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Martin Kesici lobt Hooligan-Demo auf Facebook – und verliert seinen Radio-Job

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Am vergangenen Sonntag demonstrierten mehrere tausend Hooligans und Nazis in Köln gegen Salafisten. Martin Kesici, "Star Search"-Gewinner aus dem Jahr 2003 und ehemaliger Kandidat der RTL-Dschungelshow, verkündete auf Facebook seine Solidarität mit den Hooligans und betonte, dies würde auch Zeit werden. Mittlerweile ist der Sänger zurückgerudert – seinen Job bei einem Berliner Radiosender ist er dennoch vorläufig los.

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Martin Kesici gewann 2003 die Sat.1-Castingshow „Star Search“, hatte einen Hit („Angel of Berlin“), versank viele Jahre in der Versenkung, war Kandidat der RTL-Dschungelshow „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ und moderierte zuletzt beim Radiosender Star FM in Berlin. Doch den Job ist er seit dieser Woche los. Der Grund: Kesici solidarisierte sich mit der Demonstration „Hooligans gegen Salafisten“, die am vergangenen Sonntag in Köln stattfand. Während der Demo waren auch zahlreiche Rechtsradikale anwesend, die Nazi-Parolen brüllten.

Auf seiner Facbeook-Seite schrieb der Sänger nach Angaben der Bild-Zeitung: „Endlich gehen die Deutschen gegen die Salafisten auf die Straße. Wurde auch Zeit.“ Wie die Zeitung weiter berichtete, sei ein Sturm der Entrüstung über den Sänger hereingebrochen, der sich zunächst mit Aussagen frei nach dem Motto „Das wird man jawohl noch sagen dürfen“ rechtfertigte.

Kurz darauf verschwand der Post und Martin Kesici entschuldigte sich:

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Der Radiosender verkündete auf seiner Facebook-Seite, Kesici vorläufig freizustellen:

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Alle Kommentare

  1. Lustig, wie die selbstüberzeugten „Guten“ auf Knopfdruck anfangen zu keifen – nur weil jemand „Negerkuss“ oder „Autobahn“ gesagt hat.
    Wenn aber ARD/ZDF etc. grundgesetzwidrige Kriegshetze betreiben, dann sind die Ohren der Moralapostel komischerweise immer verstopft …

    Aber das reicht ja noch nicht, wenn jemand wagt eine abweichende MEINUNG zu äußern, muss radikal die wirtschaftliche Existenz zerstört werden – genau wie bei den Nazis oder der Stasi.
    Aber zu so viel Selbstreflexion sind die neuen Faschos natürlich nicht bereit (oder fähig?).

  2. Schlimmer als der riesige Haufen Nazis auf der Demo sind Leute, die so einen Dünnpfiff daher labern wie Martin Kesici und diese Gewalttäter verharmlosen und Beifall klatschen. Da kann man sich richtig gut vorstellen, wie leicht die Macht damals an Hitler fiel.

    Ich hoffe nur, daß Star FM den Kerl richtig feuert. So einer kann meinetwegen seine dumpfen Weisheiten auf dem Marktplatz schreien wie der PI-Nazi Michael Stürzenberger, aber nicht im Radio!

    Auf jeden Fall nehme ich Star FM raus aus meinem Speicher – es gibt andere Sender ohne Faschofans.

  3. Sowas kann schon mal passieren, wenn ein intellektueller Proll sich nicht informiert, aber zu jedem Thema seinen Senf abtropfen lässt.

    Auf jedem Nachrichtensender – vermutlich sogar bei seinem (noch) Arbeitgeber StarFM hätte er hören können, was die Neonazis auf der Demo gebrüllt und welche Gewalt sie ausgeübt haben. Da kann man ja selbst als (noch) Radiomoderator wohl kaum glauben, dass das Polizeifahrzeug vom Wind umgeworfen wurde …

  4. Gut er hätte sich lieber nicht dazu geäußert, aber hätte er auch den Job verloren, wen er sich andersrum geäußert hätte z.B.
    “Endlich gehen die Salafisten gegen die Deutschen auf die Straße. Wurde auch Zeit.”

  5. Typisch, Meinungsfreiheit gibt es nur für eine bestimmte Meinung.
    Der Sender zeigt leider dass er keine Eier in der Hose hat.
    Es wird Zeit, dass man in Deutschland Kante zeigt. Wenn in 30 Jahre die junge Generation uns fragt, warum habt Ihr nichts unternommen, dann könnt Ihr Euch nur noch verkriechen.

  6. Die Meinungsfreiheit und die Redefreiheit sind gewährleistet… nur unter der Voraussetzung, daß die getätigten Äußerungen der herrschenden politischen Ideologie entsprechen. Die Farm der Tiere läßt grüßen und der Totalitarismus wird immer deutlicher.

    1. Die Freiheit des Senders, sich den Moderator auszusuchen bzw. das Arbeitsverhältnis zu kündigen, ist Ihnen sicher nicht in den Sinn gekommen.

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