Anzeige

Auch mal was Positives: Weser-Kurier holt ausgelagerte Redaktionen zurück ins Stammhaus

weser-kurier.jpg

Nachdem der Weser-Kurier in den vergangenen Jahren seine Redakteure nach und nach in Tochterfirmen ausgelagert hat, planen die Bremer laut FAZ nun, fünf Redaktionen ins Stammhaus zurückzuholen. In Zeiten, in denen Verlage ihre gesamte Redaktion entlassen (Westfälische Rundschau von Funke) oder Gruner beschließt, bei Brigitte auf Textredakteure zu verzichten, ist das zumindest überraschend.

Anzeige
Anzeige

Der Vorstand des Weser-Kuriers begründet die Entscheidung mit dem Wunsch nach „zentraleren Entscheidungsbefugnissen“ und dem Stärken der „Corporate Identity“. Ebenfalls eine Rolle sollen die hohen Verwaltungskosten gespielt haben, die nicht durch die Einsparungsmaßnahmen aufgefangen werden konnten.

Die Umstrukturierung, die zum 1. Januar greifen soll, betrifft mehr als hundert Mitarbeiter. 40 Redakteure der Standorte Delmenhorst, Achim, Verden, Syke und Brinkum werden ab Anfang 2015 wieder direkt beim Weser-Kurier arbeiten. Noch sind sie gemeinsam mit drei weiteren Redaktionen beim konzerneigenen Pressedienst Nord (pdn) angesiedelt. Zudem sollen die Online-Redakteure der Weser-Kurier digital GmbH unter das Dach des Stammhauses wechseln. Bereits abgeschlossen ist die Umsiedlung der Anzeigenabteilung mit etwa 70 Mitarbeitern.

Anzeige

Zwar ist die erneute Eingliederung der Redaktionen eine klare Verbesserung. An der Tatsache, dass die Redakteure weiterhin unter Tarif bezahlt werden, ändert sich aber nichts. Laut FAZ, die Betriebsratschefin Ruth Gerbracht zitiert, ist der Weser-Kurier seit 2006 nicht mehr an die Tarifvereinbarungen gebunden und zahlt durchschnittlich 15 Prozent weniger als in der Branche üblich.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*