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Keine üble Nachrede gegen Tiedje: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen stern-Mann Tillack ein

stern-Reporter Hans-Martin Tillack darf weiterhin Vermutungen über die Lobbyarbeit von Ex-Bild-Chefredakteur Hans-Hermann Tiedje, bzw. seiner PR-Agentur WMP EuroCom AG, anstellen. Die Staatsanwaltschaft Berlin, bei der Tiedje-Anwalt Gerhard Strate Anzeige wegen übler Nachrede erstattet hatte, stellte die Ermittlungen ein.

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In zwei Stücken hatte stern-Journalist Tillack eine Aussage Tiedjes angezweifelt, in der sich er bzw. WMP von der CDU-freundlichen Zeitschrift Tolles Thüringen distanzieren. Das Blatt wurde während des Thüringer Wahlkampfes 2009 an Haushalte verteilt. Für Tillack war die Broschüre damals verstecke Parteienfinanzierung.

Zusammenhänge beweisen konnte Tillack nicht. Dafür listete er in zwei Beiträgen (einmal im stern, einmal im Blog bei stern.de) mögliche Verbindungen und Indizien auf. Im Blog-Eintrag griff er ein Statement von Tiedje ironisch auf: “Aber wie gesagt: Bei Tolles Thüringen hat WMP ‘in keiner Weise mitgewirkt’, wie die Firma versichern lässt. Wir wollen das mal glauben. Es hätte ja auch Tiedjes ehernem Prinzip widersprochen – gar nicht erst zu versuchen, Politiker zu beeinflussen.”

Den WMP-Vorstandsvorsitzenden hat das gestört. Sein Anwalt Strate sah in Tillacks Handlungen den Versuch „übler Nachrede“. Tillack versuche “zu Unrecht den Eindruck zu erwecken”, Tiedje bzw. seine Firma habe bei dem Projekt Tolles Thüringen mitgewirkt und versuche, Politiker zu beeinflussen. Bei der Staatsanwaltschaft in Berlin erstattete er Anzeige (MEEDIA berichtete).

Die hat nun aber, wie Tillack via Twitter bekannt machte, keine üble Nachrede erkannt und die Ermittlungen gegen den Journalisten eingestellt. Punkt für Tillack.

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Nachtrag: Tiedje will über seinen Anwalt Gerhard Strate Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens einlegen.

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