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Nach Prozess wegen sexueller Belästigung: Tinder-Chef verliert CEO-Position

Zoff bei der Flirt-App: Vor einigen Monaten wurde Justin Mateen, dem damaligen Chief Marketing Officer von Tinder, sexuelle Belästigung vorgeworfen. Mateen verlor daraufhin seine Stelle. Nach Angaben des Forbes Magazines muss sich in Folge des Prozesses nun auch Tinder-Gründer Sean Rad von seinem Amt als CEO verabschieden. Grund ist unter anderem seine öffentliche Loyalitätsbekundung mit Mateen.

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Als „Hure“ und „Gold-Digger“ soll Justin Mateen seine Ex-Freundin und Tinder-Mitarbeiterin Whitney Wolf beschimpft haben. Im Sommer dieses Jahres verklagte Wolf den damaligen CMO daraufhin wegen sexueller Belästigung. Mittlerweile ist Mateen seinen Job los und der Prozess abgeschlossen. Doch die Geschichte hat offensichtlich weitere Konsequenzen: Auch Sean Rad, Gründer und CEO der Dating-App, muss seine Position aufgeben – als Präsident darf er allerdings bleiben. Der Grund für die Degradierung soll Rads öffentliche Loyalitätsbekundung mit seinem ehemaligen Mitarbeiter sein sowie die Verweigerung, seine enge Verbindung zu Mateen aufzugeben. Dies berichtete das Forbes Magazine am vergangenen Dienstag. Die Entscheidung zu Rads Herabstufung habe das Gremium des amerikanischen Medienunternehmens IAC gefällt, das 60 Prozent der Anteile des Startups hält. Wie das Wirtschaftsmagazin weiter berichtete, beklagt IAC, Sean Rad habe einen Club anstatt einer anständigen Firma aufgebaut. Es gäbe keine sozialen Barrieren und wenig „Sinn für Moral.“

Gegenüber Forbes betonte Rad, dass er mit der Entscheidung in keinster Weise einverstanden sei – doch er werde die Position des Präsidenten annehmen. Damit hält er weiterhin 10 Prozent Anteile des Unternehmens, das mittlerweile auf einen Wert von über 1 Milliarde US-Dollar geschätzt wird. Außerdem behält er seinen Platz im Gremium.

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Vor allem Rads Ego scheint angekratzt: Gegenüber Forbes bezeichnet er sich als die „Seele der Firma“, ohne die der Betrieb sterben wird. Forbes zitiert weiter einen anonymen Insider, der behauptet, IAC habe nur auf einen Grund gewartet, um Rad loszuwerden – um die komplette Kontrolle über Tinder zu haben.

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