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Wirbel um WhatsApp: Miese Abmahn-Abzocke mit Kerzen-Kettenbrief

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Copyright: Screenshot Mimikama/WhatsApp

Sie kommen im Zeitalter von Social Networks und Instant Messenger nicht aus der Mode: Kettenbriefe. Ein solcher treibt gerade auf WhatsApp sein Unwesen. Nutzern wird mit einer Abmahnung gedroht - nicht zum ersten Mal.

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Die Botschaft, die derzeit bei WhatsApp kursiert besteht aus einem Bild, das eine brennende Kerze zeigt, und folgender Nachricht:

„Bitte ersetze dein Profilbild durch diese Kerze der Hoffnung für 24 Std. Lass uns ein Zeichen aus Solidarität der krebskranken Menschen setzen. Nimm dir nur eine Minute Zeit & danke Gott dass du Gesund bist! Schicke die Kerzen an alle deine Freunde weiter, von denen du denkst, sie haben ein Herz. Morgen sehen wir, wie viele Kerzen wir anzünden konnten…“

Der Haken: Das Bild ist urheberrechtlich geschützt. Der Absender des Kettenbriefs hat Gerüchten zufolge das Bild absichtlich versendet, um anschließend über eine bildrechtliche Abmahnung von unzähligen WhatsApp-Nutzern hohe Schadensersatzforderungen geltend zu machen. Solche Abmahnwellen hat es bei WhatsApp schon des Öfteren geben.

Laut Mimikama sollen etliche Nutzer im Anschluss eine WhatsApp-Nachricht bekommen haben, in der von einer Abmahnung die Rede ist. In „gebrochenem“ Deutsch heißt es:

„Ich habe soeben eine Nachricht erhalten. Löscht bitte alle das Profilbild (kerze) des Kettembeifes, sonst werde ihr wegen Urheberrechtsverletzung Post mit Strafe bekommen. Das ist eine Betrugsmasche, ihr nehmt fremdes Bild und sollt dann zahlen.“

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Müssen Nutzer jetzt tatsächlich eine Abmahnung fürchten?

Theoretisch ja, praktisch nein. Rechtsanwalt Christian Solmecke von der Kölner Medienrechtskanzlei Wilde Beuger Solmecke: „Diese Abmahnungen sind, wenn sie hinterher vom Absender verschickt werden, unter jedem Gesichtspunkt rechtsmissbräuchlich. Wer als Urheber ein Bild in Kettenbriefen zum Weiterverbreiten verschickt, erteilt dadurch eine Lizenz für die Nutzung des Bildes zum beschriebenen Zweck.“

Sollte also der ursprüngliche Absender des Kettenbriefs das Bild selbst urheberrechtswidrig genutzt haben, dann hat der eigentliche Urheber das Recht, die urheberrechtswidrige Nutzung seines Bildes abzumahnen. Allerdings dürfte es problematisch sein, ob rechtlich gesehen durch das bloße Einsetzen des Kerzenbildes als Profilbild überhaupt eine öffentliche Zugänglichmachung im Sinne des Urheberrechts besteht. Denn schließlich sind Profile bei WhatsApp nicht für alle zugänglich, sondern nur für Kontakte aus dem eigenen Adressbuch, die die entsprechende Mobilfunknummer kennen.

 

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Alle Kommentare

  1. Ich kann es nicht fassen, wie weit solche Menschen gehen, nur um daraus Profit zu schlagen.
    Schließlich stellen die Leute dieses Bild doch rein um damit zu zeigen, dass sie hinter den, an Krebs erkrankten, Menschen stehen, und genau das wird dann natürlich gegen sie verwendet, weil das Bild urheberrechtlich geschützt ist.
    Und das alles ist deren Masche, dann schicken sie eine Abmahnung und fordern die ahnungslosen Leute auf Geld zu bezahlen, aber ist es wirklich so, dass man dann auch das Geld bezahlen muss, weil man hat ja schließlich das geschützte Bild eingestellt, aber die Art und Weise wie es dazu kam, da kann ich mir nicht vorstellen, dass das rechtlich korrekt ist.
    Ich hab ein bisschen nachgeforscht, weil solche als Kettenbrief getarnte Fallen werden sicherlich wieder und wieder auftreten. Beim suchen bin ich auf den Artikel eines Rechtsanwaltes gestoßen, der genau über diesen Kettenbrief schreibt.
    Hier ist der Link dazu, zum nachlesen:
    https://www.aid24.de/rechtsblog/kerzen-kettenbrief-whatsapp-zu-kerzenbild-vorsicht-abmahngefahr

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