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Analysten verteidigen Axel Springer nach Gewinnstagnation

Springer-CEO Mathias Döpfner
Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner

Durchwachsene Quartalszahlen vom Branchenprimus: Die Axel Springer SE wies für den Dreimonatszeitraum Juli bis September stagnierende Gewinne aus – gegenüber dem Vorquartal brach das Konzernergebnis wegen hohen Restrukturierungskosten gar um ein Drittel weg. Macht nichts, fanden Analysten – und bestätigten ihre Kursziele. An der Börse kam das Zahlenwerk gut an: Die Springer-Aktie legte deutlich zu.

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Es gibt immer verschiedene Lesarten von Konzernbilanzen. Im Falle des dritten Quartals der Axel Springer SE lesen sich die harten Fakten so: Bei einem Umsatzanstieg von 8 Prozent auf 741 Millionen Euro blieb unterm Strich ein operativer Gewinn von 98 Millionen Euro und ein bereinigter Konzernschussüberschuss von 48 Millionen Euro hängen – ein kleines Plus von 1,9 bzw. 3,6 Prozent.

Gegenüber dem Vorquartal brach das Konzernergebnis jedoch um ein Drittel ein – und verfehlte damit die Konsensschätzungen der Banken. Dennoch reagierten Analysten alles andere als beunruhigt. Commerzbank-Analystin Sonia Rabussier bestätigt ihr Kursziel von 48 Euro und die damit verbundene „Halte“-Empfehlung. Die Umsätze hätten sich besser als erwartet entwickelt, das Digitalgeschäft gar herausragend.

Aktie notiert trotz Kurssprung 2014 weiter im Minus
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Noch optimistischer äußerte sich die DZ Bank. Auch Analyst Harald Heider lobte in seiner Kurzstudie die Entwicklung von Springers Digitial Classified-Sparte. Wachstumstreiber wären die Online-Angebote von Stepstone, Immonet und meinestadt.de gewesen. Heider blieb bei seiner Kaufempfehlung und einem Kursziel von 50 Euro.

Einen um zwei Prozent höheren Wert hält Analyst Andrea Beneventi von Kepler Cheuvreux für angemessen, der mit seinem Kursziel von 51 Euro naheliegenderweise bei einer Kaufempfehlung bleibt. Beneventi lobte ebenfalls die besser als erwartete Umsatzentwicklung.

Entsprechend tendierte die Springer-Aktie dann auch: Mit einem Plus von knapp 5 Prozent setzte sich das Papier gestern phasenweise an die Spitze des MDax. Seit Jahresbeginn laufen die Aktien jedoch weiter einem Minus von fast 9 Prozent hinterher.

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