Alte Werte, neue Ideen".

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Laut Marketingbeschreibung soll sich der Neuling an Frauen ab 35 Jahren richten, „die bei hoher Ausgabebereitschaft modernen, zeitgemäßen Luxus und Lifestyle mit ihrer traditionellen Werthaltung in Einklang bringen wollen“. Diese Zielgruppe soll gerne kochen und Wert darauf legen, eine gute Gastgeberin zu sein. „Dabei achten sie auf gepflegte Tischkultur“.

Inhaltlich will Salon interessante Menschen portraitieren und zeigen, wie sie leben, einkaufen und verreisen. Zudem soll es Menüvorschläge und saisonale Dinner-Rezepte für besondere Gelegenheiten geben. Eine nette, allerdings auch etwas britisch-schrullige Idee, ist der Einfall, jeweils ein 16-seitiges Lesestück „Die Themen der Saison“ zu bringen. Darin dreht sich alles um aktuellen Diskussions-Stoff für anregende Tischgespräche.

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„Salon ist ein niveauvolles und gleichzeitig sehr menschliches und authentisches Magazin, das wie ein gelungener Abend funktioniert: Die Gerichte sind überraschend und besonders gut. Man begegnet Menschen und Themen, die anregen und inspirieren“, erklärt Spielhagen, der als Editorial Director fungiert. Weiter schwärmt er: „Salon ist ein Kompliment an das Leben, ein originäres Print-Produkt, liebevoll ausgestattet mit Papierwechseln und Illustrationen. Ein wunderbares Coffeetable-Magazin, das im Wohnzimmer bleiben darf, während unser kleines Extraheft mit allen Rezepten als hübsche Begleitung in der Küche dient.“

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Um die Redaktion kümmert sich Anne Petersen und Thomas Niederste-Werbeck um die Art-Direction. Beide begrüßen auch die Leser im Editorial. Dort erläutern sie noch genauer ihre Vorstellungen. So soll Salon ein Heft sein, „das Traditionen liebt, ohne altmodisch zu sein“. Als Beispiel dafür nennen die beiden die Queen. Das Menü ihrer Hochzeit gibt es dann passenderweise im Print-Neuling zum nachlesen und -kochen.

Nach Einschätzung der Macher ist ihnen mit Salon wirklich etwas Neues im deutschen Zeitschriftenmarkt gelungen. Das treffe auf den Themenmix, die Tonalität und die Bildsprachen zu. „Dadurch definieren wir, rund um Lebensart, Gastlichkeit und Tischkultur, einen warmen, haltungsgetriebenen Luxus, der so derzeit in der Magazinlandschaft nicht zu finden ist“, erläutert Verlagsgeschäftsführer Soheil Dastyari.

Salon soll quartalsweise erscheinen, 8,50 Euro kosten und einen Umfang von 200 Seiten haben. Die Druckauflage liegt bei 100.000 Exemplaren.

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Alle Kommentare

  1. Heute hatte ich Zeit den SALON zu lesen. Ich mag die Idee des Heftes, und mir gefällt die Ästhetik. Leider konstatiere ich: Da ist noch (viel) Luft nach oben. Es ist mir irgendwie zu banal und auch zu verkrampft. Ich vermisse ein gewisses Selbstverständnis, es wirkt sehr bemüht und wirkt borniert statt lässig und selbstbewusst. Erinnert mich an das längst vergessene Park Avenue aus dem gleichen Haus.
    Möge des den Machern gelingen, ein bisschen Substanz aufs schwere Papier zu bringen und mit leichter Feder in Welten einzutauchen, die Tiefsinn und Glamour vereinen. Möglicherweise – und hier schließe ich mich einem der obigen Kommentare an – wird es dem Blatt zum Verhängnis, dass hier Menschen Themen bearbeiten, die wenig mit der ihnen eigenen Lebenswelt gemein haben.

  2. Habs leider am Kiosk noch nicht gefunden bin aber sehr gespannt. Optisch erinnert es an mich stark an Liebling, der Themenmix mutet ein bisschen wie ein Crossover aus Martha Stewart und Adelspostille. Auf jeden Fall gut, dass es ein Frauenheft ist, dann kann man vielleicht einige der entlassenen Brigitte-Kolleginnen übernehmen.

    1. soll das ironie sein, dass man entlassene brigitte-redakteure übernehmen könnte? klar dürfen die entlassenen künftig fürs haus arbeiten. für tagessätze die der sache nicht angemessen sind, die aber als branchenüblich oder (selbstgefällig) als „überdurchschnittlich“ bezeichnet werden. bei gruner gilt: solange man darauf verweisen kann, dass es bei bauer oder jalag noch viel mieser zugeht, solange wird man sich am baumwall als sozialhelfer unter den verlagen fühlen.

      schön, dass hier ein neues heft entstanden ist. auffällig ist, dass kein normaler redakteur oder freier autor, der für SALON zuliefert, dem darin gezeigten lebensstil wird nacheifern können. zu teuer der lifestyle. aber träumen ist auch schön.

  3. Klingt interessant und sieht schön aus. Neu? Nö. Auf dem deutschen und internationalen Markt gibt es einige ähnliche Konzepte. Siehe Heritage Post oder Anthologie. So oder so ist es gut, dass G+J mal etwas neues bringt.

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