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7,3 Millionen Euro: SPD-Medienholding ddvg erwirtschaftet wieder Gewinn

SPD-Schatzmeister Diemar Nietan
SPD-Schatzmeister Diemar Nietan

Über diese Zahlen freut sich selbst der Wirtschaftsminister. Denn immerhin ist Sigmar Gabriel auch Vorsitzender der SPD und als dieser darf er sich über 1,9 Millionen Euro freuen, die die ddvg in die Parteikasse überweist. Insgesamt gelang es den Hamburgern im Geschäftsjahr 2013 wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Nach einem Minus von 14 Million Euro im Jahr 2012, verkündeten sie am heutigen Mittwoch einen Jahresüberschuss von 7,3 Millionen Euro.

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Die Bilanzsumme lag im Jahr 2013 bei 118 Millionen Euro. Das Minus aus dem Jahr 2012 resultierte vor allem aus hohe Abschreibungen wegen der Insolvenz der Frankfurter Rundschau und eines gescheiterten Investitionsausfluges in das Geschäft mit Kreuzfahrten. Deshalb musste die Holding ein Minus von 14 Millionen Euro verdauen. Nimmt man diese Verluste als Basis gelang es der ddvg nun innerhalb von zwölf Monaten das Ergebnis um rund 21 Millionen Euro zu verbessern.

„Wir haben im letzten Jahr angekündigt, für 2013 wieder einen echten Gewinn ausweisen zu können. Hierfür treten wir heute den Beweis an“, kommentierte Geschäftsführer Jens Berendsen. Zudem versicherte er: „Unser Geschäft ist stabil“. Das gelte auch für den Geschäftsverlauf 2014.

Sein Boss, der neue SPD-Schatzmeister Diemar Nietan sieht das genauso. „Die ddvg ist für die nächsten Jahre gut gerüstet, aber die Umbrüche im Markt werden noch ein gehöriges Maß an Kraftanstrengungen erfordern“, kommentiert Nietan, für den die Bilanzpräsentation eine Premiere war. „Der SPD liegt das Engagement an den Zeitungen und Regional-Verlagen besonders am Herzen. Auch und gerade wegen des Medienwandels“. Die Beteiligungen an den Verlagen will die SPD behalten und pflegen.

Die Holding ist unter anderem am Dresdner Druck- und Verlagshaus, an Madsack oder der Frankenpost beteiligt. Zudem gehört den Hamburgern der Zeitungsverlag Neue Westfälische zu 58 Prozent.

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Nietan betonte jedoch auch, dass es wichtig sei, dass sich alle Beteiligungen nachhaltig und tragfähig im Medienmarkt behaupten können. Dazu gehöre es auch, dass die Verlage positive Renditen schreiben. Deshalb sperre sich die ddvg auch nicht gegen nötige Restrukturierungen wie beispielsweise gerade Madsack erfährt.

Gleichfalls erklärte der Schatzmeister, dass keine Verkäufe geplant seien. Ziel bleibe es, dass SPD-Vermögen nachhaltig zu pflegen.

Damit dies gelingt, wollen die Hamburger auch und vor allem im digitalen Sektor wachsen. So investierte die ddvg mittlerweile über die Beteiligungsgesellschaft Tivola Venture in den Öko-Händler Avocadostore.de, den mobilen Flohmarkt Stuffle.it und das Nachhaltigkeitsportal Utopia.de. Über die höhe der Anteile an den Startups will die SPD jedoch keine Angaben machen.

Update: In einer früheren Version war zu lesen, dass die Neue Westfälische zu 100% zur ddvg gehört. Das ist falsch. Die ddvg hält knapp 58% an der Neuen Westfälischen. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten, ihn zu entschuldigen.

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