„Das sind Stasi-Methoden“: Anwalt Höcker kritisiert Bild und Focus Online für Weselsky-Berichte

Werden für ihre Berichterstattung kritisiert: Bild-Chef Kai Diekmann (Foto: dpa) und Focus-Online-Chef Daniel Steil.
Werden für ihre Berichterstattung kritisiert: Bild-Chef Kai Diekmann (Foto: dpa) und Focus-Online-Chef Daniel Steil.

Publishing Der Viertage-Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist für die Medien das Thema des Tages. Im Mittelpunkt der Berichterstattung: GDL-Chef Claus Weselsky. Am Mittwoch nahmen sich Bild und Focus Online den Gewerkschafter vor – allerdings mit journalistisch eher fragwürdigen Mitteln. Im Netz wird ihnen nun "Menschenjagd" vorgeworfen. Im Gespräch mit MEEDIA erklärt Medienanwalt Ralf Höcker, wo Persönlichkeitsrechte verletzt worden sind.

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Auf der Politik-Seite sowie online machte Bild am Mittwoch mit dem Bahnstreik auf, gab Lesern Tipps, an welchen Stellen sie sich über den aktuellen Stand informieren können. Im Artikel ebenfalls zu finden war auch eine Telefonnummer. Dazu schrieb die Bild: „Wenn Sie dem Bahnsinnigen selbst die Meinung geigen wollen, das ist seine Telefonnummer…“ Hier ein Auszug aus der aktuellen Ausgabe. Die Durchwahl der Nummer wurde von der MEEDIA-Redaktion unkenntlich gemacht.

Bahnstreik-text

Foto: Screenshot Bild-Zeitung

Der „Bahnsinnige“, den Bild meint, ist GDL-Chef Claus Weselsky. Die Telefonnummer ist die seines Büros. Die Boulevardzeitung ruft Millionen Leser auf, beim Gewerkschaftsboss anzurufen. Und überschreitet damit eine Grenze, findet der Kölner Medienanwalt Prof. Dr. Ralf Höcker. „Die Veröffentlichung einer Beschwerde-Hotline, die genau zu diesem Zweck gedacht ist, wäre völlig unproblematisch. Bei der von Bild veröffentlichten Telefonnummer handelt es sich aber um den Kontakt von Herrn Weselsky, bzw. seinem Büro. Das halte ich für eindeutig unzulässig“, so der Anwalt. Zwar sei klar, „dass er nicht persönlich ans Telefon gehen wird. Es ist aber genauso klar, dass diese Nummer für den normalen, dienstlichen Gebrauch gedacht ist. Und damit geht einher, dass Herr Weselsky und seine Mitarbeiter in ihrer Arbeit behindert werden sollen.“

Noch weiter ging Focus Online. Chefredakteur Daniel Steil schickte Reporter los, um die private Adresse des GDL-Chefs ausfindig zu machen. Eigenen Angaben zufolge waren diese bei ihrer Suche erfolgreich und veröffentlichten die Außenfassade von Weselskys vermeintlichem Wohnsitz, dazu ein Klingelschild der „Fam. Weselsky“.

Bildschirmfoto 2014-11-05 um 11.36.51

Bild: Screenshot Focus Online

Höcker sieht hier einen schwerwiegenden Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Gewerkschaftsführers. „Das ist nichts anderes als Terror. Zumal auch die Familie von Herrn Weselsky durchaus in Gefahr gebracht wird. Die GDL legt sich derzeit mit Millionen von Bahnfahrern an. Dass in das Privatleben von Leuten eingegriffen wird, um so Druck zu erzeugen, kennen wir aus anderen Zeiten deutscher Geschichte – das sind Stasi-Methoden.“ Die Aufgabe der Presse sei es, sich mit Weselsky als GDL-Chef auseinanderzusetzen, „nicht persönlich und im privaten Bereich seiner Familie.“

Protest über die Methoden von Bild und Focus Online regt sich vor allem im Netz. Auf Twitter ist von „Menschenjagd“ und „Hatz auf Weselsky“ die Rede, genauso wie von „Populismus“.

Gegenüber MEEDIA haben bisher die Verantwortlichen von Bild und Bild Online noch nicht reagiert. Online hat Bild seinen Aufmacher bereits umgebaut. Der Aufruf, sich persönlich beim GDL-Chef zu beschweren, ist verschwunden. Stattdessen wurde auf einen Tweet eines Nutzers zurückgegriffen, der das fordert.

Bild-Chefredakteur Kai Diekmann hat sich kurz bei Twitter zu Wort gemeldet, verweist dort lediglich auf die Bild-Beschwerdehotline (kostet 50 ct/Anruf aus dt. Festnetz).

Auf Nachfrage bei Focus Online wird die Berichterstattung verteidigt. Die Veröffentlichung sei einwandfrei. „Weil wir eben nicht das Haus gezeigt haben, in dem Weselsky wohnt, sondern die Häuserfront. Er wohnt in einem kleinen Haus dahinter. Davon liegen uns auch Bilder vor, diese haben wir allerdings nicht zum Einsatz gebracht“, so ein Sprecher. „Ebenso wenig nennen wir den genauen Wohnsitz von Claus Weselsky, sondern beschränken uns hier auf die Angabe eines Stadtteils.“

Als Antwort, weshalb man sich überhaupt entschieden hat, die Privat-Adresse des GDL-Chef zu recherchieren, heißt es seitens Focus Online: „Claus Weselsky ist dafür verantwortlich, dass Millionen Deutsche in den kommenden Tagen nicht oder nur unter großen Umständen von A nach B kommen. Das gab es noch nie in Deutschland. An dieser Person gibt es daher ein gesteigertes Interesse und dem werden wir mit unserer Berichterstattung gerecht.“

 

Update, 05. November, 14.55 Uhr: Eine Sprecherin von Axel Springer hat gegenüber MEEDIA erklärt, man habe sich für die Veröffentlichung entschieden, „damit die Leser ihre Meinung über den Streik der GDL kundtun können. Dies geht aus dem Artikel auch klar hervor. Die Nummer findet sich im Übrigen auch auf der Internetseite der GDL.“

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Alle Kommentare

  1. Bislang gehört die Bahn dem Steuerzahler, also uns allen. Selbstverständlich haben die Büro-Telefonnummern „unserer“ Gewerkschafter also öffentlich zugänglich zu sein – genauso wie z.B. die Büro-Telefonnummern (und übrigens auch Privat-Adressen) aller Bundestags-Abgeordneten öffentlich zugänglich sind. Sollen diese Informationen irgendwie verheimlicht werden, ist es geradezu die Pflicht der Medien, hier zu recherchieren. Meedia sollte dies deutlich darstellen

    1. „manfred voss“ schliesst sich den hetzern an und sammelt für sich selbst schlechtes karma an.
      solche leut sind die gefährlichsten…
      doch das leben führt uns jetzt zur wahrheit!!
      und licht fällt zunehmend mehr auf alle schatten…
      sei wachsam, und merk dir die gesichter gut, sei wachsam und hab jede menge mut…(reinhard mey)

  2. Auch wenn es für einen Mitarbeiter von MEEDIA unglaublich klingen mag: auch die Printausgabe der BILD erreicht noch annähernd 10 Millionen Leser

      1. Auch 2,44 Mio. wären bereits mehr als die im Artikel erwähnten „hunderttausende“ – und in die Niederungen, Ihnen den Unterschied zwischen Auflage und Reichweite zu erklären, werde ich mich nicht begeben.

      2. Auch 2,44 Mio. wären deutlich mehr als die im Artikel erwähnten „hunderttausende“. Und den Unterschied zwischen Auflage und Reichweite werde ich Ihnen hoffentlich nicht erklären müssen?!?

    1. Schlimm genug, dass dieses Drecksblatt überhaupt jemand kauft. Sowas taugt nur zu einer Bücherverbrennung und die die da schreiben auch.

      1. Herr Schönberg, was meinen Sie mit „und die die da schreiben auch“? Dass man „Bild“-Journalisten am besten verbrennen sollte? Wissen Sie eigentlich, was Sie da sagen?

        Was für ein Hass! Diese Kontroverse um die GDL und die Deutsche Bahn zeigt, wie locker der verbale Colt inzwischen überall schon sitzt. „Bild“ hetzt die Leser gegen Weselsky auf, „Bild“-Kritiker hetzen daraufhin gegen das Blatt und seine Macher – schreckliche neue Medienwelt… .

      2. @Torsten Schönberg: Gegen wen richtet sich nun Ihre Kritik – gegen die Leser, die Schreiber oder das Blatt im allgemeinen?
        Und wenn Sie denn sich an einem kritischen Meinungsaustausch beteiligen, dann wenigstens mit Anstand, und nicht aus den Tiefen der untersten Schublade heraus! Immerhin kritisieren sie die BILD ja immerhin als „Drecksblatt“. Ihr Kommentar ist dann auch wohl „Dreck“, oder?
        Das Thema Bücherverbrennung scheint Ihnen ebenfalls ganz leicht über die Lippen – oder hier über die Tastatur zu gehen. Diesen Vergleich nutzt heutzutage nur noch eine gewisse Klientel, die daran leicht zu erkennen ist.
        Die Gleichsetzung, dass die „Schreiberlinge“ auch nur zum Verbrennen taugen, kommt im übrigen einem Straftatbestand – sei es nun Verunglimpfung, üble Nachrede o.ä. – sehr nahe. Wenn Sie das nun nicht im Hinterzimmer eines Wirtshauses machen, sondern im Internet, dann ist zeugt dass schon von einem gehörigen Maß an Dummheit.
        Mein Fazit: einfach dummer Kommentr von einem offensichtlich dummen Schreiber!

      3. @R. O. :

        Wollen sie mich verarschen? Diese drecks Journalisten, welche nicht nur Hetzer der GDL sondern auch ekelhafte Kriegstreiber sind, sollten alle öffentlich gemacht werden, damit man ihrer später habhaft wird und sie sich vor Gericht alle wiedersehen. Und ganz ehrlich, es würde mich aufgrund der vielen Toten, welche die Kriegstreiber durch öffentliche Meinung fabriziert haben, nicht stören wenn die brennen. Auf welchen Planeten leben sie eigentlich? Die Zeit des Gutmenschtun ist vorbei.

    1. Wenn ich hier eure Kommentare zum Thema lese,fällt mir auf, das man eins erreicht hat,Emotionen werden erfolgreich auf das ziel und die Umgebung freigesetzt.Ich bin ein GDL Versteher ,den wenn man es Gesetzlich so regelt das Bahnmitarbeiter streiken müssen um Ihre Interessen durch zu setzen,diese aber dann Verurteilt,weil Sie dann streiken ist schlicht weg Krank.Oder?
      Und noch ein Manko,die Deutsche Bahn gehört nicht dem Steuerzahler,sondern dem Staat und ob es diesen jetzt gibt oder nicht,darüber lässt sich streiten.

    2. Wenn bei so einer Berufsgruppe eben das „Nichtarbeiten“ so hoch im Kurs steht, da müssten eben die Bahnnutzer mal streiken und eine bestimmte Zeit die Bahnfahrerei so stark es geht einschränken, die sollen mal sehen, was so ein Boykott bedeutet.

  3. Das tägliche Beispiel warum deutsche Qualitätsjournalisten eine Pest sind.

    Immerhin, die Auflagen / Reichweiten / Quoten schmelzen fröhlich vor sich hin – UND DAS IST AUCH GUT SO, GENOSSEN UND GENOSSEN MIT BRÜSTEN

  4. Meine Meinung: alle die Gewerkschaften sollten sich mal einig werden und dieses Land einmal für 4 Wochen still legen um damit zu zeigen, daß wir alle keine Handlanger der Herrschenden, sondern Bürger mit Rechten sind!

    Frank Bassler

  5. Es stimmt, dass die GDL auf ihrer Internetseite auch die Durchwahlnummer von Weselsky veröffentlicht. Man muss nur auf und dann auf „Lebenslauf“ klicken. Was soll also die Aufregung?

  6. Ich habe meine Meinung zum Umgang mit der GDL und dem Streik in einem offenen Brief an alle Bahnfahrer und Arbeitnehmer zusammen gefasst:

    Offener Brief an alle Kunden der Bahn und alle Arbeitnehmer

    Ich kann ja verstehen, dass der Bahnstreik nervt, aber viele scheinen zu vergessen wofür gestreikt wird? Für die Weltherrschaft oder aus purer Bosheit? Soweit ich weiß streikt die GDL für eine angemessene Bezahlung und für Arbeitnehmerrechte, die eigentlich selbstverständlich sein sollten! Wovon übrigens nicht nur die Mitglieder profitieren, sondern auch andere Angestellte. Sind vielleicht viele Menschen nur neidisch, weil sie selbst keine Gewerkschaft haben, die die Mittel oder den Mumm hat für ihre Rechte einzutreten und als gleichberechtigter Verhandlungspartner auftritt? Nur weil ich unterbezahlt bin und schlechte Arbeitsbedingungen habe, bin ich nicht der Meinung, dass es allen anderen auch so gehen soll.
    Fallen wirklich so viele Menschen auf Sätze der Bahn rein, die ähnlich gehen wie „GDL-Chef Weselsky ließ die Verhandlungen völlig überraschend platzen, obwohl die Einigung greifbar nah war“ (sinngemäß wiedergegeben – ich habe das Original-Zitat leider nicht mehr gefunden)? Und fast alle Medien stimmen mit Kommentaren wie „Weselskys Ego-Trip“ und „GDL auf Amokfahrt“ mit ein.
    Die Bahn spekuliert meiner Meinung nach ganz bewusst darauf, dass die GDL als Buhmann da steht, und präsentiert sich selbst als den großen Freund und Beschützer von Kunden und Mitarbeitern, der die bösen Lokführer endlich zur Vernunft bringen will. Letztendlich will die Bahn aber auch nur ihre Forderungen durchdrücken. Die BILD-Zeitung, wie viele anderen Medien auch, plappert der Bahn nach, stellt GDL-Chef Weselsky als dünnheutig und unbeherrscht dar und attestiert ihm einen „Rumpelstilzchen-Auftrtitt“. Und die vom Streik betroffenen Bahnkunden lassen sich ohne nachzufragen aufhetzen.
    Kurz danach präsentiert die BILD dann aber tatsächlich noch den Grund für den Streik aus Sicht der Gewerkschaft: „Die Lokführergewerkschaft teilte hingegen mit, die Bahn habe versucht, der Gewerkschaft „die Nichtzuständigkeit für einen Teil ihrer Mitglieder” und einen Verzicht auf das Streikrecht zu diktieren.“ Statt Streik, soll die GDL also lieber auf ihr Streikrecht und ihre Mitglieder verzichten… eine Gewerkschaft, die das nicht ablehnt, ist ihren Namen nicht wert! Auch wenn es nicht die erste wäre, die einknickt.
    Manche scheinen auch zu denken, nur weil der GDL-Chef Weselsky die Streiks verkündet, wäre er ein machtbesessener Despot, der horrende Forderungen stellt und die Verhandlungen nach eigener Lust und Laune abbricht. Weselsky entscheidet doch nicht alleine über den Streik – der gibt nur die Entscheidung der Mitglieder weiter. Und das sind Arbeitnehmer, wie die meisten von uns auch. Warum sollte man die Gewerkschaft zwingen ein schlechtes Angebot anzunehmen, die Bahn aber nicht?
    Wäre es nicht sinnvoller, wenn der Rest der Arbeitnehmer mit den Streikenden sympathisiert und so selbst auch an Stärke gewinnt, weil deutlich wird, welche Kraft wir alle zusammen haben?!
    Das ist zumindest meine Meinung mit meinem derzeitigen Kenntnisstand. Ich bin jederzeit gespannt auf neue Fakten. Micha Benjamin

    1. > Soweit ich weiß streikt die GDL für eine angemessene Bezahlung und für Arbeitnehmerrechte, die eigentlich selbstverständlich sein sollten!

      Was heisst denn „angemessene“ Bezahlung? Das Problem ist doch überhaupt, dass Streiks rechtlich zugelassen werden. In einer absoluten freien Marktwirtschaft, die wir leider nicht haben, bestimmt Angebot und Nachfrage Preise und Lohnniveaus. Und in Deutschland ist niemand gezwungen, in einem Job zu arbeiten, der ihm nicht gefällt.
      Es ist ein Angebot des Arbeitgebers, was jedem offen steht, dieses anzunehmen oder auch nicht. Wem der Job zu unterbezahlt ist, der kann sich ja etwas anderes suchen. Ich bin mir sicher, es gibt genügend arbeitswillige, die den Job gerne tun würden. Und genügend qualifiziertes Personal aus den Anrainerstaaten im Osten findet sich bestimmt.

      1. „In einer absoluten freien Marktwirtschaft, die wir leider nicht haben, bestimmt Angebot und Nachfrage Preise und Lohnniveaus.“
        Derartige Sätze liest man in letzter Zeit komischerweise zunehmend. Leider scheint den Verfassenden dabei immer wieder zu entgehen, dass eine „absolut freie Martwirtschaft“ nicht funktioniert. Denn eine freie Marktwirtschaft führt zu einem zunehmenden Absinken des Lohnniveuas. Der Gewinn der Unternehmer wächst indes immer weiter an. So geschehen, zu Beginn der Industriealisierung. Wenn Angebot und Nachfrage, den Markt (und auch den Arbeitsmarkt) bestimmen, verfallen Lohnniveau, Arbeitssicherheit, etc. denn es gibt immer jemanden, der für weniger Geld arbeiten geht und seien wir doch mal ehrlich… wenn Man am Hungertod nagt, interessiert einen die eigene Gesundheit (arbeitssicherheit) nicht wirklich. Das passiert so lange, bis die Breite Masse sich organisiert und Gewerkschaften gründet, um sich entsprechende Rechte einzufordern. Diesen Zeitpunkt haben wir glücklicherweise auch schon hinter uns und dafür können wir uns glücklich schätzen. Es ist ein Unding, dass man in den vergangenen Jahren zunehmend eine objektive journalistische Darstellung der Vorgänge in der Welt vermissen muss. In nahezu jedem Artikel fließen Meinungsäußerungen des Journalisten oder der Redaktion ein, teils ohne, dass es dem Leser auf den ersten Blick auffällt. Wo bleibt die gute alte neutrale Darstellung, die vom Leser verlangt, sich selbst eine Meinung zu bilden. Hinzu kommt noch, dass allem anschein nach immer mehr Einzelinteressen in darstellungen einfließen und bestimmte Organisationen dies, teils geschickt, teils sehr plump, sehr wohl für sich zu nutzen wissen.
        Es ist mir auch völlig unerklärlich, warum in der aktuellen Gesellschaft zunehmend nach Einzelverantwortlichen gesucht wird, wie am Besipiel von Herrn Weselsky. Herr Weselsky ist in seiner Funktion als GDL-Bundesvorsitzender, wie bereits erwähnt, nicht allein für die Bewertung und etwaige Ablehung von Tarifvertragsangeboten zuständig. Sondern geschieht dies innerhalb einer Kommission, die alle Punkte des vorliegenden Angebots prüft und einzeln bewertet. Aufgrund der Komplexität ist auch nicht anzunehmen, dass dies im Alleingang passiert und möglich wäre. (Sowas ist kein Zweiseiter)
        Die Aussage, dass Herr Weselsky eine Person öffentlichen Interesse ist, mag Grundlegend korrekt sein, wenn man von ihm als Gewerkschaftsboss spricht. Nicht jedoch, wenn man von ihm als Privatperson spricht. Von daher ist es zwar zu Begründen, dass seine dienstliche Telefonnummer veröffentlicht wird, nicht jedoch, dass Hinweise auf seine Private Adresse gegeben werden. Denn die kann anhand eines Klingelschildes+Foto der Häuserfront+Stadteil, jeder geneigte PC-Nutzer via Streetview und/oder Googlemaps recht schnell ermitteln. Und dass kann zu unangenehmen und sogar gefährlichen Situationen für Herrn Weselsky und seine Familie führen.
        Es kann doch nicht sein, dass zukünftig dienstliche Ausseinandersetzungen immer sofort ins private runter gebrochen werden. Denn das wird der aktuellen Diskussion nicht gerecht. Denn um Herrn Weselsky zu zitieren: „Tausende Lokführer und Zugbegleiter würden nicht für einen Egotrip von ihm in den Streik ziehen“… sondern weil sie auf etwas Aufmerksam machen und etwas verbessern wollen.

        Und das aktuelle Angebot der DB, nach dem der „mega“-Streik beschlossen wurde, wurde keineswegs aus heiterem Himmel abgelehnt. Denn in diesem Angebot stand Sinngemäß…
        Die DB führt zukünftig Tarifverhandlungen mit beiden Gewerkschaften und wenn sich beide uneinig sind, gilt die Position der EVG als bindend.

        Wenn die GDL das nicht ablehnt, unterschreibt sie ihr eigenes Todesurteil. Denn im extremfall bedeutet dies, dass wenn es die Bahn schafft, einige Lokführer in der EVG zu organisieren, verhandelt sie zukünftig mit EVG und GDL über Tarifverträge für Lokführer und wenn sich beide uneinig sind, gilt eine Einigung mit der EVG, auch wenn wesentlich mehr Lokführer in der GDL organisiert sind. Die GDL hätte dann auch nichtmehr die Möglichkeit, in so einer Situation zu streiken.

        Also bleibt zuhoffen, dass es zukünftig mal wieder möglich sein wird, sachliche Diskussionen zu führen, ohne die teilnehmenden Parteien zu personalisieren (die GDL besteht nichtnur aus Herrn Weselsky, genauso wenig, wie die DB nicht nur aus Herrn Weber und dem anderen Typen besteht, der immer in die Kamera grinst) und zu verteufeln. Denn es gibt in unserer Arbeitswelt durchaus Probleme die es zu diskutieren gilt.

      2. „In einer absoluten freien Marktwirtschaft, die wir leider nicht haben, bestimmt Angebot und Nachfrage Preise und Lohnniveaus.“
        Derartige Sätze liest man in letzter Zeit komischerweise zunehmend. Leider scheint den Verfassenden dabei immer wieder zu entgehen, dass eine „absolut freie Martwirtschaft“ nicht funktioniert. Denn eine freie Marktwirtschaft führt zu einem zunehmenden Absinken des Lohnniveuas. Der Gewinn der Unternehmer wächst indes immer weiter an. So geschehen, zu Beginn der Industriealisierung. Wenn Angebot und Nachfrage, den Markt (und auch den Arbeitsmarkt) bestimmen, verfallen Lohnniveau, Arbeitssicherheit, etc. denn es gibt immer jemanden, der für weniger Geld arbeiten geht und seien wir doch mal ehrlich… wenn Man am Hungertod nagt, interessiert einen die eigene Gesundheit (arbeitssicherheit) nicht wirklich. Das passiert so lange, bis die Breite Masse sich organisiert und Gewerkschaften gründet, um sich entsprechende Rechte einzufordern. Diesen Zeitpunkt haben wir glücklicherweise auch schon hinter uns und dafür können wir uns glücklich schätzen. Es ist ein Unding, dass man in den vergangenen Jahren zunehmend eine objektive journalistische Darstellung der Vorgänge in der Welt vermissen muss. In nahezu jedem Artikel fließen Meinungsäußerungen des Journalisten oder der Redaktion ein, teils ohne, dass es dem Leser auf den ersten Blick auffällt. Wo bleibt die gute alte neutrale Darstellung, die vom Leser verlangt, sich selbst eine Meinung zu bilden. Hinzu kommt noch, dass allem anschein nach immer mehr Einzelinteressen in darstellungen einfließen und bestimmte Organisationen dies, teils geschickt, teils sehr plump, sehr wohl für sich zu nutzen wissen.
        Es ist mir auch völlig unerklärlich, warum in der aktuellen Gesellschaft zunehmend nach Einzelverantwortlichen gesucht wird, wie am Besipiel von Herrn Weselsky. Herr Weselsky ist in seiner Funktion als GDL-Bundesvorsitzender, wie bereits erwähnt, nicht allein für die Bewertung und etwaige Ablehung von Tarifvertragsangeboten zuständig. Sondern geschieht dies innerhalb einer Kommission, die alle Punkte des vorliegenden Angebots prüft und einzeln bewertet. Aufgrund der Komplexität ist auch nicht anzunehmen, dass dies im Alleingang passiert und möglich wäre. (Sowas ist kein Zweiseiter)
        Die Aussage, dass Herr Weselsky eine Person öffentlichen Interesse ist, mag Grundlegend korrekt sein, wenn man von ihm als Gewerkschaftsboss spricht. Nicht jedoch, wenn man von ihm als Privatperson spricht. Von daher ist es zwar zu Begründen, dass seine dienstliche Telefonnummer veröffentlicht wird, nicht jedoch, dass Hinweise auf seine Private Adresse gegeben werden. Denn die kann anhand eines Klingelschildes+Foto der Häuserfront+Stadteil, jeder geneigte PC-Nutzer via Streetview und/oder Googlemaps recht schnell ermitteln. Und dass kann zu unangenehmen und sogar gefährlichen Situationen für Herrn Weselsky und seine Familie führen.
        Es kann doch nicht sein, dass zukünftig dienstliche Ausseinandersetzungen immer sofort ins private runter gebrochen werden. Denn das wird der aktuellen Diskussion nicht gerecht. Denn um Herrn Weselsky zu zitieren: „Tausende Lokführer und Zugbegleiter würden nicht für einen Egotrip von ihm in den Streik ziehen“… sondern weil sie auf etwas Aufmerksam machen und etwas verbessern wollen.

        Und das aktuelle Angebot der DB, nach dem der „mega“-Streik beschlossen wurde, wurde keineswegs aus heiterem Himmel abgelehnt. Denn in diesem Angebot stand Sinngemäß…
        Die DB führt zukünftig Tarifverhandlungen mit beiden Gewerkschaften und wenn sich beide uneinig sind, gilt die Position der EVG als bindend.

        Wenn die GDL das nicht ablehnt, unterschreibt sie ihr eigenes Todesurteil. Denn im extremfall bedeutet dies, dass wenn es die Bahn schafft, einige Lokführer in der EVG zu organisieren, verhandelt sie zukünftig mit EVG und GDL über Tarifverträge für Lokführer und wenn sich beide uneinig sind, gilt eine Einigung mit der EVG, auch wenn wesentlich mehr Lokführer in der GDL organisiert sind. Die GDL hätte dann auch nichtmehr die Möglichkeit, in so einer Situation zu streiken.

        Also bleibt zuhoffen, dass es zukünftig mal wieder möglich sein wird, sachliche Diskussionen zu führen, ohne die teilnehmenden Parteien zu personalisieren (die GDL besteht nichtnur aus Herrn Weselsky, genauso wenig, wie die DB nicht nur aus Herrn Weber und dem anderen Typen besteht, der immer in die Kamera grinst) und zu verteufeln. Denn es gibt in unserer Arbeitswelt durchaus Probleme die es zu diskutieren gilt.

  7. „Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muß so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zuläßt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun.“ Max Goldt über die BILD-Zeitung,

  8. Arrrr… Man muss keinen „Drecksjournalismus“ betreiben müssen, um z. B. eine Nummer zu posten, die eine ganz offizielle Kontaktnummer von Weselsky / der GDL ist. Wie dumm ist das denn? Und: Ja, mal schön interessant, wie „persönlichkeitseingreifend“ das sein soll 🙂 Die Veröffentlichung einer öffentlichen Kontaktnummer. Hui!

  9. Warum wird hier gegen die Presse gewettert, es geht doch um den Bahnstreik.
    Hier versuchen doch einige, gutverdienende Bahnmitarbeiter, die ärmeren Bevölkerungsschichten am verdienen ihres Lebensunterhaltes zu hindern.
    Meiner Ansicht nach sollte man alle Bahnmitarbeiter zur Arbeitsaufnahme auffordern und wenn diese nicht erfolgt diese wegen Arbeitsverweigerung fristlos Entlassen.
    Das entstehende Chaos kann nicht größer werden. Man kann ja überlegen Arbeitskräfte für die freiwerdenden Jobs in Südeuropa anzuwerben.

      1. Warum sollte der die Wahrheit sagen? Gibt genug Volk, das für Bezahlung gegen jeden und alles Stimmung macht.

  10. Bei Stasi-Methoden hätten wir keinen Streik. Dann würde dieser Erpresser da sitzen, wo er hingehört – im Knast. So nimmt er Millionen Bahnfahrer als Geisel für seine Machtgeilheit – und die ist vom zu schützenden Streikrecht nicht gedeckt.

  11. Wenn man hier die Kommentare einiger liest, dann wird einem klar, dass die Hasskampagne gegen Gewerkschaften, Streikrecht und Herrn Weselsky persönlich doch ziemlich erfolgreich ist.

    Ich wünsche Herrn Weselsky alles Gute und der GDL einen erfolgreichen Streik. Wir brauchen mehr Leute wie ihn, die sich so engagiert für das Wohl der Menschen einsetzen. Trotz aller Widerstände.

    1. Komische Ansicht. Er trifft doch mit seinem Streik nicht die gutverdienenden Gewerkschaftsbosse und Parteibonzen, sondern die von Hartz4 lebenden und die Kleinverdiener.

  12. Ich wollte gerade meine Bookmarks von Bild und Focus löschen und musste befriedigt feststellen, dass ich das schon vor längerer Zeit getan habe. Eine solche Hass-Kampagne aller Leitmedien ist schier unglaublich – denn man muss sich nur die Schlagzeilen der anderen Drecksblätter anschauen, die allesamt eiskalte Hetze auf Weselsky verbreiten.

  13. Zitat:“dass Herr Weselsky und seine Mitarbeiter in ihrer Arbeit behindert werden sollen.“

    och, der arme…
    Und was bitte ist mit den anderen Bahnreisenden? Die viel Geld für Tickets bezahlen?
    Was bitte ist mit den vielen Alleinerziehenden Eltern die trotzdem Job und Kind unter einen Hut bringen müssen?
    Was ist mit den Leuten die ihren Job verlieren weil ihr Chef dafür kein verständniss hat?

    HartzIV wäre noch zu schade für den Herren GDL-Chef…!

  14. Alle Räder stehen still, wenn der starke Arm es will

    Angeblich sind unsere großartigen Qualitätsjournalisten doch alle so super LINKS. Oder läuft das wie bei „60 ist das neue 40“ und „Links ist das neue rechts“?

    Es wird Zeit für eine Anti-Journalisten-Kampagne:

    „Kein Sex für Journalisten – go, fuck yourself“

  15. Leider sind es noch viel zu viele Menschen in diesem Land welche meinen sie müssen sich jeden Tag mit der „Bild“ ihr Gehirn einwickeln. Hört auf damit und bildet Euch EURE Meinung und nicht die der „Bild“ Macher!!

  16. Unsere Medien können scheinbar nur noch auf „Hass“ machen. Erst die konzertierte Hasskampanie gegen Russland, die vor Lügen und Unwahrheiten nur so triefte und jetzt wird die Wut des Volkes auf Arbeitnehmer gelenkt, die alls andere als gut bezahlt werden und die nur ihr grundgesetzlich verbrieftes Streikrecht wahrnehmen. Ich frage mich, wer diese Blätter, die immer einseitiger und hysterischer für die Interessen einer kleinen ultrareichen Elite kämpfen, überhaupt noch kauft. Übrigens: wie wäre es, wenn man im Gegenzug zum Vorgehen der Bild und des Focus die Adressen der aggressivsten Kriegstreiber-Schreiberlinge veröffentlichen würde?

  17. Keiner kann leugnen, dass es dem Herrn Weselsky mit seiner verhältnismäßige kleinen Gewerkschaft nicht nur um mehr Geld für die Lokführer geht sondern er will den Machtanspruch auf alle Mitarbeiter in den Zügen ausdehnen, auch wenn nur ein kleiner Teil der Zugbegleiter bei der GDL ist. Hofft er vielleicht dass die in der Eisenbahner Gewerkschaft organisierten in seine GDL wechseln?
    Dieser Teil der Forderung der GDL ist doch der Hauptgrund für den Streik!
    Beobachtet doch bitte mal die Berichterstattungen:
    Herr Weselksky sagte in einem Interview, bei der GDL würde Kritik ausdiskutiert bis alle eine Sprache sprächen. Wessen Sprache denn? Warum haben dann einige Funktionäre die GDL verlassen, ob freiwillig oder nicht, bleibe dahingestellt.
    Wenn diese meine Vermutung richtig ist, dann hatten wir diese Methoden doch schon mal.
    Dies ist meine feste Meinung.
    Ich muß mich, was die Wortwahl einiger Schreiberlinge hier, aller Kritik anschliessen. Solche Wortspiele haben unsere Eltern und Großeltern auch schon mal gehört. Aber das Wissen diese Schreiberlinge wohl nicht, nicht mehr oder noch nicht.
    Ich kann übrigens nur deswegen hier schreiben weil ich wegen dem Streik nicht zu meinem Arbeitsplatz komme. Als Freiberuflicher entgeht mir pro Tag deutlich mehr als die GDL’er Streikgeld bekommen. Und das Geld dafür, daß ich meine Bahnkarte nicht Nutzen kann ersetzt mir die GDL auch nicht.

    1. Die GDL möchte ausschließlich!!! für ihre Mitglieder!!! In 5 Berufen verhandeln und Tarifabschlüsse abschließen für alle anderen gelten die der anderen Gewerkschaft. Verbreiten sie bitte keine Lügen wider besseren Wissen. Das ist nämlich unmoralisch und falsch.

  18. @Moritz Untreu: Einer von wenigen hier, die die Sache verstanden haben. Ossi Weselsky im Klassenkampfmodus ohne Rücksicht auf Verluste. Dass es nur noch um die Machtverstärkung der GDL innerhalb der Bahn geht, gibt der GDL-Boss ja inzwischen selbst zu. Und ja, es ist gut, dass er inzwischen auch mitbekommt, dass die Sache persönlich wird. Ist sie schließlich für die Millionen Betroffenen im Land auch. Dass ausgerechnet zum Jahrestag des Mauerfalls das eingeschränkt wird, wofür seinerzeit DDR-Bürger auf die Straße gegangen sind – Reisefreiheit – ist an Symbolik nicht mehr zu übertreffen.

  19. Warum werden die Verhandlungsführer der DB nicht mit Bild, Namen und Durchwahl genannt.
    Die sind genau so schuldig an der Ausseinandersetzung und sind genau so wenig kompromissbereit.

    1. Ganz einfach, weil sich diese Damen und Herren im Recht fühlen und durch die Politik geschützt werden.
      Ich hoffe, das die GDL diesen Streik voll durchzieht.
      Endlich mal eine Gewerkschaft, die sich den Interessen der Arbeitnehmer annimmt.
      Wenn man dagegen die Gewerkschaften des DGB anschaut, was kommt da?
      In erster Linie werden dort Arbeitgeberinteressen wahrgenommen und es wird der Politik in den Allerwertesten gekrochen.
      Wann ist den der DGB mal gegen die Mißstände in der Arbeitswelt aufgestanden? Ich höre nur mal am 1.Mai von diesen Bossen, die ja auch in den Vorständen der Industrie sitzen und demzufolge auch deren Interessen vertreten.
      Und noch etwas für alle die die GdL beschimpfen:
      Wenn ihr in eurem Arbeitsleben euch alle immer weiter ausnehmen lasst, ohne dagegen etwas zu unternehmen, ist dieses ungesehen euer Recht. Was die GdL angeht, ist es ihr Recht dagegen anzugehen und für bessere Bezahlung und Sozialleistungen zu streiken.
      Ich möchte viele dieser kritischen Stimmen hören, wenn diese für einen Niedriglohn in Schichten, egal ob Wochentags, Wochenende oder Feiertags arbeiten müssen. Wenn diese ihre Freizeit unbezahlt in Unterkünften verbringen müssen, da ihre Arbeitszeit in einem anderen Ort, wie die Wohnadresse, endet und dort am anderen Tag wieder beginnt, weil der Dienstplan es so will.
      Und noch ein Wort an die Verantwortlichen der DB: Wenn eine Schlichtung angeboten wird ist es gut.Wenn im gleichen Atemzug aber bekanntgegeben wird, das die DB nicht von ihren Forderungen abgeht, dann ist das schlicht und einfach nur eines AG unwürdig.
      Aber, und das ist ja auch ein geflügeltes Wort der DB Bosse: Die Bahn macht keine Fehler. Immer sind die anderen daran schuld.
      An die Journalie in unserem Land gewandt: Jedes Wort ist da überflüssig. Sachlichen Journalismus gibt es kaum noch.Mehr ist dazu nicht zu sagen.

  20. Das veröffentlichte Nummer ist kein Privatnummer des GDL Chefs. Daher kann hier keineswegs über einer Verletzung der Menschrechte diskutiert werden.

    Wenn man aber genau an diesem Begriff rum reiten möchte: Wesen Menschenrechte beachtet der Herr Weselsky bei seinen unverhältnismäßigen Aktionen?
    Was ist mit den Schulkindern und Jugendlichen die nun für 4-5 Stunden Unterricht bis zu 6 Stundigen Fahrten á Tag mit mehrfachen Umstiegen an sich nehmen müssen, du das in vielen Fällen bereits ab 4:00 Uhr?
    Was ist mit den Kleinkindern dessen Erzieherinnen nicht zur Arbeit kommen da je Bahnhof nur noch 1 Verbindung je 2 Stunden fährt und die Straßen und Autobahnen auch im Normalfall bereits gnadenlos überlastet sind (siehe Kölner Ring, Heumerer Dreieck, Kreuz Leverkusen, Kreuz Düsseldorf)?
    Was ist mit den Elter von solchen Kindern die von solchen Betreuung ggf. existenziell abhängig sind?
    Busse kommen durch die Staus nicht durch, Krankwagen auch kaum und wenn dann nur sehr schleppend…. Was ist mit Kranken im Lebensgefahr?

    Herr Weselsky sieht wirtschaftlich und sozial nicht viel weiter als bis zu seiner Nasenspitze. Und dann will sich hinter die Billigangestellten der Call Centern (oft über Zeitarbeitunternehmen zum Dampinglöhnen angestellt) verstecken?
    Die Ärmsten der DB, die am meisten ausgebeutet werden sollen nun den Prügelknaben der DB geben?

    Das finde ich Menschenverachtender und Menschenrechte verletzender als alle kritische Artikel der Presse, als Veröffentlichung von Telefon Nummern die so oder so öffentlich sein müssten, da Herr Weselsky unter diesen nicht als Privatperson auftritt (zum minderst sollte es so sein). Und Behauptungen dass damit sogar seine Familie in Gefahr gebracht wird? Das größte Gefahr für diese ist doch der Herr Weselsky selbst… Etwas Reflektionsvermögen und entsprechende Sozial-Emotionale Intelligenz hätten Herrn Weselsky und auch den unzähligen Kunden der DB wirklich nur gut getan.

    Ich selbst bin nicht direkt betroffen. Meine Kollegen, Mitarbeiter, dessen Kinder und die Schulkinder und Jugendliche die täglich pendeln müssen tun mir wirklich Leid.

  21. Dieser Weselski gehört an die Spitze des DGB und sollte die lahmarschigen und obrigkeitshörigen Sesselpfurzer der DGB-Führung sofort ersetzen.
    wotan

    1. Dieser Weselski gehört nicht an die Spitze des DGB sondern wegen Erpressung und Geiselnahme weggesperrt.

  22. Wo bitte ist das eine Hetzkamagne? Total lächerlich !!

    JEDER kann die Büronummer von diesem *Herrn*
    auf der Website der GDL nachlesen !

    Und dann selbst entscheiden, ob man diese
    Nummer anrufen will oder nicht!

    Und eine ganz einfache Sache:
    Wer Wind sät – wird Orkan ernten !

    1. Ich bin vor ein paar Monaten aus meiner Gewerkschaft ausgetreten. Warum? Es gab einen Warnstreik..das wars..Gefordert wurden u.a 5 Prozent mehr Lohn…geboten wurden etwas über 2 Prozent. Und das Angebot wurde gleich klatschend angenommen. Und das bei der größten Gewerkschaft Deutschlands.

      Die GDL ist die wahrscheinlich einzige Gewerkschaft,die noch für ihre Arbeitnehmer kämpft.

      Die Medien stellen die GDL als Bösewichte hin, warum? Nicht weil sie Mitleid haben mit den Bahnkunden, schön wärs..sondern weil die Bild und Focus Chefetagen mit den hohen Tieren der deutschen Bahn eine Clique bilden. Da wäscht eine Hand die andere.

      Manche Leute hier hinterfragen zu wenig.

      Warum z.B ist hier eine userin empört darüber,daß wegen der GDL viele Menschen und Kinder nicht zur Arbeit oder Schule kommen. Die userin ist wütend auf die GDL..
      Warum ist sie eigentlich nicht wütend auf die Deutsche Bahn,die können doch die Forderungen annehmen und es gebe keine Streiks.

      Bei dieser userin und noch vielen anderen usern hat die mediale Gehirnwäsche genau das erreicht,was sie erreichen will.

      Deutsche Bahn= Engel
      GDL = Teufel

      1. Hast Du schon mal überlegt, was die diskussionslose Annahme der GDL-Forderungen bedeuten würde -weitere Preiserhöhungen. Man sollte schon ein bischen mitdenken und nicht nur so daherschwätzen.

  23. Einfache Frage
    Wer zahlt eigentlich die Rechnung für diesen Streik? Unabhängig davon für welche Seite man Partei ergreifen möchte, ob für die Bahn oder die GDL. Normalerweise sollten derjenige oder diejenigen für den finanziellen Schaden gerade stehen, die ihn anrichten. Sind wir mal realistisch. In diesem Fall zahlt die Rechnung aber der Steuerzahler. Die Rechnung zahlen die, die eigentlich nichts dafür können. Vielen Dank dafür!
    Wenn die Postanschrift von Herrn Weselsky bekannt ist, warum schickt man Ihm nicht mal die Rechnung für diese Show. Eigentlich heißt es: „Nur wer die Musik bezahlt, bestimmt was gespielt wird. Möglicherweise würde Er dann etwas besonnener.

  24. Es wird immer erschreckender, wie die Presse vorgeht. Man sollte das wirklich mal boykottieren, indem man diese Zeitungen nicht mehr kauft – was ich im Übrigen schon lang nicht mehr mache. Armes Volk, das sich die Meinung der Medien aufzwingen läßt. Gefährlich, wenn Medien solche Macht haben. Schaltet doch mal euren Verstand ein!

    1. Machtmissbrauch? Da kann sich Herr Weselsky aber auch an die eigene Nase fassen. Auch wenn ich kein Fan der Bild-Zeitung bin, aber Kai Diekmann / Bild macht es in diesem Fall richtig. Da treffen, wo es wehtut – und ich denke, dass geht den ganzen Bahnreisenden gerade nicht anders.
      Denn *das* ist der derzeit einzige Weg, dem Ganzen Theater ein Ende zu bereiten. Irgendwann wird die psychische Belastung hoffentlich so hoch sein, dass er aufgibt.

  25. Zitat: „Und damit geht einher, dass Herr Weselsky und seine Mitarbeiter in ihrer Arbeit behindert werden sollen.”

    Oh, buhu, ich weine gleich. Wissen Sie eigentlich wie viele MILLIONEN MENSCHEN diese Person in DEREN Arbeit direkt und unmittelbar behindert? Wieviele Millionen Euro Unternehmer und selbständige Arbeitnehmer durch diesen Herrn verlieren?

    Och ja, dafür kann er durchaus mal ein paar Telefonate selbst entgegennehmen. Auch gegen einen kleinen Hausbesuch sollte er nichts haben.

    1. Hat schon einmal jemand von euch den Begriff: „Selbständige Arbeitnehmer“ gehört?
      Was denn nun Selbstständig oder Arbeitnehmer.
      Die Rechnung dafür, dass Mitarbeiter Streiken, zahlt die GDL, also der Mitarbeiter, der Streikt im weitesten Sinne selbst. Von daher wird er sich auch überlegen, ob er Streikt und es nicht nur Herrn Weselsky zu liebe tun. Haben sich denn all die anderen Gewerkschaftsmitglieder mal überlegt, was aus ihren Gewerkschaftsbeiträgen wird. Die sind nämlich unter anderem genau dafür da, seine Interessen durchzusetzen. Wenn man sieht, dass die ausgehandelten Lohnerhöhungen meist bei ca. 2% liegen und ein Tarifvertrag für mehrere Jahre abgeschlossen wird, ist das armseelig. Denn die durchschnittliche Teuerung liegt bei 3%++. Von der Lohnerhöhung bleibt also nach schon einem Jahr nichts mehr übrig.
      Und der Schaden, der bei anderen (Unternehmen und Privatpersonen) entsteht, für den ist jeweils das Unternehmen (DB und Privatpersonen+Unternehmen) verantwortlich, denn es hat einen Vertrag geschlossen und muss/kann/will dessen Erfüllung. Wenn nun das Unternehmen (DB) diesen nicht erfüllen kann, muss es entweder Strafzahlungen leisten oder es ist in den Vertragsbedingungen anders geregelt. Das andere Unternehmen (Privatperson+Unternehmen) kann dies ggf. Gerichtlich einfordern. Das ist nun einmal das System der Marktwirtschaft und des Rechtsstaats.
      Wer sich einen Unzuverlässigen Geschäftspartner sucht und sich vollkommen von ihm abhängig macht, ist zum Teil selbst daran schuld.

      Ps. ich bin auch Bahnfahrer, doch wer keinen Plan „B“ hat, ist nun mal „nicht sehr clever“ und naiv

      Wenn man soetwas von Rechtsseite hätte verhindern wollen, hätte man die DB weiter als Staatsunternehmen führen müssen und alle strukturell wichtigen Mitarbeiter verbeamtet lassen müssen. Da dies nach und nach zurück gegangen ist, trägt auch der Staat eine Mitschuld an der jetzigen Situation. Jetzt mit einer Beschneidung des Streikrechts nachsteuern zu wollen, schwächt die Position der Arbeitnehmer nur noch mehr. So wie in letzter Zeit schon zu oft geschehen. Das ist Scheinheilig!

  26. Wozu die Aufregung: die Telefonnummer steht auf der Webseite der GDL: http://www.gdl.de/Service/Impressum Diese miese Person soll, die Millionen Menschen in ihrer Arbeit behindert und Millionen Menschen Einkommens- und Freizeitausfälle beschert, sollte sich mal ganz warm anziehen.

    1. Diese „miese Person“ ist zum ersten nur der Repräsentant der GDL,deren Gremien den Streik beschlossen und deren Basis ihn per Urabstimmung zugestimmt haben.
      Es handelt sich also um ein zutiefst demokratisches Vorgehen und nicht um die entsacheidung einer einzelnen Person wie sie es in ihren unreflektierten Hass suggerieren.
      Zum anderen dient dieser Arbeitskampf der Verbesserung der materiellen Situation der Bahnmitarbeiter und einer Reduzierung der Arbeitszeitum2 Stunden angesichts einer Fülle von Überstunden.
      In jeden Arbeitskampfwerden natürlich auch Unbeteiligte einbezogen(z.b.streikt diePost bekommen sie ihr Paketnicht sofort,streiken die Kindergärtnerinnen können sie ihr Kind nicht auf die Kita bringen usw.)
      Aber Streik kann doch nur dann sinnvoll sein wenn er Weh tutund Druck erzeugt.
      Würden abhängig Beschäftigte diese Waffe nicht haben,wären sie der Willkür der Konzerne gnadenlos ausgeliefert…
      wollen sie das wirklich?Das wir alle zu Sklaven der Bosse werden?
      Seien sie doch mal nachdenklich und soledarisch und plappern sie nicht einfach das nach was ihnen Bild und co vorschwafeln…

  27. Warum regt man sich den so über den Journalismus von Blöd – äh Bild – so auf? Deren Methoden sind doch alt und bekannt. 100% Journalismus, 1% Wahrheit. Und die Menschen werden vorverurteilt bis ohne Ende. Ohne Urteil wird jemand zum Sexmonster bei der Verhaftung. Gut zu wissen, dass es hier ein paar Leute gibt, die mit Blöd und Co. auch nichts anfangen können.

  28. Der Weselsky hat’s doch nicht anders verdient, das geschieht ihm ganz recht. Er will provizieren, und das tut er auch,, dann muss er es auch über sich ergehen lassen.
    Hier pocht jeder auf sein Recht, und wir haben immer noch eine Meinungs- und Pressefreiheit.
    Mich freut es, wenn die Medien ihn mal psychisch fertig machen; das hat der Spinner verdient.

  29. Kleines Nebenthema: Die Argumentation vom Herrn Höcker ist aber auch nicht gerade stringent wenn er sagt:

    “Das ist nichts anderes als Terror. Zumal auch die Familie von Herrn Weselsky durchaus in Gefahr gebracht wird. Die GDL legt sich derzeit mit Millionen von Bahnfahrern an. Dass in das Privatleben von Leuten eingegriffen wird, um so Druck zu erzeugen, kennen wir aus anderen Zeiten deutscher Geschichte – das sind Stasi-Methoden.”

    Die Bahnkunden könnten das aktuelle Geschehen auch als Terror ansehen und in das Privatleben der Bahnfahrer wird ja auch eingegriffen um Druck auszuüben (was ja Ziel eines jeden Streiks ist). Allerdings können diese ja noch nicht mal was dafür.

    Wenn ich dieser Argumentation folge darf ich die Streikenden der GDL (und ihrem Chef) Terror und Stasi-Methoden vorwerfen? Da würde der Herr Medienanwalt aber kochen. Wer so einen Anwalt hat braucht keinen Ankläger…

    1. Von dem Bahnfahrenden wird aber keine Adresse, Telefonnummer oder private Details, öffentlich zur Schau gestellt und allen Loo.. ähh Lesern, als Vorlage für Hasstiraden und etwaige Übergriffe (verbaler oder tätlicher Art), geboten. Da liegt der kleine aber feine Unterschied. Herr Weselsky ist nicht die GDL sondern er wurde von allen Mitgliedern zu ihrem Vorsitzenden gewählt.

      Und klar können die Bahnkunden etwas dafür, denn sie haben einen Vertrag für eine Bevörderung mit der DB geschlossen. Andersrum kann auch die DB etwas dafür. Denn sie hat den Vertrag ebenfalls geschlossen und sorgt nicht dafür, dass ihre Arbeitnehmer genügend Anreize bekommen, an der Erfüllung dieses Vertrages mitzuwirken. Denn das ist die Verantwortlichkeit eines Unternehmers.

      Das einzig besondere in der derzeitigen Situation ist doch, dass es hier mal eine Gewerkschaft gibt, die bereit ist, sich der öffentlichen Diskussion zu stellen und für die Interessen ihrer Mitglieder einzustehen. Anders, als es viele andere Gewerkschaften leider tun.
      Und dass ist vor allem Herrn Weselsky hoch anzurechnen, denn wie ja ein Großteil der Diskussionsteilnehmer wunderbar beweist, steht er, als Bundesvorsitzender der GDL, unter besonderer öffentlicher Kritik.
      Vielen Dank, dass sie das Aushalten!

      1. Ich habe kein Problem mit dem Streik da brauche Sie mich nicht zu belehren. Ich hatte nur angemerkt das die Beweisführung des Herrn Medienanwalts nicht gerade logisch und daher kontraproduktiv für die Ziele der GDL ist und das am Beispiel demonstriert.

        Zum Argument die Bahnkunden könnten was dafür weil sie ja unbedingt Bahn fahren wollen (“ Vertrag für eine Beförderung mit der DB geschlossen“) – da kann man den Beschäftigten aber auch vorwerfen das sie überhaupt für so einen miesen Arbeitgeber arbeiten und sich nichts anderes suchen (*). So drehen wir uns hier im Kreis den Ihr Argument ist ein Totschlagsargument denn das ist für beliebige Themen im Leben anwendbar.

        (*) das dies nicht unrealistisch ist zeigt dieses schöne, zur Nachahmung empfohlene, Beispiel einer anderen, ebenfalls mies bezahlten Gruppe auf:
        http://www.spiegel.de/wirtschaft/arbeitskampf-extrem-tausende-krankenschwestern-drohen-mit-massenkuendigung-a-513592.html

  30. Es handelte sich um einen Arbeitsvertrag, der über einen, im regelfall sehr langen, bis unbegrenzten Zeitraum geschlossen wird. Daher ist dieser durchaus nachverhandelbar. Das wird so in jedem Unternehmen, sogar bei wesentlich kürzeren Vertragslaufzeiten praktiziert. Warum sollte dies also bei einem Arbeitsvertrag nicht geschehen?!
    Dieses Totschlagsargument ist so, Grundlage unseres Rechtsystems und natürlich kann jede Seite dies für sich nutzen. Ich wollte damit einzig und allein darauf hinweisen, dass jemand, der sich zu 100% auf einen Vertragspartner verlässt und keinerlei Rückfallebenen hat, in einem gewissen Maße für ein etwaiges Scheitern (Nicht da ankommen, wo er hin muss) mit verantwortlich ist. Da ist es zu bequem, die Schuld einzig und allein der GDL zu zu schieben. Auch wenn es noch so ärgerlich ist.

  31. Die Hetze in den gleichgeschalteten ach so linken, aber doch kapitalistischen Medienhuren gegen die GdL ist wirklich nicht zu ertragen.

    Und dabei sticht insbesondere die Blöd-Zeitung hervor, eigentlich die selbsternannte „Zeitung des kleinen Mannes“, die hetzerisch sogar die Telefonnummer des GdL Gewerkschaftschefs und dessen Wohnadresse veröffentlicht hat.
    Ich empfehle dem Gewerkschaftschef Weselsky, die Telefonnummer des Chefredakteur der Blöd-Zeitung Kai Diekmann einfach in der nächsten Gewerkschafts- Publikation auch zu veröffentlichen..

    Und diese ausgesprochen negative und einseitige Propaganda der deutschen „Qualitätsfreien“ Medien, bei der sogar ARD und ZDF mitmachen, beeinflusst die Meinung der Unwissenden natürlich und ist auch so von den Neoliberalen Kräften und sogar der Politik geplant. Siehe nur, das neu geplante „Streikgesetz“ für 2015, das kleinen Gewerkschaften praktischerweise das Streikrecht wegnimmt, aus der Hand der SPD!

    Dabei vergisst das Volk leider, dass Gewerkschaftsbund Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und weitere Errungenschaften, durch Streiks in den 50ger Jahren erst gebracht haben.

  32. Weselsky ist die Ausgeburt der Staatsicherheit der ehemaligen DDR. Sein Gerede spiegelt die Schulungen dieser Schweine wider und müßte einfach kaltgestellt werden.

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