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ARD-Film „Bornholmer Straße“ hält sich extrem gut gegen den Fußball

ARD-Film „Bornholmer Straße“
ARD-Film "Bornholmer Straße"

Toller Erfolg für die Wende-Komödie "Bornholmer Straße" im Ersten: 6,99 Mio. sahen sie am Mittwochabend - obwohl im ZDF Champions-League-Fußball lief. Der gewann mit 7,94 Mio. Fans aber trotzdem den Tag. Auch im jungen Publikum lag die "Bornholmer Straße" vor allen Privatsendern und musste sich nur dem Fußball geschlagen geben.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Mittwoch wissen müssen:

1. „Bornholmer Straße“ holt 21,5% gegen die Bayern – auch im jungen Publikum top

6,99 Mio. Zuschauer – ein eindrucksvolles Ergebnis für die ARD-Historienkomödie „Bornholmer Straße“. Der großartige besetzte Film von Christian Schwochow erzielte damit einen Marktanteil von 21,5% und musste sich nur dem Champions-League-Fußball geschlagen geben, den im ZDF 7,94 Mio. (26,0%) einschalteten. Der gemeinsame ARD-ZDF-Marktanteil von fast 50% erinnert an längst vergessene Zeiten. Auch in den jungen Zielgruppen war „Bornholmer Straße“ ein Hit: mit 3,03 Mio. 14- bis 49-Jährigen erzielte der Film 16,8%, mit 1,50 Mio. 14- bis 49-Jährigen 12,4%. Auch in diesen beiden Zuschauergruppen verlor er nur gegen das ZDF, blieb vor allen Privatsendern. Die anschließende Doku „Die Nacht des Mauerfalls“ war ebenfalls ein Erfolg: 5,30 Mio. bescherten ihr noch 17,5%, in den jungen Zielgruppen gab es 14,2% und 11,4%.

2. RTLs „Die 25“ deutlich unter Soll, „The Taste“ klettert zurück über die 10%-Marke

Die Privaten mussten sich also auch im jungen Publikum mit den Plätzen hinter dem Ersten und dem ZDF zufrieden geben. Die meisten jungen Zuschauer sammelte dabei RTL ein, doch der Marktanteil blieb deutlich unter dem eigenen Soll. 1,42 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen „Die 25 unglaublichsten Lebenswege“ – unschöne 11,9%. ProSieben kam mit „Grey’s Anatomy“ auf halbwegs solide 11,1%, mit „Devious Maids“ danach hingegen nur auf miserable 7,8% und 8,9%. Spürbar nach oben ging es für „The Taste“ auf Sat.1; Nach unschönen 8,0% in der Vorwoche erreichte die Kochshow diesmal sehr ordentliche 10,2%.

3. Vox-Mittwochs-Serien laufen miserabel, kabel eins punktet mit „Galaxy Quest“

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Der Prime-Time-Sieger in der zweiten Privat-TV-Liga heißt diesmal kabel eins. 730.000 14- bis 49-Jährige entschieden sich dort für die Sci-Fi-Klamotte „Galaxy Quest“ – ein ordentlicher Marktanteil von 6,2%. Identische 730.000 sahen auch RTL IIs Doku-Soaps „Babys!“ und „Teenie-Mütter“ – die Marktanteile von 6,2% und 6,1% sind für den Sender allerdings eher unbefriedigend. Deutlich unter den Normalwerten blieb Vox: Die US-Serien „Perception“ und „Major Crimes“ erreichten dort nur 530.000 bis 660.000 14- bis 49-Jährige – miese Marktanteile von 4,9% bis 5,8%.

4. Fast 8 Mio. Champions-League-Fans im ZDF, 820.000 bei Sky

7,94 Mio. Fans sahen das 2:0 des FC Bayern gegen AS Rom im ZDF – ein Marktanteil von 26,0%. Ein neuer Saisonrekord wurde damit aber nicht erreicht – sicher auch wegen des starken ARD-Films. Die Bestleistung stammt weiterhin vom 3. Spieltag, als 8,18 Mio. den Dortmunder Sieg bei Galatasaray sahen. Zusätzliche 820.000 Fußball-Fans sahen die Übertragungen am Mittwoch bei Sky – ein schöner Marktanteil von 2,7% und eine Zuschauerzahl, die fast so hoch war wie die am Dienstag, als 870.000 ohne parallele Free-TV-Übertragung Sky schauten.

5. ProSieben Maxx punktet mit „Stargate“, zdf_neo mit „Kommissarin Heller“

Die Nummer 1 der kleineren Sender hieß im jungen Publikum am Mittwochabend „Stargate“. ProSieben Maxx holte mit zwei Folgen der Serie ab 20.15 Uhr 270.000 und 240.000 14- bis 49-Jährige und Marktanteile von 2,3% und 2,5%. Zur Einordnung: In den vergangenen Monaten schwankte der Sender in dieser Zielgruppe zwischen 0,9% und 1,2%. Im Gesamtpublikum schafften zwei Prime-Time-Programme abseits der großen acht Sender den Sprung über die Mio.-Marke: „Kommissarin Heller“ mit 1,04 Mio. (3,2%) bei zdf_neo und nach 22 Uhr der „Polizeiruf 110: Eine andere Welt“ mit 1,00 Mio. und 4,6%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums, der 14- bis 49-Jährigen und der 14- bis 59-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Schade, dass man als ExPat den Film -Dank Geoblocking- nur mit Hilfe aus der Trickkiste oder im Nachhinein auf youtube schauen kann… Nicht nur, dass man die falsche Bruecke im Film zeigte, ich kann mich auch an eine mehr festive Stimmung erinnern. In meiner Erinnerung hatte die „Boese Bruecke“ irgendwann einen Volksfest artigen Charakter. Und was ist mit jenem Satz „Wir fluten jetzt!“. Gehoert der tatsaechlich in die Reihe jener Legenden wie „Beam me up Scotty!“?
    Nichts desto trotz: Nett gemacht. Kann’s manchmal immer noch nicht glauben, dass das schon 25 Jahre her ist…

  2. Sicher lieber Herr Hille, jedoch kennen wir alle die Originalbilder von der Bornholmer Strasse und es darf doch wohl erlaubt sein, dass sich nach 25 Jahren jemand ein bisschen satirisch des Themas animmt, ohne, dass ein verbohrter alter Kommunistenbetonkopf gleicht ans Herz greift.

  3. Ich frage mich wer die gequirlte Schei… geschrieben und verfilmt hat. Schade ums Geld. Ich habe mir den Film angesehen, weil ich selbst Grenzsoldat war, aber über 20 Jahre vor dem Mauerfall und nicht an der Westgrenze. Selbst wenn es eine Komödie sein sollte, ich konnte nicht lachen. Es wurden die DDR Bürger in Uniform als Idioten dargestellt. Schade ! Auch im Osten gab es intelligente Menschen.

  4. wen interessieren Quoten…??? Fernsehen dient doch inzwischen mehrheitlich der inzwischen sinn-entleerten Berieselung des von der Arbeit oder dem Nicht- arbeiten-dürfen erschöpften Publikums…zu dessen Finanzierung auch Fernseh-verweigerer zur Kasse gebeten werden…. Da gehört ja Fußball ohne Zweifel noch in die Minderheiten-Ecke des Sinnvollen- obwohl einem Großteil der Zuschauer das Selbst-Spielen besser täte…für das sie dann nur leider nicht Millionen einstecken könnten…

  5. Ich wüsste gern, wieviele der knapp 7 Mio Zuschauer aus Ost bzw. West waren.
    Das könnte Licht in die Quote bringen.

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