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Personalabbau bei DuMont geht weiter: 40 Stellen sollen in Köln wegfallen

DuMont-Vorstandschef Christoph Bauer
DuMont-Vorstandschef Christoph Bauer DuMont-Vorstandschef Christoph Bauer

Das Kölner Medienhaus M. DuMont Schauberg hat am heutigen Dienstag seine Betriebsräte über einen geplanten Stellenabbau informiert. Am Standort Köln, der Heimat von DuMont Schauberg, sollen 40 Arbeitsplätze wegfallen, in Halle etwa ein Dutzend, in Hamburg 10. Im vergangenen Jahr wurde bereits am Personal gekürzt – bisher ohne betriebsbedingte Kündigungen. Auch am Standort Berlin sollen Stellen abgebaut werden. DuMont äußerte sich offiziell nicht.

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Der Betriebsratsvorsitzende Heinrich Plaßmann sagte am Dienstag: „Das Unternehmen hat die jetzt vorgelegten Maßnahmen nach eigenen Angaben seit einem Dreivierteljahr erarbeitet. Wir fordern, dass nun auch dem Betriebsrat genügend Zeit eingeräumt wird für ernsthafte Beratungen mit dem Ziel, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.“

Der Stellenabbau ist Teil einer Gesamtstrategie, die bei DuMont „Perspektive Wachstum“ genannt wird. Das Wachstum bezieht sich aber offensichtlich nicht auf alle Unternehmensteile. Der Verlag, zu dem u.a. Kölner Stadt-Anzeiger, Berliner Zeitung, Express und Hamburger Morgenpost gehören, sortiert sich unter dem Vorstandschef Christoph Bauer derzeit neu.

Zum einen zieht DuMont bestimmte Verlagsabteilungen zusammen (Management Services), zum anderen sollen die Standorte gestärkt werden, indem die dortigen Chefs gattungsübergreifend – Zeitung, Digital, Anzeigenblätter, TV, Radio – führen. Bisher liefen verschiedene Aktivitäten eher nebeineinander her. Zum Programm gehört auch, dass Unternehmensteile ausgegliedert werden. Auch einzelne Zeitungstitel wie die Berliner Zeitung und der Berliner Kurier sollen offenbar in einzelne GmbHs überführt werden.

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Bauer stellt DuMont auf die drei Standbeine Regionalmedien, Fachmedien und Digitales. Dass sich in einem Verlag, der die „digitale Transformation“ bewältigen will, der Zuschnitt des Personals verändern muss, liegt auf der Hand. Das heißt letztlich auch, dass in klassischen Verlagsabteilungen Stellen wegfallen. Dies geschieht nun bei DuMont. Wobei allerdings konstatiert werden muss, dass die Kölner bereits etliche Sparrunden hinter sich haben. Erst im vergangenen Jahr wurde der Abbau von 84 Stellen in Köln kommuniziert, der aber sozialverträglich über Altersteilzeit und Abfindungen abgewickelt wurde.

Bisher war bekannt, dass die Hamburger Morgenpost 10 Stellen abbauen muss. DuMont-Kommunikationschef Björn Schmidt sagte auf MEEDIA-Nachfrage: „Die Mediengruppe M. DuMont Schauberg hat heute – wie frühzeitig angekündigt – den Dialog mit den Arbeitnehmervertretern fortgesetzt, um gemeinsam bis zum Jahresende tragfähige Lösungen in den Beratungen zu erarbeiten. Während dieses laufenden Prozesses werden wir uns nicht äußern.“

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